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Freitag, 13. März 2015

Forum „Kraft-Wärme-Kopplung“ an der OTH in Amberg

„Zukunft Kraft-Wärme-Kopplung: Flexibel, effizient, vielseitig“ – unter diesem Motto trafen sich 120 Experten aus der umweltgerechten Energietechnik am 12. März 2015 an der OTH in Amberg, um über den Zusammenhang zwischen dem Strommarkt der Zukunft und der Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung zu diskutieren. Organisiert von Prof. Dr. Markus Brautsch (Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik und Leiter des Instituts für Energietechnik IfE an der OTH Amberg-Weiden) in Kooperation mit der Bayern Innovativ Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer (Nürnberg) kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der betrieblichen Praxis und der Wissenschaft nach Amberg.

„Kraft-Wärme-Kopplung ist eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende. Das Anwendungsspektrum ist breit, die Betriebsstrategien sind vielfältig“, so Prof. Dr. Stefan Beer, Dekan der Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik, in seiner Begrüßung der Tagungsteilnehmer. Die Schwerpunkte des Forums lagen damit auf den technischen Innovationen zur Effizienzsteigerung, neuen Möglichkeiten der Anwendung der KWK-Technologie und den Ansätzen zur Erhöhung der Flexibilität im Betrieb. Verbrennungsmotoren im Blockheizkraftwerk, Mikro-Blockheizkraftwerke, Kraft-Wärme-Kopplung mit Biomasse und mit kleinen Brennstoffzellen sowie Mikroexpansionsturbinen und die Abwärmeverstromung in KWK-Anlagen – die Tagung stand im Zeichen der Vielfalt der Kraft-Wärme-Kopplung, ihren Potentialen und Systemanforderungen.

Auf dem Campus der OTH in Amberg entsteht derzeit ein Technikum „Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung“ als Bestandteil des Forschungsprojektes der OTH Amberg-Weiden „Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung“ für die Jahre 2012 bis 2016, mit einer Fördersumme des Freistaats Bayern in Höhe von insgesamt 5,23 Millionen Euro. Auf diesem Wege wird die Forschungstätigkeit des Teams um Prof. Dr. Markus Brautsch im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung unterstützt, um langfristig die Spitzenforschung in der umweltgerechten Energietechnik in Amberg im Rahmen der Energiewende in Bayern weiter auszubauen.

Begleitend zu den Fachgesprächen verdeutlichte eine Ausstellung die Potentiale der Kraft-Wärme-Kopplung, die im Zuge von Führungen durch ausgewählte Labore der Umwelt- und Energietechnik zu den Themen energieautarke Gebäude, Zündstrahl-Blockheizkraftwerke und Abgasturbinen, Mikro-Blockheizkraftwerke sowie Holzvergaser verdeutlicht wurden. Fazit der Tagung: Im Strommarkt der Zukunft bieten hocheffiziente Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung die beste Möglichkeit eines wirtschaftlichen Betriebs.