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Angebote für Absolventinnen und Frauen mit Berufspraxis

Die OTH Amberg-Weiden bietet zusammen mit der Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an bayerischen Hochschulen (LaKoF) Förderangebote für Absolventinnen und Frauen mit Berufspraxis an. Mit diesen Angeboten wird das Ziel verfolgt, Frauen an Hochschulen für angewandte Wissenschaften zu fördern, zu unterstützen und zu begleiten. Nachfolgend finden Sie Informationen zu den einzelnen Förderangeboten.

Lehrauftragsprogramm "Rein in die Hörsäle!"

Das Lehrauftragsprogramm „Rein in die Hörsäle!“ ist eine Initiative der Frauenbeauftragten der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften – Fachhochschulen in Bayern. Das Programm wendet sich an qualifizierte Frauen aus der Berufspraxis, die in ihrem Bereich Lehraufträge an bayerischen Fachhochschulen übernehmen wollen.
Die Förderung richtet sich an besonders befähigte Frauen mit abgeschlossenem Hochschulstudium, die eine Karriere als Hochschulprofessorin anstreben. Sie sollten bereits über einschlägige Berufserfahrung verfügen, promoviert oder bald promoviert sein und lediglich noch Lehrerfahrungen benötigen, um berufungsfähig zu werden.

Mit dem Lehrauftragsprogramm werden langfristig wichtige Ziele verfolgt. Zum einen werden Chancengleichheit von Frauen und Männern an den Hochschulen gefördert und eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der Hochschulen gewährleistet. Ebenfalls werden mehr Vielfalt und Qualität in Forschung und Lehre hervorgebracht und der Anteil an Professorinnen und Dozentinnen an den Hochschulen gesteigert.

„Rein in die Hörsäle!“ unterstützt Sie, wenn …

  • Sie sich für eine Hochschulprofessur interessieren,
  • Sie mehr über den Beruf der Professorin an einer Hochschule erfahren wollen,
  • Sie einen Lehrauftrag an einer bayerischen Hochschule übernehmen wollen,
  • Sie Ihre persönlichen Chancen für eine Karriere an der Hochschule abschätzen wollen,
  • Sie sich einen Überblick über die Hochschulen in Bayern verschaffen wollen.

Sie haben Interesse? Weitere Informationen zum Programm und den Anforderungen sowie dem Auswahlverfahren finden Sie hier.

Sie haben gezielte Fragen zum Ablauf des Programms an der OTH Amberg-Weiden? Dann kontaktieren Sie bitte Frau Özlem Ajazaj.

Insofern Sie sich für einen Lehrauftrag interessieren, können Sie sich in die Datenbank der Landeskonferenz Baden-Württemberg in Kooperation mit der Landeskonferenz Bayern eintragen. Dort werden Sie mit Ihrem Profil aufgenommen und erhalten eine E-Mail, sobald ein Lehrauftrag mit entsprechendem Profil gesucht wird. Ebenfalls können Sie dort selbst nach einem speziellen Lehrauftrag suchen.

„Rein in die Hörsäle!“ betreibt eine Servicestelle. Diese informiert Sie über die Jobbörse oder über ausgeschriebene Lehraufträge und vermittelt Lehraufträge an die gewünschten Hochschulen. Außerdem werden Informationsabende rund ums Thema Professorin an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften organisiert.
Nähere Auskünfte hierzu gibt Ihnen Frau Dr. Petra Scheer im Büro der Landessprecherin.

Qualifizierungsstipendium für OTH-Absolventinnen

Das Qualifizierungsstipendium richtet sich an besonders befähigte Frauen mit abgeschlossenem Studium an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW), die sich im Anschluss an ihr Studium fachgebunden höher qualifizieren wollen, um dadurch die formale Befähigung zur Promotion zu erlangen.

Die Weiterqualifizierung kann im Erwerb der Voraussetzungen für die Promotionseignungsprüfung bestehen oder in einem fachspezifischen Aufbaustudium an einer Universität. Die Bedingung ist die Zielverfolgung, unmittelbar einen Zugang zu einem Promotionsstudium zu erlangen. Unter dieser Voraussetzung kann die Weiterqualifizierung auch im Ausland erfolgen.

Das Qualifizierungsstipendium soll nicht zur Finanzierung eines vom Promotionsziel unabhängigen universitären Zweit- bzw. Aufbaustudiums dienen, da durch einen universitären Abschluss allein die Berufungsfähigkeit nicht nennenswert verbessert wird.

Bitte beachten Sie, dass die Frist zur Abgabe des Antrags jeweils am 1. Februar eines Jahres endet.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Sollten Sie Fragen zum Stipendium oder zur Antragsstellung haben, dann steht Ihnen Frau Sabine Hoffmann im Büro der Sprecherin der Landeskonferenz der Frauenbeauftragten an bayerischen HAWs in Regensburg zur Verfügung.

Promotionsstipendium

Die Landeskonferenz der Frauenbeauftragten an bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften vergibt zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses zwei verschiedene Promotionsstipendien. Eines richtet sich gezielt an HAW-Absolventinnen, die direkt nach ihrem Studienabschluss eine Promotion beginnen. Das andere Promotionsstipendium fördert Frauen mit qualifizierter Berufspraxis, die eine HAW-Professur anstreben und hierfür noch promovieren müssen. Nachfolgend sind die zwei Promotionsstipendien detaillierter erläutert.

Promotionsstipendium für HAW-Absolventinnen

Dieses Stipendium richtet sich an besonders befähigte Frauen mit abgeschlossenem HAW-Studium, die promovieren.

Voraussetzungen, die für die Gewährung des Stipendiums gegeben sein müssen:

  • Überdurchschnittlicher Hochschulabschluss an einer HAW,
  • Promotionszulassung,
  • eine berufliche Beschäftigung, die während der Laufzeit des Stipendiums 20 Wochenstunden nicht überschreiten darf.

Zu den vorher genannten Voraussetzungen muss zusätzlich mindestens einer der folgenden drei Sachverhalte zutreffen:

  • Lebensmittelpunkt in Bayern (Nachweis erforderlich),
  • Studienabschluss an einer bayerischen Hochschule für angewandte Wissenschaften,
  • Promotion an einer bayerischen Universität, kooperative Promotion an einer bayerischen HAW oder Verbundpromotion.
Promotionsstipendium für Frauen mit qualifizierter Berufspraxis

Dieses Promotionsstipendium richtet sich an besonders befähigte Frauen mit abgeschlossenem Studium, die eine Karriere als Hochschulprofessorin anstreben und bereits über eine hierfür einschlägigeBerufserfahrung verfügen, zum Nachweis ihrer wissenschaftlichen Qualifikation jedoch noch promovieren müssen, um berufungsfähig zu werden.
Das Promotionsprojekt sollte berufsbegleitend bereits vorbereitet sein, sodass mit Hilfe des Stipendiums bei zusammenhängender, ausschließlicher Bearbeitung ein Abschluss innerhalb von maximal zwei Jahren möglich ist.

Folgende Voraussetzungen für die Gewährung des Stipendiums müssen gegeben sein:

  • Mindestens fünfjährige qualifizierte Berufspraxis seit dem ersten Hochschulabschluss (davon mindestens drei Jahre außerhalb des Hochschulbereichs), die für eine Fachhochschulprofessur einschlägig ist,
  • Promotionszulassung,
  • Promotionsprojekt bereits berufsbegleitend vorbereitet,
  • Nachweis der Lehreignung: Hierzu muss mindestens ein Semester lang ein Lehrauftrag an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften wahrgenommen worden sein, der zu evaluieren ist. Ein solcher Lehrauftrag kann auch im Rahmen des Lehrauftragsprogramms „Rein in die Hörsäle!“ erteilt werden. Liegt kein Lehrauftrag vor, so sind Gutachten zum Nachweis der Lehreignung vorzulegen.
  • Eine berufliche Beschäftigung, die nur maximal 20 Wochenstunden betragen darf.

Neben den bisher genannten Voraussetzungen muss ebenfalls mindestens einer der folgenden drei Sachverhalte zutreffen:

  • Lebensmittelpunkt in Bayern (Nachweis erforderlich),
  • Studienabschluss an einer bayerischen Universität oder Hochschule für angewandte Wissenschaften,
  • Promotion an einer bayerischen Universität, kooperative Promotion an einer bayerischen HAW oder Verbundpromotion.

Weitere Informationen zu den Promotionsstipendien erhalten Sie hier.
Für Fragen zu den Stipendien oder der Antragsstellung wenden Sie sich bitte an Frau Sabine Hoffmann im Büro der Sprecherin der Landeskonferenz der Frauenbeauftragten an bayerischen HAWs in Regensburg.

Kampagne "Werde Professorin!"

Die Kampagne „Werde Professorin!” wurde 2020 von der LaKoF in Zusammenarbeit mit den 17 Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern ins Leben gerufen. Wie wichtig diese Kampagne ist, zeigen die Zahlen: gerade einmal 21% der Professuren im Freistaat Bayern sind mit Professorinnen besetzt, obwohl 51% der Hochschulabsolvierenden Frauen sind.

Ziel ist es daher, Frauen auf das facettenreiche Berufsfeld der Hochschulprofessorin aufmerksam zu machen, ihnen Fördermöglichkeiten aufzuzeigen und die notwendige Unterstützung zu bieten. Denn eine Professur bietet zahlreiche Vorteile, z.B.:

  • selbstbestimmtes Arbeiten
  • Kombination von Forschung und Praxis
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen
  • flexible Arbeitszeiten, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stützen

Welche Voraussetzungen Sie für eine Professur mitbringen sollten, wie der Berufungsprozess abläuft und was andere Frauen am Berufsbild Professorin und ihrer Tätigkeit wertschätzen, erfahren Sie auf www.werdeprofessorin.de.

Sie haben Fragen zur Kampagne? Kontaktieren Sie bitte Frau Prof. Dr. Christine Süß-Gebhard, Sprecherin der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW).

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