Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Inklusion

„Rechte bleiben nur Papier, wenn sie nicht genutzt werden“ (Hermann Hesse)

Inklusion ist für die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden ein sehr wichtiges Thema, weshalb die Gleichbehandlung im Leitbild der Hochschule verankert wurde. In den Zielvereinbarungen des „audit familiengerechte Hochschule“ (2014-2017) wurde die Inklusion im Rahmen des „Ausbaus des Diversitymanagements zur Unterstützung einer vielfältigen Studierendenschaft und Belegschaft unter besonderer Berücksichtigung gesundheitlicher Beeinträchtigungen“ integriert. Maßnahmen hierzu sind u.a. die Prüfung von Spielräumen zur Erweiterung von Prüfungszeiträumen, die Erarbeitung von Lösungen für Praktika in Teilzeit, die Integration in Buddy- bzw. Mentoring-Programme und die Integration von Diversity-Thematiken in der Lehre. Aber auch bei der Vergabe des Deutschlandstipendiums werden die besonderen persönlichen und familiären Umstände berücksichtigt.

Tiefergehende Informationen zur Inklusion im Selbstverständnis der OTH AW finden Sie in unserer Inklusionsbroschüre.

Studienablauf

Für Studierende mit Behinderung und chronischen Erkrankungen beinhaltet der Studienablauf Maßnahmen, um die Chancengleichheit zu gewährleisten und auf die besonderen Bedürfnisse einzugehen. Dies ist durch gesetzliche Grundlagen im Bayerischen Hochschulgesetz und im Hochschulrahmengesetz festgehalten. Hierzu gehört u.a. auch der Nachteilsausgleich, welcher nachfolgend näher erläutert wird.

Ein Anspruch auf Nachteilsausgleich begründet sich durch:

  • das Vorliegen einer beglaubigten gesundheitlichen Beeinträchtigung oder amtlich festgestellte Behinderung und
  • den Nachweis, wie sich die Beeinträchtigung bzw. Behinderung im Studium auswirkt.

Nachteilsausgleiche können formlos und schriftlich über das Studienbüro bei der Prüfungskommission beantragt werden.

Maßnahmen zum Nachteilsausgleich können z.B. sein:

  • Schreibzeitverlängerung und Verlängerung von Fristen bzw. Bearbeitungszeit von Klausuren, Referaten, Haus- und Abschlussarbeiten usw.
  • Verlängerung der Prüfungszeit um tatsächlich anfallende Pausen
  • Prüfungen in separaten Räumen mit eigener Aufsicht
  • Änderung der Prüfungsform, z.B. Prüfung von schriftlichen Leistungsnachweisen in mündlicher Form
  • Modifikation praktischer Prüfungen
  • Aufteilen von Studienleistungen in Einzelabschnitte
  • Zulassung von zusätzlichen Arbeits- und Hilfsmitteln (z.B. Computer, Bildschirmlesegeräte) oder Assistenzen (z.B. Schreibhilfe bei Klausuren)
  • Bereitstellung von adaptierten Prüfungsunterlagen
  • Nichtberücksichtigung von Rechtschreibfehlern in Klausuren
  • Einfluss der Studierenden auf Termin, Ort, Sitzplatz oder Aufsicht – Verschieben von Prüfungsterminen
  • Nichtberücksichtigung von behinderungsbedingten Prüfungsrücktritten
  • Fristverlängerungen bei Prüfungsanmeldungen und Modulfristverlängerung

Praktikumsstellen in Teilzeit

Mit vorangeschrittenem Studium steht für alle Studierenden die Praxisphase an. Diese sollen auch Studierende mit Behinderung oder Beeinträchtigung erfolgreich absolvieren können. Daher besteht die Möglichkeit wegen gesundheitlichen Gründen, das Praktikum in Teilzeit abzuleisten. Hierzu finden Sie eine Liste mit Unternehmen, die grundsätzliche Offenheit signalisiert haben, Studierenden der OTH Amberg-Weiden die Möglichkeit eines Teilzeitpraktikums einzuräumen. Fragen Sie daher bei diesen Unternehmen zunächst an und informieren Sie sich über die Gegebenheiten und die flexible Gestaltung der Arbeitszeit. Auf diese Weise erfahren Sie, wie Sie Ihr Praktikum mit Ihrer persönlichen Situation in Einklang bringen können.
Bitte beachten Sie dennoch, dass aufgrund bestimmter Umstände nicht alle gelisteten Unternehmen jedes Semester Praktikumsplätze in Teilzeit anbieten.
Ebenfalls ist vor Beginn des Teilzeitpraktikums eine Genehmigung vom Praktikumsbeauftragten des jeweiligen Studiengangs einzuholen.

Sollten Sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen, wenden Sie sich bitte an das Zentrum für Gender und Diversity oder an die Hochschulbeauftragte für Diversity und Studierende mit Behinderung Frau Prof. Dr. M.B.A. (USA), M.H.R. (USA) Gabriele Murry.

Barrierefreiheit

Für einen gewöhnlichen Studienalltag ist Barrierefreiheit ein wichtiger Punkt. Daher wurden an beiden Standorten der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden bereits durch diverse Baumaßnahmen barrierefreie Zugänge geschaffen. Die Gebäude der Hochschule in Amberg und in Weiden sind zudem alle mit Aufzügen und rollstuhlgerechten Toiletten ausgestattet.

Detailliertere Informationen zur Barrierefreiheit an beiden Standorten gibt es hier: Accessibility Amberg und Accessibility Weiden.​​​​​​

myAbility Talent Programm

Das myAbility Talent Programm ist ein Programm speziell für Studierende und junge Absolvierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung. Ziel ist es, den Studierenden einen sicheren Umgang mit ihrer Behinderung aufzuzeigen und zugleich Unternehmen für diese Menschen zu sensibilisieren.

Inhalt des Programms sind die Selbstpräsentation in Gruppencoachings, die Überarbeitung der Lebensläufe mit erfahrenen Coaches in Einzelcoachings und das erarbeiten einer individuellen Bewerbungsstrategie für alle teilnehmenden Studierenden. Ebenfalls werden Fragen und Ängste geklärt, die in Zusammenhang mit der eigenen Behinderung und dem Bewerbungsprozess stehen.
Der Programmabschluss erfolgt mit einem Matching Day, vergleichbar mit Speed Dating. Hier stellen sich die Studierenden innerhalb einer definierten Zeitspanne im Rotationsprinzip der/dem Verantwortlichen des Unternehmens vor.

Bis zum 19.04.2021 können Sie sich für das fünfmonatige Programm in München bewerben. Die Teilnahme ist für Studierende und Absolvierende kostenlos. Aufgrund der aktuellen Situation findet dieses digital statt.

Weitere Informationen über das Programm, die teilnehmenden Unternehmen und das Bewerbungsformular finden Sie hier.

Nach oben