Informationen für Beiräte
Studiengang Handels- und Dienstleistungsmanagement

 

Willkommen im neuen Jahr!

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Beiräte,

das Jahr 2016 liegt hinter uns. Wir blicken stolz zurück auf das, was wir erreicht haben - und freuen uns darauf, was es in 2017 zu erreichen gilt. Ich wünsche Ihnen zum Jahresstart viel Erfolg und Elan im neuen Jahr, immer ein glückliches Händchen und gutes Gelingen bei Ihren geschäftlichen und privaten Entscheidungen und Vorhaben.

Als Beiräte unseres Studiengangs Handels- und Dienstleistungsmanagement möchten wir Ihnen mit diesem Newsletter einen kurzen Abriss über die wichtigsten Ereignisse seit Ihrem letzten Treffen bei uns an der Hochschule geben.

An unserer Hochschule bereiten sich die Studierenden nach der Weihnachtspause auf ihre Prüfungen vor und freuen sich auf die Anerkennung ihrer Leistungen aus dem Wintersemester. Etwas Erholung über die Weihnachtstage tat auch unseren Damen vom Qualitätsmanagement der Hochschule sehr gut, denn das QM-Team arbeitet unter Hochdruck an der Umsetzung der Systemakkreditierung. Diese befindet sich nach Erreichung einiger wichtiger Meilensteine in 2016 nun mitten in den Vorbereitungen für die zweite Begehung am 10. Und 11. Januar 2017. Lesen Sie hierzu mehr unter der Rubrik Titelthema.

Nicht unerwähnt darf bleiben, dass auch nach dem Präsidentschaftswechsel, bei dem Frau Prof. Dr. Andrea Klug die Nachfolge von Prof. Dr. Erich Bauer antrat, wieder ein Vizepräsidentschaftsposten aus unserer Fakultät heraus besetzt werden konnten. Frau Prof. Dr. Christiane Hellbach ist seit Oktober 2015 Vizepräsidentin für Weiterbildung, Vielfalt und Nachhaltigkeit. Näheres dazu lesen Sie unter News aus der Fakultät.

Abschied und Neuanfang liegen oft nahe beieinander. Wir mussten zum Ende des Sommersemesters 2015 unseren Vizepräsidenten Prof. Dr. Reiner Anselstetter in den Ruhestand verabschieden. Dafür durften wir im September 2015 mit Prof. Dr. Marco Nirschl einen E-Commerce-Spezialisten in unseren Reihen willkommen heißen.

Diese und weitere Highlights aus den vergangenen zwei Semestern, welche Ihrer Empfehlungen wir uns im Besonderen zu Herzen genommen haben und was wir in Zukunft planen, möchten wir Ihnen nicht vorenthalten. Viel Spaß beim Lesen und Informieren wünscht Ihnen

Ihr Prof. Dr. Wolfgang Renninger
Dekan der Fakultät Betriebswirtschaft

PS: Durchstöbern Sie doch einmal unsere neue Website, die am 09.11.16 online ging. Sagen Sie uns, ob Ihnen unser neuer Internetauftritt gefällt. Ich freue mich auf Ihr Feedback!

Zahlen, Daten, Fakten

Unter dieser Rubrik erfahren Sie unter u.a., wie viele Studierende den Studiengang Handels- und Dienstleistungsmanagement absolvieren und von wie vielen Professorinnen und Professoren sowie Lehrbeauftragten Sie betreut werden:

Als Vertreter und damit auch Ansprechpartner der Vertiefungsrichtungen sind folgende Professorinnen und Professoren für Sie da:

Vertiefungsrichtung E-Commerce Management: Prof. Dr. Marco Nirschl

Vertiefungsrichtung Finanz- und Versicherungsmärkte: Prof. Dr. Thorsten Hock, Prof. Dr. Horst Rottmann und Prof. Dr. Franz Seitz

Vertiefungsrichtung Handelsmanagement: Prof. Dr. Christiane Hellbach

Vertiefungsrichtung Industrielles Dienstleistungsmanagement: Prof. Dr. Günter Schicker und Prof. Dr. Johann Strassl

Titelthema Systemakkreditierung

Das Systemakkreditierungsverfahren an unserer Hochschule läuft auf Hochtouren. Im Mai 2016 wurde mit der ersten Begehung durch die Gutachter der ACQUIN eine wichtige Hürde in der Umsetzung genommen. Am 10. und 11. Januar steht die zweite Begehung an. Damit werden wir in Kürze einen weiteren Meilenstein passieren.

Anders als bei den an der OTH Amberg-Weiden bisher gelaufenenen Programm- und Clusterakkreditierungen werden im Systemakkreditierungsverfahren nicht mehr einzelne Studiengänge überprüft. Vielmehr wird bei der Systemakkreditierung das gesamte interne Qualitätssicherungssystem im Bereich Studium und Lehre der Hochschule unter die Lupe genommen. Der Übergang zur Systemakkreditierung ist Teil der Zielvereinbarungen 2013-2018, welche die OTH Amberg-Weiden mit dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kultur beschlossen hat. Es ist geplant, ein Gutachten bis zum Ende des Sommersememsters 2017 zu erwirken.

Welche Meilensteine unsere Hochschule auf diesem Weg bereits genommen hat und welche in der nächsten Zeit anstehen sehen Sie an der nachfolgenden Grafik:

Rückblick 2015

Juli 2015: Erste Beiratssitzung für den Studiengang Handels- und Dienstleistungsmanagement

Eine Systemakkreditierung beruht auf mehreren Verfahren der Begutachtung (Peer Reviews), so dass die Akkreditierungsentscheidung jeweils auf dem Urteil von Professorinnen und Professoren, Vertreterinnen und Vertretern der Berufspraxis und Studierenden mit einschlägigem fachlichen Hintergrund basiert. Um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, tagte am 03. Juli 2015 das erste Mal der Beirat des Studiengangs Handels- und Dienstleistungsmanagement (HD).

Im Fokus der ersten Beiratssitzung standen

  • die Information über das Systemakkreditierungsverfahren
  • Einschätzungen zum Studiengang Handels- und Dienstleistungsmanagement und dessen Vertiefungsrichtungen
  • Verbesserungspotential im Studiengang und in den Vertiefungsrichtungen
  • Erwartungen und Anforderungen an AbsolventInnen von Seiten der Wirtschaft

Als Vertreter der Wirtschaft waren Norbert Samhammer, Vorsitzender des Vorstandes der Samhammer AG, sowie Wolfgang Jess, Vorsitzender der Geschäftsführung der Josef Witt GmbH, gekommen. Den wissenschaftlichen Bereich vertrat Prof. Dr. Rainer Ziegler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Bundesdekanekonferenz für Wirtschaftswissenschaften.

Alexander Niklas und Dr. Benjamin Auer, beide Absolventen unserer Hochschule, lieferten die Studierendensicht. Die (damals noch) drei Vertiefungesrichtungen repräsentierten Prof. Dr. Christiane Hellbach (Handelsmanagement), Prof. Dr. Franz Seitz (Finanz- und Versicherungsmärkte) und Prof. Dr. Günter Schicker (Industrielles Dienstleistungsmanagement).

Stellvertretend für den gesamten Lenkungsausschuss nahm Prof. Dr. Andrea Klug, zu dieser Zeit in ihrem Amt als Vizepräsidentin für Studium und Lehre, an der Beiratssitzung teil. Prof. Dr. Renninger moderierte als wissenschaftlicher Leiter der Systemakkreditierung und Studiengangsleiter HD die Veranstaltung.

Juli/September 2015

Am 15. Juli beantragt, erhielt die Hochschule im September 2015 die Nachricht, dass sie zur Systemakkreditierung ihres internen Qualitätssicherungssystems im Bereich Studium und Lehre zugelassen wurde. Somit wurde das Verfahren, welches voraussichtlich zwei Jahre dauern wird, offiziell eröffnet. Mit dem Startschuss wurde auch mit der Selbstdokumentation für die Systemakkreditierung begonnen.

Rückblick 2016

Mai 2016: Erste Begehung durch das Gutachtergremium der ACQUIN

Die erste Begehung der Hochschule durch das Gutachtergremium der Aquin mit Sitz in Bayreuth fand am 25. Mai 2016 am Standort Amberg statt.

Zunächst stand ein Gespräch zwischen dem Gutachtergremium und den Hochschulverantwortlichen rund um diePräsidentin Prof. Dr. Andrea Klug an. Im nächsten Schritt sprachen die externen Gutachter mit den Dekanen und Studiendekanen der vier an der Hochschule vertretenen Fakultäten, um sich über die Lehre innerhalb der Fakultäten, der Evaluation der angebotenen Veranstaltungen und die Qualitätssicherung in der Lehre auszutauschen.

Nicht fehlen durfte an diesem Tag die Meinung der Studierenden. Der Konventsvorsitzende Alexander Röckl sowie die Studierendenvertreter aus den Fakultäten Betriebswirtschaft (BW), Elektrotechnik, Medien und Information (EMI) und Machinenbau/Umwelttechnik (MB/UT) waren dem Gremium bei Fragen rund um die Lehre, die Betreuung durch die ProfessorInnen und MitarbeiterInnen der Hochschule und sonstige Studienbedingungen behilflich. Vor einem zweiten Gespräch mit den Verantwortlichen der Hochschule am Nachmittag, durften auch die Vertreter der Qualitätsmanagement-Kommission u.a. zu Fragen über die Einhaltung relevanter QM-Prozesse, die personelle Ausstattung des Qualitätsmanagements und nachhaltige Sicherung in Qualitätsfragen Rede und Antwort stehen.

Ausblick 2017

Januar 2017: Zweite Vor-Ort Begehung in Amberg und Weiden

Ähnlich wie im Mai 2016 findet vom 10. – 11. Januar 2017 die zweite Begehung an der OTH Amberg-Weiden an den Standorten Weiden und Amberg statt. Dann werden insbesondere der Masterstudiengang Medizintechnik (Fakultät WI, Studienort Weiden) sowie der Bachelorstudiengang Angewandte Informatik (Fakultät EMI, Studienort Amberg) nach festgelegten Kriterien einer Stichprobe unterzogen.

Weiterhin wird das Gutachtergremium auch bei der zweiten Begehung die Hochschulleitung, das Qualitätsmanagement, die QM-Kommission sowie die Dekane und Studiendekane der Fakultäten zum Gespräch bitten. Befragt werden beim Januar-Termin ebenso Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums für Gender und Diversity und der Verwaltung sowie die Studierendenvertreterinnen und -vertreter.

Juli 2017: zweite Sitzung des Beirats für den Studiengang HD, erste Sitzung des Beirats für den Studiengang BW

Gemäß der Vorgabe zum Systemakkreditierungsverfahren durch die Acquin finden die Sitzungen der Beiräte in den einzelnen Studiengängen in einem Turnus von zwei Jahren statt. Die zweite Beiratssitzung für den Studiengang HD steht somit im Juli 2017 an. Einen genauen Termin teilen wir Ihnen zum Ende des Wintersemesters 2016/2017 mit.

Zeitgleich zur zweiten HD-Beiratssitzung wird sich im Sommersemester 2017 erstmals der Beirat des Studiengangs Betriebswirtschaft zusammenfinden.

Sehen Sie hier einen Überblick über die nächsten fakultätsübergreifenden Schritte auf dem Weg zur Systemakkreditierung:

Wünschen Sie mehr Informationen?Sehen Sie sich hier Details zur Systemakkreditierung an unserer Hochschule an.

Noch Fragen? Elisabeth Fichtner (Leitung Qualitätsmanagement) oder Prof. Dr. Wolfgang Renninger (Wissenschaftlicher Leiter der Systemakkreditierung) helfen Ihnen gerne weiter.

News aus der Fakultät

E-Commerce Management: Berufung von Prof. Dr. Marco Nirschl

An der OTH in Weiden wird ab dem 1. September 2015 Prof. Dr. Marco Nirschl die Fakultät Betriebswirtschaft mit dem Lehrgebiet „E-Commerce Management“ verstärken. Präsident Prof. Dr. Erich Bauer überreichte dem neuen Kollegen am 31. Juli 2015 die Ernennungsurkunde. E-Commerce ist ein zukunftsträchtiger Bereich, in dem viel Potenzial steckt. Deshalb wird seit dem Wintersemester 2014/2015 im Studiengang Handels- und Dienstleistungsmanagement die Vertiefungsrichtung „E-Commerce Management“ angeboten.

„Mit Prof. Dr. Marco Nirschl konnte ein kompetenter Kollege gewonnen werden, der mit seinem Schwerpunkt den Studierenden das nötige Rüstzeug im Bereich E-Commerce vermitteln wird“, so Präsident Prof. Dr. Erich Bauer bei der Urkundenübergabe. Prof. Dr. Marco Nirschl studierte Wirtschaftsinformatik an der Universität Regensburg. Promoviert hat er 2008 an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Regensburg. Seit 2009 verantwortete er beim Sparkassenverband Bayern in München das Referat Geschäftsstrategie, und beschäftigte sich unter anderem mit der Gestaltung des Geschäfts vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung. In seinen Aufgabenbereich fielen die Themen Strategisches Management, Multikanalmanagement, Innovations- und Qualitätsmanagement und in diesem Zusammenhang vor allem Projekte im Bereich E-Commerce und Neue Medien. Der neue Kollege unterrichtete zudem als Lehrbeauftragter an mehreren Hochschulen unter anderem die Fächer E-Business, Marketing und Unternehmensführung. Sein Ziel an der OTH Amberg-Weiden ist, die Studierenden für den E-Commerce und die damit einhergehenden Geschäftsmodelle, Strategien und Prozesse zu begeistern, und ihnen die enorme Bedeutung dieser Themen näher zu bringen.

Ende einer Dienstzeit: Vizepräsident Prof. Dr. Reiner Anselstetter geht in den Ruhestand

Nach 16 Jahren an der Hochschule Amberg-Weiden endet nun die Dienstzeit von Vizepräsident Prof. Dr. Reiner Anselstetter. Prof. Dr. Erich Bauer, Präsident der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden, hat zusammen mit dem Leitungsgremium der Hochschule Vizepräsident Prof. Dr. Reiner Anselstetter in den Ruhestand verabschiedet. Zur Ruhe wird er sich aber nicht setzen, sondern er wird neue Projekte in Angriff nehmen.

Prof. Dr. Reiner Anselstetter lehrte seit 1999 in der Fakultät Betriebswirtschaft die Fächer Betriebswirtschaftslehre, Handelsmanagement und Unternehmensgründung. Neben seiner Tätigkeit in der Lehre war er seit 2004 Vizepräsident der OTH Amberg-Weiden und dort vor allem zuständig für den Technologietransfer. Entsprechend zeichnete er sich z.B. für den Aufbau des Technologiecampus der Hochschule (ATC und WTC) sowie aktuell für das Kooperationsprojekt „E-House“ in Weiden verantwortlich.
Seine berufliche Laufbahn begann mit einer Ausbildung zum Bankkaufmann. Nach seiner Lehre studierte und Promovierte Prof. Dr. Reiner Anselstetter am Lehrstuhl für Betriebs- und Wirtschaftsinformatik von Prof. Dr. Peter Mertens an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Im Anschluss leitete er bei einem DV-Hersteller die „Produktplanung Computer“ und war anschließend viele Jahre als Geschäftsführer und Vorstand in Handelsunternehmen tätig. Diese berufliche Erfahrung war ausschlaggebend für seine Initiativen zur Einführung des Studiengangs „Handels- und Dienstleistungsmanagement“, die Gründung des „Institut für Handelsmanagement“ und den Aufbau des Kompetenzfeldes „E-Commerce“. Die umfangreiche eigene Gründungserfahrung floss seit vielen Jahren in seine Arbeit ein.
Nach seinen Worten endet jetzt seine „Dienstzeit“ an der Hochschule, einen „Ruhestand“ suche er aber nicht. Projekte im Handel und mit Handelsunternehmen, insbesondere im Bereich der Standort- und Immobilienentwicklung sowie neue Herausforderungen und Geschäftsmodelle des „Online-Handels“ und der „Stationären Handelswelt“ sind seine zukünftigen Herausforderungen. Vor allem freut er sich wieder auf die „reale und praktische Welt“ und auf den einen oder anderen privaten Freiraum. Prof. Dr. Reiner Anselstetter wünscht seine Kolleginnen und Kollegen an der OTH Amberg-Weiden eine gute und erfolgreiche Zeit sowie das Engagement, das große Potenzial der Hochschule zu nutzen und „unternehmerisch“ zu gestalten.

Prof. Dr. Christiane Hellbach ist Vizepräsidentin für Weiterbildung, Vielfalt und Nachhaltigkeit

Seit Oktober 2015 bekleidet Frau Prof. Dr. Christiane Hellbach das Amt der Vizepräsidentin für Weiterbildung, Vielfalt und Nachhaltigkeit. In ihrer Funktion leitet Sie das Zentrum für Gender und Diversity und ist zuständig für das Institut für Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft.

Weiterhin fallen die Themen Berufsbegleitende Studiengänge, Duale Studienangebote, die Kontaktpflege zur Hochschule Dual (Bayern), Weiterbildungsangebote, Durchlässigkeit, Verbesserung der Chancengleichheit und Förderung der Frauen, Gründerangelegenheiten, Existenzgründungen, OTH-Cluster, Leitbild, Bündnis für Ethik und Nachhaltigkeit sowie der Bereich Ausschreibungen, Audits in ihren Zuständigkeitsbereich.

Neben Frau Prof. Dr. Christiane Hellbach bekleiden seit Oktober 2015 Prof. Dipl.-Ing. Ulrich Müller aus der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen und Prof. Dr. Alfred Höß aus der Fakultät Elektrotechnik, Medien und Informatik weitere Vizepräsidentenämter. Ihnen unterstehen die Bereiche Studium, Lehre und Internationales bzw. Forschung und Technologietransfer.

Erfolg: Ehemaliger OTH-Student Benjamin Auer erhält Habilitation

So was hat Prof. Dr. Horst Rottmann noch nicht erlebt: Vor elf Jahren stand BWL-Student Benjamin Auer in seinem Büro und schlug vor: „Lassen Sie uns ein Statistik-Lehrbuch schreiben!“ Der Professor der OTH Amberg-Weiden war unsicher: Ehrgeizig ist der junge Mann ja. Aber hat er im 2. Semester schon das Zeug für ein so umfangreiches Werk? Er blieb vorsichtig: „Schreiben Sie in VWL und Statistik erst einmal eine 1,0. Dann reden wir weiter.“ Heute arbeiten zahlreiche BWL-Studierende mit dem Lehrbuch „Statistik und Ökonometrie für Wirtschaftswissenschaftler“ von Horst Rottmann und Benjamin Auer. Und der OTH-Student von damals erhielt gerade seine Habilitation für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Leipzig …

Dr. Benjamin Auer

Dr. Benjamin Auer

Es ist erstaunlich, wie viel Erfolg in 32 Jahre Leben passen. 2008 schloss Benjamin Auer sein BWL-Studium an der OTH Amberg-Weiden mit Auszeichnung ab. Nächste Station: Universität Leipzig. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter und akademischer Assistent verfasste er zahlreiche Aufsätze und Bücher, 2011 promovierte er über „Konsumbasierte Kapitalmarktmodelle – Neue empirische Evidenz“ am Lehrstuhl für Finanzierung und Investition, Prädikat: summa cum laude. Das renommierte Handelsblatt Ranking zählte ihn 2014 zu den forschungsstärksten Betriebswirten unter 40 Jahren; 2015 lud ihn das Center for Economic Studies (CES) in München zu einem Gastforschungsaufenthalt ein – als ersten Absolventen einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Im Mai dieses Jahres dann der vorläufige Höhepunkt der Karriere: Dr. Benjamin Auer erhält die Habilitation für Betriebswirtschaftslehre. In der Habilitationsschrift beschäftigte er sich mit Investmentmanagement und der Analyse von Investmentperformance. Prof. Dr. Horst Rottmann war externer Gutachter: „Benjamin Auer leistete einen wertvollen Beitrag zur wissenschaftlichen Literatur und lieferte wegweisende Erkenntnisse für die Investmentpraxis. Dabei arbeitete er äußerst präzise und akribisch mit modernsten statistischen und ökometrischen Methoden.“

Das theoretische Handwerkszeug dafür eignete sich Dr. Benjamin Auer an der OTH Amberg-Weiden an: „Ich stellte bereits in den ersten Semestern fest, dass mich vor allem die betriebswirtschaftliche Methodenlehre interessiert. Und hier profitierte ich von der Kompetenz meiner Professoren Dr. Franz Seitz und Dr. Horst Rottmann. Ihr Fachwissen und Know-how ist enorm! Außerdem lernte ich bei ihnen, sehr akkurat und genau zu arbeiten. Da gab’s keine Schluderei und keine halben Sachen! Diese gute Schule prägt mich bis heute!“

Für die OTH Amberg-Weiden hat sich Dr. Benjamin Auer vor zwölf Jahren bewusst entschieden. Der gebürtige Pleysteiner wollte erst einmal in der Nähe studieren und vielleicht später an eine Universität wechseln. Doch die Qualitäten der Professorinnen und Professoren an der Fakultät Betriebswirtschaft überzeugten ihn schnell: „An dieser Hochschule arbeiten viele gute Leute. Die Lehre hat vor allem in den quantitativen Bereichen wie Mathematik, Statistik, Volkswirtschaftslehre und Finanzen auch ein sehr hohes theoretisches Niveau – ein Absolvent, der diese Veranstaltungen besucht hat, braucht sich vor niemanden zu verstecken.“ Und die bisherigen Erfolge des jungen Mannes sind der beste Beweis für die Richtigkeit dieser Aussage!

In den kommenden Monaten wird die Hochschulkarriere von Dr. Benjamin Auer weiter Fahrt aufnehmen. Zurzeit ist er auf dem Weg zur Professur, um sich voll der Lehre und Forschung zu widmen. „Ich bin mir sicher: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Benjamin Auer in der ersten Liga der betriebswirtschaftlichen Forschung mitspielt“, sagt Prof. Dr. Horst Rottmann – und freut sich auf zukünftige Studierende, die mit viel Ehrgeiz und Talent in sein Büro kommen.

IVFP und OTH Amberg-Weiden intensivieren Zusammenarbeit

Eine starke Allianz für die Bildung: Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) und die OTH Amberg-Weiden arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Jetzt intensivieren beide Partner diese Kooperation. Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, besuchte das Institut in Altenstadt. Gemeinsam mit den IVFP-Gesellschaftern Prof. Dr. Thomas Dommermuth und Prof. Michael Hauer lotete sie innovative Formen der Zusammenarbeit aus.

Prof. Michael Hauer, Prof. Dr. Andrea Klug und Prof. Dr. Thomas Dommermuth

Prof. Michael Hauer, Prof. Dr. Andrea Klug und Prof. Dr. Thomas Dommermuth

Das Gespräch zeigte: Vor allem in der Aus- und Weiterbildung ergeben sich interessante Kooperationsmöglichkeiten. Das IVFP kann auf eine breite Palette an erfolgreichen Schulungen, Coachings oder Weiterbildungsmaßnahmen zurückblicken – u.a. schlossen über 1.000 Absolventen/Innen den „Zertifizierten Vorsorgeberater“ ab. Auf dieses Know-how und die langjährige Erfahrung werden beide Partner aufbauen und gemeinsam innovative Bildungslösungen entwickeln. Garanten für eine gute Zusammenarbeit sind dabei die IVFP-Gesellschafter Prof. Dr. Thomas Dommermuth und Prof. Michael Hauer, die auch in der Fakultät Betriebswirtschaft der OTH Amberg-Weiden lehren und forschen.

Vom Engagement des IVFP profitierten und profitieren zahlreiche Studierende der Fakultät Betriebswirtschaft seit der Institutsgründung im Jahr 2001: Fast 40 Studentinnen und Studenten absolvierten im Institut ihr Praktikum, zwölf OTH-Absolventen/Innen sind dort als feste Mitarbeiter/Innen beschäftigt, darunter eine duale Studentin. Zudem fördert das IVFP seit neun Jahren motivierte wissenschaftliche Talente. Studentinnen und Studenten der Studiengänge Betriebswirtschaft oder Handels- und Dienstleistungsmanagement können sich für ein Stipendium in Höhe von 500 Euro pro Semester qualifizieren. Außerdem zählt das IVFP seit vier Jahren zum Förderkreis des Deutschlandstipendiums. Auch in der Forschung und Entwicklung arbeiten Hochschule und Institut zusammen. Jüngstes Beispiel: der Beitrag „Sind Indexpolicen rentabel? – Eine Analyse unterschiedlicher Modellvarianten“, den das IVFP im Forschungsbericht 2016 der OTH Amberg-Weiden veröffentlicht hat.

Projekt: Multi-Channel-Management

„Intensivieren der Praxisnähe“ hieß eine klare Empfehlung Ihrerseits aus der letzten Beiratssitzung.
Eine Arbeitsgruppe (AG) durchdachte diese Thematik unter der Aufgabenstellung der nachhaltigen Qualitätssicherung innerhalb unserer Fakultät. Sie nahm den Studiengang Handels- und Dienstleistungsmanagement (HD) genauer unter die Lupe und setzte Verbesserungsvorschläge um.

Als eine Maßnahme aus der AG entstand das neue integrative Modul „Projekt: Multi-Channel-Management“, welches sich auf den Verkauf über mehrere Vertriebskanäle konzentriert. Studierende können sich dabei anhand verschiedener Themenstellungen aus der Praxis in Projektteams beweisen. Seit dem Wintersemester 2016/2017 ist das integrative Modul, welches von Vizepräsidentin Prof. Dr. Christiane Hellbach und Prof. Dr. Marco Nirschl gemeinsam gelehrt wird, für alle Vertiefungsrichtungen im Studiengang HD belegbar.

Studie: Das Credit Scoring – Leitfaden zur Konzeption erfolgreicher Scoring-Verfahren

Anhand welcher Kriterien lässt sich ein Kreditausfall vorhersehen? Welche Daten sind dafür von Nöten? Und wie müssen die relevanten Merkmale gewichtet werden, damit möglichst treffsichere Aussagen resultieren? Diese und weitere Fragen beantwortet die Studie „Das Credit Scoring – Leitfaden zur Konzeption erfolgreicher Scoring-Verfahren“, die Prof. Dr. Thorsten Hock, Fakultät Betriebswirtschaft, im Auftrag des Bundesverbandes für Credit Management e.V. jüngst erstellt hat.

Titelseite der Studie "Das Credit Scoring – Leitfaden zur Konzeption erfolgreicher Scoring-Verfahren"

Die Studie "Das Credit Scoring – Leitfaden zur Konzeption erfolgreicher Scoring-Verfahren" wurde von Prof. Dr. Thorsten Hock, Fakultät Betriebswirtschaft, erstellt.

Scoring-Modelle sind analytische Bewertungsverfahren und ein äußerst effektives Instrument der Risikoeinschätzung für den Credit Manager. Sie ermöglichen es ihm, die wesentlichen Informationen über seinen Kunden herauszufiltern und anhand objektiver Kriterien einen möglichen Zahlungsausfall zu prognostizieren.

In dieser aktuell erschienenen Studie stellt der Professor für Finanzmärkte und quantitative Methoden den Leserinnen und Lesern die Besonderheiten von Scoring-Modellen in kompakter Form vor. Anschaulich und nachvollziehbar beantwortet er in seinem Leitfaden zwölf wesentliche Fragen zu Scoring Modellen. Die angefügten Beispiele sind jeweils so aufbereitet, dass sie unmittelbar nachge­rechnet werden können.

Die Studie kann beim Bundesverband Credit Management e.V. gegen eine Gebühr bezogen werden.

Neu ab dem Wintersemester 2017/2018

Masterstudiengang Digital Business

Voraussichtlich ab dem Wintersemester 2017/18 bietet die Fakultät Betriebswirtschaft einen eigenen Masterstudiengang „Digital Business“ an.

Neben den drei Kooperations-Masterstudiengängen „Human Resource Management“, „Marketing Management“ und „Wirtschaft und Recht“, welche überwiegend an den Studienorten Regensburg, Hof und Aschaffenburg gelesen werden, wird der Master „Digital Business“ am Weidener Campus angeboten.

Er wird Studierende praxisnah und kompakt in drei Semestern auf die Herausforderungen des digitalen Wandels vorbereiten. Bei erfolgreichem Abschluss wird der Titel Master of Science (M.Sc.) verliehen.

Auch beim neuen Masterstudiengang wird Internationalisierung groß geschrieben. Nach aktuellem Planungsstand werden die Vorlesungen im Studiengang „Digital Business“ durchgängig in englischer Sprache abgehalten.

Die Fakultät Betriebswirtschaft reagiert hierbei auf die Nachfrage der Studierenden auf ein Masterangebot vor Ort sowie auf die steigende Nachfrage nach Fachkräften, die souverän mit den Auswirkungen der voranschreitenden Digitalisierung umgehen.

OTH Professional erweitert ihr Angebot

OTH Professional steht im Rahmen des Angebots der OTH Amberg-Weiden für die optimale Verbindung von Beruf und Bildung bzw. Weiterbildung auf Hochschulniveau. Ob ein duales Studium, einzelne Weiterbildungsmaßnahmen oder ein komplettes berufsbegleitendes Studium: SchulabgängerInnen, ausgebildete Fachkräfte und AkademikerInnen finden hier ihr maßgeschneidertes Konzept für eine lohnende Investition in die Zukunft.

Voraussichtlich ab dem nächsten Wintersemester bieten wir Berufstätigen mit Studienwunsch ein noch breiteres Angebot an weiterbildenden Masterstudiengängen an: Wir erweitern um Masterstudiengänge Taxation, Wirtschaftspsychologie, Digital Business Management und Technologiemanagement 4.0. Die ersten drei Studiengänge gliedern sich an die Fakultät Betriebswirtschaft an. Technologiemanagement 4.0 läuft unter der Federführung der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen.

Einen Überblick über das gesamte Angebot der OTH Professional erhalten sie hier.

„E-House“ – Digitale Kompetenz unter einem Dach

E-Commerce ist Zukunft, digitales Know-how für den effizienten und sicheren elektronischen Dienstleistungs- und Handelsverkehr ist gefragt. Dieses Know-how wird in Weiden unter dem Dach eines „E-House“ auf dem Campus der OTH Amberg-Weiden in Weiden gebündelt in einem Zentrum für digitale Kompetenz der Sparkasse Oberpfalz Nord in Abstimmung und Zusammenarbeit mit der OTH Amberg-Weiden. Eingefügt ist diese Initiative in das Konzept der Innovativen LernOrte (ILO) der OTH Amberg-Weiden.

Walter Scharnagl, Harald Schaller, Kathrin Scharnagl, Stefan Kunnert (Dipl.Ing. Architekt BDA), Prof. Dr. Wolfgang Renninger, Hans-Jörg Schön (Mitglied Vorstand Sparkasse), Alexander Brittinger (Stv. Vorstandsmitglied), Albert Nickl (Stv. Landrat Neusta

Walter Scharnagl, Harald Schaller, Kathrin Scharnagl, Stefan Kunnert (Dipl.Ing. Architekt BDA), Prof. Dr. Wolfgang Renninger, Hans-Jörg Schön (Mitglied Vorstand Sparkasse), Alexander Brittinger (Stv. Vorstandsmitglied), Albert Nickl (Stv. Landrat Neustadt/WN), Dr. Wolfgang Weber, Prof. Dr. Andrea Klug (Präsidentin der OTH Amberg-Weiden), MdL Tobias Reiß, OB Kurt Seggewiß und Ludwig Zitzmann

Die Sparkasse Oberpfalz Nord führt den Bau und Betrieb des Projektes durchführen. Das „E-House“ soll Unternehmen, Dienstleister und Institute konzentrieren, die sich zu einer gemeinsamen „digitalen Plattform“ für E-Commerce, Bildung, Forschung und Entwicklung zusammenfinden. Damit wird ein Kompetenzzentrum für digitale Anwendungen entstehen, das einen regionalen Standortfaktor dokumentiert, aber auch eine überregionale Ausstrahlung erlangen wird. Diese Initiative ist insgesamt ein weiterer Meilenstein der Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft zur Bündelung regionaler Kompetenzen.

Ursprünglich war das Gebäude mit vier Stockwerken geplant, inzwischen sind es aufgrund der hohen Nachfrage sechs Stockwerke. Das Erdgeschoss wird die Sparkasse Oberpfalz Nord mit einer neuen digitalen Beratungseinheit „S@ON“ beziehen, die weiteren Flächen werden von der OTH Amberg-Weiden und weiteren Unternehmen genutzt, wobei nicht nur namenhafte Unternehmen, sondern auch Start-Ups die Möglichkeit bekommen, sich digital einzubringen.

Auch wird es im E-House ein Labor der Fakultät Betriebswirtschaft geben. Darin wird untersucht werden, was Digitalisierung für ein Unternehmen und sein Geschäftsmodell bedeutet und wie Digitalisierung im Unternehmen genutzt werden kann. Auch ist das E-House als Standort für Fraunhofer gesetzt.

Veranstaltungsrückblick

5. eCommerce-Nacht: Von Google-Bildersuche bis zu 566 Billiarden Online-Müslivariationen

Namhafte Digitalexperten und Senkrechtstarter haben Online zum Anfassen geboten und für einen vollen Hörsaal gesorgt. Ein besonderes Highlight bei der 5. eCommerce-Nacht an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden: Prof. Dr. Mario Fischer, ein in der Online-Welt sehr bekannter Experte, hielt einen Vortrag zum Thema „Website Boosting“. Gute Inhalte auf Webseiten in Form von Texten und Bildern, Prof. Dr. Mario Fischer zeigte, wie man es nicht machen sollte.

Prof. Dr. Mario Fischer, Lehrbeauftragter an der FH Würzburg und Herausgeber des Branchenmagazins Website Boosting

Prof. Dr. Mario Fischer, Lehrbeauftragter an der FH Würzburg und Herausgeber des Branchenmagazins Website Boosting

Von links: Prof. Dr. Andrea Klug, Jürgen Wagner, Harald Frank, Prof. Dr. Mario Fischer, Robert Müller, Michael Diener, Norbert Weig, Prof. Dr. Marco Nirschl, Prof. Dr. Christiane Hellbach

Von links: Prof. Dr. Andrea Klug, Jürgen Wagner, Harald Frank, Prof. Dr. Mario Fischer, Robert Müller, Michael Diener, Norbert Weig, Prof. Dr. Marco Nirschl, Prof. Dr. Christiane Hellbach

Prof. Dr. Mario Fischer

Prof. Dr. Mario Fischer

Jürgen Wagner

Jürgen Wagner

Michael Diener

Michael Diener

Harald Frank

Harald Frank

Robert Müller

Robert Müller

Über den Digitalen Wettbewerb und Herausforderungen im Zahlungsverkehr referierte Jürgen Wagner von der DZ-Bank. Von der wissenschaftlichen Seite her beleuchtete Michael Diener vom ibi research Institut in Regensburg den eCommerce. Im Rahmen diverser Studien ging man den Fragen nach: Welche Standards setzen die großen Onlineshops? Harald Frank von der Travian Games GmbH beantwortete am Beispiel „Truck Nation“ die Frage, wie eCommerce mit digitalen Gütern in Online Games funktioniert. Abgeschlossen wurde die Vortragsreihe durch Robert Müller, Director IT bei mymuesli. Von der Grundidee, über den ersten Onlineshop, den ersten Store, den Sprung in den Einzelhandel bis in die Gegenwart, beleuchtete Müller die wichtigsten Meilensteine des Unternehmens.

Die eCommerce-Nacht ist eine Veranstaltung in Kooperation zwischen der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden und dem Unternehmen fotopuzzle.de. Neben Norbert Weig,Gründer von fotopuzzle.de, übernahm der erst kürzlich fürs E-Commerce-Management an die OTHAmberg-Weiden berufene Prof. Dr. Marco Nirschl die Leitung des Abends.

OTV-Beitrag (Quelle: www.otv.de)

Fakultät Betriebswirtschaft: A/B-Testing im E-Commerce

Wie reagieren Kunden auf leichte Umstellungen im Onlineshop? Was geschieht mit der Wirkung eines Newsletters, wenn Grafik oder Text minimal verändert werden? Und vor allem: Wie kann man den Effekt von Online-Kommunikation testen, bewerten und optimieren? Viele Fragen, auf die 40 Studierende des Studiengangs Handels- und Dienstleistungsmanagement jetzt die Antworten kennen. Sie haben einen Gastvortrag über A/B-Testing an der OTH in Weiden besucht.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gastvortrags: A/B-Testing im E-Commerce

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gastvortrags: A/B-Testing im E-Commerce

Gastredner Markus Zierhut, Leiter des Bereiches Web-Development and Operations der Re-In Retail International GmbH in Nürnberg

Gastredner Markus Zierhut, Leiter des Bereiches Web-Development and Operations der Re-In Retail International GmbH in Nürnberg

Die Studierenden der Vertiefungen Handelsmanagement und E-Commerce Management erhielten Praxiswissen aus erster Hand: Markus Zierhut ist Leiter des Bereiches Web-Development and Operations der Re-In Retail International GmbH in Nürnberg. In seinem Gastvortrag sprach er über „A/B-Testing – ein kontinuierlicher Prozess zur Verbesserung unter Einbeziehung des Kunden im E-Commerce“.

Am Anfang ging er kurz auf die Theorie des A/B-Testings ein. Bei diesem Verfahren werden zwei oder mehrere Versionen einer Software, einer Homepage oder eines Newsletters gegenübergestellt. Die spannende Frage ist nun: Welche Variante kommt beim User besser an, steigert das Besucheraufkommen der Website oder erzielte eine gewünschte Reaktion? Das lässt sich am besten anhand von Beispielen beantworten – und von denen hatte Markus Zierhut einige mitgebracht, direkt aus der Praxis der Web-Shops voelkner, digitalo und SMDV.

Er stellte heraus, wie Kunden dieser Online-Shops beispielsweise auf die Umstellung des Zahlungsprozesses oder die Anpassung auf mobile Endgeräte (responsive design) reagieren und welche Auswirkungen das auf die durchschnittliche Besuchszeit der Seite und den durchschnittlichen Umsatz hat. Die Studierenden bekamen außerdem Einblicke in den firmeninternen Optimierungsprozess und erfuhren, welche Online-Dienste und -Tools man nutzen kann, um Kundenreaktionen zu testen und auszuwerten. Dabei war es spannend zu erfahren, wie der Online-Händler die Testergebnisse nutzt und gewinnbringend umsetzt.

Nach dem Vortrag ging Markus Zierhut ausführlich auf die Fragen der Studierenden ein. Darüber hinaus informierte er zusammen mit seiner Kollegin Julia Meier von Conrad Electronic über Praktika, Abschlussarbeiten, Trainee-Programm und Jobchancen beim Online-Händler Re-In und dem Multi-Channel-Händler Conrad.

Der Gastvortrag wurde in Rahmen des Studiengangs Handels- und Dienstleistungsmanagement durchgeführt. Markus Zierhut hat die OTH Amberg-Weiden auf Einladung der Vizepräsidentin Prof. Dr. Christiane Hellbach und Prof. Dr. Marco Nirschl, beide Fakultät Betriebswirtschaft, besucht.

Fakultät Betriebswirtschaft: Absolventenverabschiedung

21.06.2016
6.300 Stunden oder rund 788 Arbeitstage in der Regelstudienzeit von 3,5 Jahren, das ist die Zeit, die Bachelor-Studierende rechnerisch in ihr Studium investieren – für Vorlesungen, Prüfungsvorbereitungen, Bücher lesen oder Arbeiten schreiben. Zugegeben: Der Aufwand und die Anforderungen sind hoch, umso wertvoller ist am Ende das Ergebnis – der Abschluss der OTH Amberg-Weiden. Und den erhielten am vergangenen Freitag die Absolventinnen und Absolventen der Fakultät Betriebswirtschaft an der OTH Amberg-Weiden in Weiden.Beitrag lesen

Berufsbegleitendes Studium: Erste Absolventen erhalten Bachelor-Zeugnisse

Das Beispiel beweist – die Gleichung „Job plus Studium ist gleich Erfolg“ geht auf. Am vergangenen Freitag verabschiedete Studiengangsleiter Prof. Dr. Ralf Krämer aus der Fakultät Betriebswirtschaft die ersten Absolventinnen und Absolventen des berufsbegleitenden Studiengangs Handels- und Dienstleistungsmanagement.

Prof. Dr. Ralf Krämer mit den ersten Absolventinnen und Absolventen des berufsbegleitenden Studiengangs Handels- und Dienstleistungsmanagement

Prof. Dr. Ralf Krämer mit den ersten Absolventinnen und Absolventen des berufsbegleitenden Studiengangs Handels- und Dienstleistungsmanagement

In der vergangenen Woche überreichte Studiengangsleiter Prof. Dr. Ralf Krämer sechs von insgesamt sieben ersten Absolventinnen und Absolventen ihre Bachelorurkunden: Bianca Anneliese Bock, Thorsten Friedl, Andreas Hagn, Daniel Lippert, Monika Maile und Eugen Zimmermann.

In seiner Ansprache würdigte Prof. Dr. Ralf Krämer die Leistungen der Studierenden und hob hervor, dass es eines besonderen Engagements bedürfe, neben dem Berufsleben ein Studium zu absolvieren. Das berufsbegleitende Studium an unserer OTH Professional sei eine wunderbare Möglichkeit für Berufstätige, einen akademischen Abschluss zu erlangen. Die Studierenden müssten so nicht auf eine fundierte Berufserfahrung und ein Einkommen verzichten und steigerten zusätzlich ihre Karrierechancen enorm.

„Das im Wintersemester 2011/2012 eingeführte Studienmodell liegt voll im Trend, denn lebenslanges Lernen spielt eine immer wichtigere Rolle in unserer komplexen Arbeitswelt“, so Krämer. Mit diesem Modell ist aber nicht nur Berufstätigen gedient. Auch Firmen in der Region profitieren auf diesem Wege von gut qualifizierten Fachkräften mit hohem Praxis-Know-how.

Der Erfolg der Absolventinnen und Absolventen gibt dem Studienmodell Recht und zeigt, dass es möglich ist, neben der Arbeit ein Studium in überschaubarer Zeit abzuschließen. Und es zeigt außerdem, dass die OTH Amberg-Weiden genau der richtige Ort dafür ist. „Denn wir bieten unseren berufsbegleitend Studierenden beste Studienmöglichkeiten und tun alles, um sie auf ihrem Weg zum Erfolg optimal zu unterstützen.“

Alumni-Treffen: Vertiefung Industrielles Dienstleistungsmanagement

Wieder einmal Campusluft schnuppern, sich mit den ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie den Professoren austauschen und gemeinsam feiern – da ließen sich Alumni, Studierende und Lehrende der Vertiefung Industrielles Dienstleistungsmanagement im Studiengang Handels- und Dienstleistungsmanagement nicht zweimal bitten. Sie feierten einen Abend lang die – in ihren Augen – erstrebenswerteste aller Vertiefungsrichtungen.

Alumni und Studierende der Vertiefungsrichtung Industrielles Dienstleistungsmanagement im Studiengang Handels- und Dienstleistungsmanagement

Alumni und Studierende der Vertiefungsrichtung Industrielles Dienstleistungsmanagement im Studiengang Handels- und Dienstleistungsmanagement

„Das Studium ist ein unvergesslicher Lebensabschnitt, an den ehemalige Studierende gerne zurückdenken.“ Dass diese Behauptung für die Alumni der Vertiefungsrichtung Industrielles Dienstleistungsmanagement nicht nur eine Mutmaßung ist, bewiesen ca. 75 Alumni und Studierende. Sie folgten der Einladung der beiden Professoren Dr. Günter Schicker und Dr. Johann Strassl zu einem gemeinsamen Treffen am Campus der OTH Amberg-Weiden in Weiden.

Ziel war es, einen Abend völlig frei von Fachvorträgen, Expertenrunden und offiziellen Festakten zu gestalten. Stattdessen gelang es dem Organisationsteam, bestehend aus einer Handvoll Alumni und den beiden Professoren, ein Ambiente zu schaffen, „in dem sich die verschiedenen Kohorten ungezwungen kennenlernen, sich austauschen und netzwerken konnten“.

Um festzustellen, wer derzeit wo seinen beruflichen Lebensmittelpunkt hat, positionierten sich die ehemaligen OTH-Studierenden zu Beginn in einer gedachten Landkarte. Ob in der Nähe, im angrenzenden Ausland oder auf einem anderen Kontinent, es waren sämtliche Werdegänge vertreten. Die Alumni berichteten beispielsweise von Jobs in den nahen Metropolregionen wie Nürnberg, dem Masterstudium an der Universität Tilburg in den Niederlanden, dem Job bei Porsche in Kalifornien oder der Promotion in St. Gallen. Dabei war nicht nur interessant zu sehen, was aus den ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen geworden ist. Gerade die derzeit Studierenden bekamen durch individuelle Erfahrungsberichte wichtige Eindrücke, welche Wege ihnen nach dem Studium offen stehen.

Die Vertiefung Industrielles Dienstleistungsmanagement, die im Jahr 2010 aus dem Studiengang Handels- und Dienstleistungsmanagement heraus entstand, verabschiedete bisher rund 140 Absolventinnen und Absolventen. 2012 wurde die Arbeit der Professoren Dr. Johann Strassl und Dr. Günter Schicker für die Konzeption und die innovative, didaktische Ausgestaltung eben dieser Vertiefungsrichtung vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus mit dem „Preis für herausragende Lehre an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften“ gewürdigt.

Die Qualität der Lehre, der offene und unkomplizierte Umgang zwischen Lehrenden und Studierenden sowie die praxisnahe Ausbildung sind nur einige der Gründe, warum unsere Alumni über ihr Studium hinaus vielseitig mit der Hochschule verbunden bleiben. In vielen Fällen stehen sie bei den „Karriere-Gesprächen“ beratend zur Seite und helfen bei der Suche nach Praktikumsplätzen oder Jobs. Bei Messen wie dem jährlich an der Hochschule stattfindenden careerday repräsentieren unsere Ehemaligen ihre Arbeitgeber und geben Einstiegstipps. In einigen Fällen engagieren sie sich als Lehrbeauftragte und Fachreferenten, Prof. Dr. Günter Schicker kam sogar als Professor wieder an die Hochschule zurück.

Hungrig vom regen Austausch wurden die Anwesenden vom Team der Coffee Lounge mit Salaten und Gegrilltem versorgt. Als Dank für einen gelungenen Abend überreichten die Alumni und Studierenden ihren Professoren und Mentoren ein Fotoalbum. In diesem fingen sie neben den Eindrücken des Treffens und witzigen Anekdoten aus dem Studium auch die beliebtesten Sprüche der beiden Professoren aus ihrer Studienzeit ein.

Projekt mit der Krones AG

Mitarbeitende im Field Service international qualifizieren – Diese Thematik untersuchten Studierende der Vertiefungsrichtung Industrielles Dienstleistungsmanagement im Studiengang Handels- und Dienstleistungsmanagement für die Krones AG. Bei der Ergebnispräsentation lauschten Vorstand und Führungskräfte gespannt den Verbesserungsvorschlägen.

Krones-Projektbeteiligte mit den Studierenden und Professoren

In welchen Bereichen bestehen Qualifizierungsbedarfe? Welche Weiterbildungsmaßnahmen für Servicetechniker sind zielführend? Wie machen das vergleichbare Unternehmen? Was sollte im bisherigen Weiterbildungsprozess angepasst und optimiert werden? Diesen Fragen stellten sich die Studierenden im Auftrag der Krones AG im Rahmen des Moduls „Service Engineering“. Gemäß deren Ansatz des Team-Teaching wurden die Studierenden dabei von beiden ihrer Professoren, Dr. Günter Schicker und Dr. Johann Strassl, betreut.

Die Zielsetzung bestand darin, die Weiterbildung der Servicetechniker gemeinsam mit den Kollegen des Bereichs Central Field Service der Krones AG im Sinne eines Audits zu untersuchen. Für das Projekt, welches durch die Krones-Mitarbeiter vorbildlich vorbereitet und unterstützt wurde, traf man sich zu mehreren gemeinsamen Workshops in Neutraubling und Weiden. Diese wurden von den Studierenden vorbereitet, moderiert und nachbereitet. Sie arbeiteten Optimierungspotenziale heraus und recherchierten Best Practice Beispiele aus anderen Firmen. Ende Juni präsentierten sie ihre Ergebnisse vor Führungskräften der Krones AG, darunter auch der Vorstand für das Ressort Service und Operations, Markus Tischer.

Bei anschließenden Abschlussessen Im Casino stießen die Krones-Projektbeteiligten mit den Studierenden und Professoren auf das erfolgreiche Projekt an.

Projekt: Tillenberg touristisch vermarkten

Die höchst gelegene Zoiglstube der Welt, eine Paintball-Spielwiese oder eine Downhill-Strecke für Mountainbiker – die Kreativität unserer Studierenden und der Neualbenreuther kannte keine Grenzen. Im Modul „Service Learning Projekte“ präsentierten sie Bürgermeister Klaus Meyer in Neualbenreuth ihre Ideen für das geplante Naherholungsgebiet Tillenberg.

Bürgermeister Klaus Meyer überreichte Anna Birker stellvertretend für alle anwesenden Studierenden der OTH Amberg-Weiden einen Brotzeit-Korb und bedankte sich für die hervorragende Arbeit. (Foto: Der Neue Tag/enz)

Bürgermeister Klaus Meyer überreichte Anna Birker stellvertretend für alle anwesenden Studierenden der OTH Amberg-Weiden einen Brotzeit-Korb und bedankte sich für die hervorragende Arbeit. (Foto: Der Neue Tag/enz)

Kursteilnehmer/innen und ihre Dozenten

Kursteilnehmer/innen und ihre Dozenten

Der Kurs Service Learning Projekte (SLP) wurde im Sommersemester 2016 zum ersten Mal an der Hochschule angeboten. Er fördert sowohl den Praxisbezug der Hochschullehre als auch die Partizipation von Studierenden an der demokratischen Gestaltung des öffentlichen Lebens. Die Professoren Dr. Johann Strassl und Dr. Günter Schicker (beide Fakultät Betriebswirtschaft) konzipierten den Kurs so, dass sie zusammen mit Dr. Bernd Hilgarth und den Studierenden jeweils ein Projekt aus den Bereichen Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeit oder Regionalförderung bearbeiten. Auftraggeber sind dabei Partner aus der Region.

In diesem Semester wurden die 13 Kursteilnehmer/innen und ihre drei Dozenten vom Neualbenreuther Bürgermeister Klaus Meyer damit betraut, den Tillenberg touristisch zu vermarkten. Er sehe in der Erschließung des Tillenbergs eine große Chance für die Region, sowohl für den Tourismus als auch für die grenzüberschreitende Vernetzung, so Meyer.

Die Studierenden arbeiteten eng mit den Interessensgruppen vor Ort zusammen. In Interviews fühlten Sie den Neualbenreuthern und Gästen der Marktgemeinde auf den Zahn. Es wurde genauestens dokumentiert, was diese und auch Interessensgruppen wie z.B. Kommunalpolitiker, der Oberpfälzer Waldverein oder tschechische Partner sich wünschten.

In einem gemeinsamen Workshop mit den Interessengruppen wurde ein Kriterienkatalog entwickelt anhand dessen die Ideen für eine grenzüberschreitende und sanfte Erschließung des Naherholungsgebietes Tillenberg bewertet werden können. Ob Hochseilgarten, Paintball-Eldorado oder ein Offroad-Park für Funsportler, der Gemeinderat staunte bei der Abschlusspräsentation am 14.Juli über die Kreativität der Bürger, der Interessensgruppen und der Studierenden. Selbstverständlich blieben auch familienfreundliche Angebote wie ein Familien-Camping-Areal oder der Streichelzoo am Tillenberg bei der Ideenfindung nicht aus.

Die detaillierten Vorschläge wurden von den Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern um Zukunftsszenarien ergänzt. Es bleibt abzuwarten, für die Umsetzung welcher Idee(n) sich die Neualbenreuther entscheiden. Sie können dank der erfolgreichen Kooperation nun aus dem Vollen schöpfen.

Preis der Deutschen Bundesbank: Verleihung mit Gastvortrag

Auszeichnung für hervorragende Leistungen: Am Dienstag vergangener Woche prämierte die Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Bayern die Bachelorarbeiten einer Absolventin der OTH Regenburg und eines Absolventen der OTH Amberg-Weiden. Franz Josef Benedikt, Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Bayern, übergab die Preise bei einer feierlichen Veranstaltung in der OTH Amberg-Weiden am Standort Weiden. In seinem Gastvortrag bewies er, wie spannend europäische Finanz- und Wirtschaftspoltik sein kann.

Prof. Dr. Franz Seitz, Prof. Dr. Horst Rottmann, Daniel Seebauer, Franz Josef Benedikt, Lisa Schmidt, Prof. Dr. Gerhard Rösl

Prof. Dr. Franz Seitz, Prof. Dr. Horst Rottmann, Daniel Seebauer, Franz Josef Benedikt, Lisa Schmidt, Prof. Dr. Gerhard Rösl

Franz Josef Benedikt, Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Bayern, bei seinem Gastvortrag

Franz Josef Benedikt, Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Bayern, bei seinem Gastvortrag

Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug begrüßte die Gäste.

Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug begrüßte die Gäste.

Prof. Dr. Franz Seitz, Fakultät Betriebswirtschaft

Prof. Dr. Franz Seitz, Fakultät Betriebswirtschaft

Prof. Dr. Horst Rottmann, Fakultät Betriebswirtschaft, bei seiner Laudatio auf den Preisträger Daniel Seebauer

Prof. Dr. Horst Rottmann, Fakultät Betriebswirtschaft, bei seiner Laudatio auf den Preisträger Daniel Seebauer

Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug und Prof. Dr. Franz Seitz, beide OTH Amberg-Weiden, begrüßten die Gäste. Franz Josef Benedikt zeichnete Lisa Schmidt, OTH Regensburg, für ihre Bachelorthesis „Geschäftsmodellanalyse von Banken“ aus; Daniel Seebauer, OTH Amberg-Weiden, erhielt den Preis für seine Arbeit über „Die Schätzung der Zinsstrukturkurve mit dem Nelson-Siegel-Svensson-Verfahren“. Vorab hielten Prof. Dr. Gerhard Rösl, OTH Regensburg, und Prof. Dr. Horst Rottmann, OTH Amberg-Weiden, eine kurze Laudatio auf die Preisträgerin bzw. den Preisträger.

In seinem Gastvortrag sprach Franz Josef Benedikt über „Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise: Handlungsoptionen für Geld- und Finanzpolitik“. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Zentralbanken der Industrieländer betreiben seit längerer Zeit eine Niedrigzins-Politik. Ihr Ziel: Liquidität in den Markt pumpen, um die Investitionsschwäche zu überwinden sowie das Wirtschaftswachstum und in letzter Konsequenz die schwache Preisentwicklung im Euroraum anzukurbeln. Doch die Rechnung geht nicht auf, die Kreditnachfrage springt kaum an. „Die Tränke ist voll, aber die Pferde saufen nicht“, sagt Franz Josef Benedikt. „Mit lockerer Geldpolitik allein kann kein nachhaltiges Wachstum erzeugt werden.“

Laut Franz Josef Benedikt muss das Vertrauen in die Staatshaushalte und in die Europäische Währungsunion wieder hergestellt werden. Dafür hätten die Staaten ihre Hausaufgaben zu machen, u. a. für solide öffentliche Finanzen sorgen, investitionsfreundliche Steuersysteme einführen, Bürokratie abbauen und den Arbeitsmarkt liberalisieren.

Auf europäischer Ebene gibt es, so Franz Josef Benedikt, zwei Wege: Alternative Eins, die Fiskalunion, also eine gemeinsame europäische Finanzpolitik, sei unwahrscheinlich. Deshalb bleibe nur, und das ist Alternative Zwei, die strikte Einhaltung des Maastricht-Vertrags. Franz Josef Benedikt plädiert für eine Rückkehr zum geltenden Ordnungsrahmen: „Es geht nicht, dass die einzelnen Staaten der Europäischen Währungsunion autonom handeln, Schulden und Risiken aber zunehmend vergemeinschaften wollen.“

Die Hauptverwaltung in Bayern der Deutschen Bundesbank stiftet seit 2015 Preise für die besten Abschlussarbeiten auf den Gebieten Finanzmarktanalyse und Geldpolitik – die Preisträgerinnen und Preisträger werden von Volkswirtschaftsprofessoren der Hochschulen Amberg-Weiden, Aschaffenburg, Regensburg und Ingolstadt ausgewählt und vorgeschlagen.

Impressum

Herausgeber: Fakultät Betriebswirtschaft
V.i.S.d.P.: Dekan Prof. Dr. Wolfgang Renninger

Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Renninger
OTH Amberg-Weiden, Fakultät Betriebswirtschaft
Hetzenrichter Weg 15, 92637 Weiden i. d. Opf.

Tel.: +49 (0)961 382-1315
E-Mail:w.renninger@oth-aw.de
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