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Das Projekt „5G4Healthcare“

Ziele

Mit dem Projekt 5G4Healthcare soll eine Plattform entstehen, auf der in „Living Labs“ (Realumgebungen) und „Testbeds“ auf Basis der 5G-Technologie digitale Anwendungen in Szenarien der ländlichen Gesundheitsversorgung entwickelt, erprobt und evaluiert werden können. Den Startpunkt stellen dabei zwei ausgewählte Use Cases dar, in denen anhand beispielhafter Szenarien herausgearbeitet werden soll, welcher Mehrwert und welche Effekte sich durch digitale Lösungen in der Gesundheitsversorgung realisieren lassen und welches zusätzliche Potenzial durch die 5G-Technologie erschlossen werden kann.
 

Use Case „Integrierte Versorgung“

Im Use Case „Integrierte Versorgung“ soll ein konsequent Digital-Health-gestützter integrierter medizinischer Versorgungsansatz – sowohl mit ambulanten als auch stationären Strukturen – im ländlichen Raum umgesetzt werden. Dabei kommen beispielsweise elektronische Akten und telemedizinische Verfahren zum Einsatz, die eine ortsungebundene Verfügbarkeit der Patientendaten ermöglichen und konkrete Maßnahmen der telemedizinischen Therapie und Diagnostik (Telekonsil) realisieren. Angestrebt wird ein virtuelles Versorgungszentrum, komplementär zu einem herkömmlichen medizinischen Versorgungszentrum, welches eine permanent verfügbare, hochqualitative und effiziente Versorgung durch Experten ermöglichen soll.
 

Use Case „häusliche Pflege“

Im zweiten Use Case „häusliche Pflege in Verbindung mit Ambient Assisted Living (AAL)“ wird unter Einbeziehung aller VertreterInnen des ambulanten Sektors ebenfalls ein konsequent Digital-Health-gestützer Ansatz umgesetzt, der explizit die häusliche Pflege und Versorgung im ländlichen Raum adressiert. Aufgrund der dezentralen Infrastruktur und unzureichender direkter Kommunikation Arzt-Patient-Apotheke-Sanitätshaus-Pflegedienst-Krankenkasse ist die derzeitige Versorgung häuslich gepflegter Patientinnen und Patienten im ländlichen Raum langwierig, fehlerbehaftet und somit ineffizient. Zur Optimierung der Logistik um den häuslich gepflegten Patienten wird eine Kommunikationsplattform in Form eines innovativen, mobilen IT-Kollaborations-Tools errichtet, in der Arzt, Apotheke, Sanitätshaus, Pflegedienst und Patient/Angehöriger eingebunden sind. Ergänzt werden soll die Infrastruktur für die involvierten Akteure durch den Einsatz von Assistenzlösungen und „smart Devices“ für ein selbstbestimmtes Leben im Alltag sowie Automatisierungslösungen in der Pflege und Versorgung der Patienten.
 

Living Labs

An vier lokalen Standorten in klinischen Versorgungseinrichtungen entstehen „Living Labs“, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten in den beiden Anwendungsszenarien „Integrierte Versorgung“ und „Homecare“ involviert sind. Bei den Standorten der „Living Labs“ handelt es sich um das Klinikum Weiden, das Krankenhaus Vohenstrauß, die Gesundheitsakademie NEW LIFE in Neustadt an der Waldnaab und die Pflegeeinrichtung Sankt Laurentius in Eschenbach. Dort werden jeweils die zu untersuchenden Szenarien der übergeordneten Use Cases in parallel laufenden Workstreams evaluiert und somit ein mehrdimensionaler Bewertungsansatz realisiert.

 

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