Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Projektübersicht

Konzept

Auf Basis der Bildungsziele des Verbunds der Ostbayerischen Technischen Hochschulen werden die beiden Hochschulen im BMBF-Projekt OTH mind ein über die Region angelegtes Maßnahmenkonzept für lebenslanges Lernen in modularen Strukturen mit verschiedenen Partnern in Behörden, Verbänden und Unternehmen entwickeln.

Mit diesem Konzept stellen sich die Hochschulen den grundlegenden Herausforderungen der Hochschulregion:

Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen hochschulischer und beruflicher Bildung,

Eröffnung von Anschlüssen an hochschulische und berufliche   Bildungsmöglichkeiten auf allen Ebenen der beruflichen Entwicklung sowie

Verbesserung der praktischen Nutzbarkeit von Studienangeboten im ingenieur-naturwissenschaftlichen Bereich an allen Stellen, an denen einmMismatch zwischen dem individuellen Bildungsstand und der Nachfrage auf dem regionalen Arbeitsmarkt besteht.

Die vorgesehenen Maßnahmen leisten einen entscheidenden Beitrag zum Aufbau offener Hochschulen, mit einem auf die Bedürfnisse der Region abgestimmten Weiterbildungsangebot auf Hochschulniveau und der Beteiligung der relevanten Akteure des Arbeitsmarktes. Bildungschancen für Frauen bilden dabei ein Querschnittsthema, das einerseits aus struktureller Sicht (z. B. Anschlussmöglichkeiten nach beruflicher Auszeit), andererseits auch aus fachlicher Sicht (Frauen in MINT-Berufen) eine zentrale Rolle für das Konzept darstellt.

Projektziele

Das Verbundprojekt OTH mind wird bis 2018 modulare Bildungsangebote auf Hochschulniveau entwickeln, die es unterschiedlichen Zielgruppen ermöglichen, sich nach individuellen Bedürfnissen – aber auch orientiert an den Bedarfen der regionalen Wirtschaft - akademisch weiterzubilden.

Die Teilziele definieren sich hierbei wie folgt:

  • Entwicklung neuer Formen der Vernetzung von hochschulischen Bildungsangeboten mit beruflicher Bildung, um die Anzahl von beruflich qualifizierten Studierenden zu erhöhen, Chancen von Studienabbrecher/innen zu verbessern und die praxisorientierte Ausbildung zu fördern, indem bestehende Studienformate erweitert und neue konzipiert werden
  • Schaffung von inhaltlich und zeitlich angepassten Weiterqualifizierungsangeboten für den beruflichen Wiedereinstieg, beispielsweise von Personen mit Familienpflichten und Arbeitssuchenden
  • Nutzung von Synergien aus Weiterbildung und Wissenstransfer, um dem Bedarf nach fortlaufender Kompetenzentwicklung innovationshaltiger Arbeitsplätze zu entsprechen 
  • Etablierung neuer Beratungs- und Betreuungsstrukturen für Weiterbildungsteilnehmer/innen

Forschungsteilbereiche und Querschnittsaufgabe

Diesen Zielgruppen widmet sich jeweils einer von sechs Forschungsteilbereichen. In diesen Bereichen sollen die möglichen Maßnahmen wissenschaftlich fundiert und praxisorientiert aufgearbeitet werden. Folglich kann durch eine modellhafte Implementierung zu einer Verbesserung der Bildungsstrukturen in der Oberpfalz beigetragen werden. Damit eine bessere Umsetzung und Vernetzung der Forschungsteilbereiche ermöglicht werden kann, werden diese durch die Querschnittsaufgaben Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement unterstützt.

Aufbauend auf gesetzlichen Entwicklungen seit 2009, die beruflich Qualifizierten den Zugang zu bayerischen Hochschulen eröffnen, stellt sich der Forschungsteilbereich „Echte Durchlässigkeit für beruflich Qualifizierte“ der Aufgabe, die Durchlässigkeit  zwischen dem beruflichen und akademischen Bildungssystem weiter zu erhöhen. Zentrales Anliegen dieses Bereichs ist dabei, Maßnahmen an den  Ostbayerischen Technischen Hochschulen Amberg-Weiden und Regensburg zu erforschen, die den Hochschulzugang für diese Gruppe erleichtern: Wie kann die Hochschule und ihr Angebot ergänzt bzw. weiterentwickelt werden und wie müssen Bildungsmaßnahmen an der Hochschule gestaltet sein, um den Bedürfnissen und Interessen von beruflich Qualifizierten zu entsprechen?

Um diese Thematik mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu untermauern, kommen im Forschungsteilbereich beruflich Qualifizierte selbst zu Wort. In Befragungen von Teilnehmern von bestehenden Vorbereitungskursen  sowie in größeren Bedarfserhebungen mit Bildungspartnern in der Oberpfalz werden u.a. die folgenden Fragen untersucht:

  • Interessieren sich beruflich Qualifizierte generell für ein Studium und finden sie sich in den Studienmöglichkeiten der Hochschulen wieder?
  • Wie müssen vorbereitende Angebote gestaltet sein, damit sie einen erfolgreichen Studieneinstieg ermöglichen?
  • Welche Hürden müssen beruflich Qualifizierte nehmen, um ihr Studieninteresse zu verfolgen und wie kann die Hochschule sie dabei unterstützen?

Ziele:

  • Entwicklung von modularen Vorbereitungsangeboten, die aus kleineren, sich inhaltlich ergänzenden Teilen individuell zusammengestellt werden können
  • Orientierung an den Bedarfen beruflich Qualifizierter, indem die individuelle Lebenssituation (z.B. Berufstätigkeit, Familie) und durchlaufene Bildungswege (u.a. Ausbildung, Aufstiegsfortbildung) berücksichtigt werden
  • Flexibilisierung der Angebote durch verstärkte Integration von Blended Learning und Onlineangeboten sowie durch berufsbegleitende Formate
  • Stärkere Berücksichtigung von Kompetenzen, die im Vorfeld des Studiums erworben wurden, durch die Etablierung von Anrechnungsregelungen

Erste Ergebnisse können hier eingesehen werden.

Der Abbruch eines Hochschulstudiums ist seit einiger Zeit ein äußerst brisantes hochschulpolitisches Thema in Deutschland. Laut einer vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) durchgeführten Untersuchung brechen rund 28 % aller Studienanfänger/innen im Bachelorstudium das Studium vorzeitig ab. Vor allem in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen ist der Anteil derjenigen, die die Hochschule ohne einen Studienabschluss verlassen besonders hoch.

Auch die Ostbayerischen Technischen Hochschulen (OTH) Regensburg und Amberg-Weiden bilden seit Jahrzenten Ingenieure/innen für den regionalen Arbeitsmarkt aus und setzen sich zunehmend mit der Thematik "Studienabbruch" auseinander.

Im Rahmen des Forschungsteilbereichs "Anschlussmöglichkeiten für Studienabbrecher/innen" soll die Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung im technischen Bereich gesonderte Berücksichtigung finden. Sowohl im Handwerk als auch im Bereich Industrie und Handel werden Studienabbrecher/innen bereits seit längerem als attraktive Zielgruppe für die (duale) berufliche Ausbildung wahrgenommen. In diesem Zusammenhang werden in Kooperation mit der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer Modelle entwickelt, welche Studienabbrecher/innen beim Übergang in die berufliche Aus- bzw. Fortbildung unterstützen. Ziel dabei ist es, die im Studium erworbenen Kompetenzen für die berufliche Aus- bzw. Fortbildung im Sinne einer "umgekehrten Anrechnung" verwertbar zu machen.

Ein weiterer zentraler Punkt liegt in der Konzeption adäquater Beratungs- und Vermittlungsangebote für die Zielgruppe. Mit Hilfe dieser Angebote soll eine Lücke in den beruflichen Beratungsangeboten geschlossen werden, denn vor allem Studienabbrecher/innen werden durch die bereits etablierten Beratungsangebote kaum angesprochen. Hierbei geht es vor allem darum, (potenzielle) Studienabbrecher/innen in Bezug auf ihre Chancen und Möglichkeiten zu beraten. Darüber hinaus sollen Studienabbrecher/innen beim Übergang in die (duale) berufliche Ausbildung unterstützt werden. Eine besondere Herausforderung liegt hierbei in der Vernetzung aller beteiligten Akteure (IHK, HWK, Agenturen für Arbeit, Hochschulen).

Neben der Entwicklung von Übergangsszenarien in die berufliche Aus- bzw. Fortbildung werden zudem Wege erarbeitet, welche den Wiedereinstieg in ein Studium zu einem späteren Zeitpunkt ermöglichen. In diesem Zusammenhang ist eine enge Koppelung an die Maßnahmenpakete zur Studienvorbereitung (Forschungsteilbereich "Durchlässigkeit für beruflich Qualifizierte") und zur Förderung einer nachhaltigen regionalen Fachkräftestruktur (Forschungsteilbereich "Förderung der Fachkräftestruktur") vorgesehen.

Ziele:

  • Entwicklung passgenauer und bedarfsorientierter Übergangsszenarien aus spezifischen Studiengängen in die (duale) berufliche Aus- bzw. Fortbildung
  • Konzeption adäquater Beratungs- und Vermittlungsangebote für Studienabbrecher/innen
  • Unterstützung von Studienabbrecher/innen beim Wiedereinstieg in das Studium

Erste Ergebnisse können hier eingesehen werden.

Die ostbayerische Wirtschaftsregion weist in vielen Clustern herausragende Strukturen und Technologien auf (Automotive, Mechatronik und Automation, Sensorik usw.).            

Wir haben in der Region viele "Hidden Champions", die im ostbayerischen Wirtschaftsraum attraktive berufliche Karrieren für Akademiker/innen ermöglichen. Dennoch sehen wir in unserer Region das Phänomen, dass eine Arbeitsmarktlücke bei gleichzeitiger Arbeitslosigkeit im Ingenieurbereich besteht.

Die Ostbayerischen Technischen Hochschulen bilden seit Jahrzehnten Ingenieur/innen für den regionalen Arbeitsmarkt im Erststudium aus. Wir sehen uns über die Phase des Hochschulstudiums hinaus aber in der Verantwortung, Ingenieur/innen und Alumni unserer Hochschulen in allen Lagen des beruflichen Lebenszyklus passgenaue Angebote anzubieten, die eine Re- bzw. Weiterqualifizierung für den Arbeitsmarkt ermöglichen. Besonders Frauen mit Familienpflichten, ältere Ingenieur/innen und Menschen mit Migrationshintergrund finden nach einer Beschäftigungspause in technisch-akademischen Berufen schwer oder gar keinen Wiedereinstieg. Dies liegt zum einen daran, dass technisches Wissen immer schneller veraltet, zum anderen daran, dass familiär gebundene Personen naturgemäß weniger flexibel bei der Arbeitsplatzwahl sein können. Ein erfolgreicher Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt bedingt daher insbesondere ein akademisches Update des Wissensstandes sowie flankierende Unterstützung. Kontinuierliche Weiterbildung auf akademischem Niveau im Ingenieurbereich während der Erwerbungsunterbrechung als institutionelles Begleitangebot, findet in unserer Region bisher nicht statt.

Um das große Potenzial an hoch qualifizierten Akademiker/innen für unsere Region zu nutzen, werden wir in diesem Forschungskomplex der Herausforderung nachgehen, wie graduierte Personen im regionalen Arbeitsmarkt nach beruflichen Auszeiten verschiedener Art wieder Fuß fassen können. Dabei geht es vor allem um eine begleitende Weiterbildung auf akademischem Niveau, die bereits während der Erwerbungsunterbrechung stattfindet. Dies geschieht durch modulare Bildungsangebote, die eine größtmögliche Flexibilität ermöglichen und damit einerseits Personen in der beruflichen Auszeit situativ gerecht werden und andererseits auf die Bedarfe der Wirtschaftscluster der Region abgestimmt sind.

Ziele:

  • Weiterbildung für bestimmte Zielbranchen im Cluster respektive im regionalen Wirtschaftssektor
  • Erleichterung des Wiedereinstiegs durch Bildungsangebote auf akademischem Niveau während - nicht nach -der Erwerbsunterbrechung
  • Rückkopplung der Bedürfnisse regionaler Unternehmen mit der Weiterbildung der OTH vor Ort
  • Besondere Berücksichtigung der Situation von Frauen und Personen mit Familienpflichten

Erste Ergebnisse können hier eingesehen werden.

Kontakt

Die Oberpfalz ist eine vom Mittelstand geprägte Region. Dieser stellt vermehrt technologisch anspruchsvolle Produkte her und bietet Dienstleistungen auf höchstem Niveau an. Die Unternehmen benötigen somit immer höhere technisch-akademische Kompetenzen, um den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Zusätzlich zum reinen Ingenieurbedarf sind hier vor allem auch in hohem Maße hoch qualifizierte beruflich Fortgebildete gefragt. Techniker/-innen und Meister/-innen werden dabei immer mehr gefordert sein und müssen sich permanent auf dem neuesten Stand der Technik und Entwicklung halten.

Um die Region langfristig attraktiv und die wirtschaftliche Struktur trotz des demografischen Wandels stabil zu halten, ist eine systematische und bedarfsorientierte Fachkräfteentwicklung unverzichtbar. Diese muss der konkreten regionalen Situation angemessen sein.

Der voraussichtliche Mangel an Fachkräften, gerade bei KMUs, aufgrund des demographischen Wandels trifft die ostbayerische Wirtschaft besonders stark. Die Ostbayerische Technische Hochschule sieht sich daher in der Pflicht, künftig eine noch stärkere Rolle als Netzwerkknoten innerhalb der regionalen Bildungsstrukturen wahrzunehmen. Dies beinhaltet besonders das Angebot geeigneter Weiterbildungsmöglichkeiten für den regionalen Arbeitsmarkt.

Ziele:

  • Schaffung neuer Weiterbildungsstrukturen und -Angebote für die regionalen Fachkräfte auf akademischem Niveau
  • Erschließung neuer Zielgruppen für die akademische Weiterbildung
  • Verbesserung des „Matchings“ für qualifizierte Fachkräfte durch Weiterbildung und damit Verhinderung von Abwanderung des hochqualifizierten Personals
  • Ausbau der Angebote des lebenslangen Lernens für Berufstätige durch die beiden Verbundpartner in der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH Amberg-Weiden und OTH Regensburg)

Erste Ergebnisse können hier eingesehen werden.

Innovative Lehr- und Lernformen sind für alle Zielgruppen von OTH mind eine notwendige Bedingung, um neben dem Beruf oder Familienaufgaben einen adäquaten Lernerfolg zu erzielen. Neben "klassischer" Lehre installieren die Ostbayerischen Technischen Hochschulen bereits neue Lehr- und Lernangebote, wie z. B. peer instruction und problem based learning. Blended-Learning und E-Learning findet in den MINT-Studiengängen der OTH jedoch bisher nur in unkoordinierter Form statt, wird aber sukzessive auf- und ausgebaut, um den Studierenden qualitativ hochwertige didaktische Mittel zur Verfügung stellen zu können. Ein zeit- und ortsunabhängiges Lernen mit individuellen Kombinationsmöglichkeiten über die vorgesehenen modularen Angebote ist selbstverständliches Ziel dieses Projekts.

Der über E-Learning mögliche Einsatz unterschiedlicher Medien und Aufgabenstellungen in Kombination mit Formen des peer und problem based learnings eignet sich gerade bei der adressierten Zielgruppe besonders, da auf diese Weise unterschiedliche Lerntypen angesprochen werden können und eine individuelle und motivierende Betreuung ermöglicht wird. Hiermit soll insbesondere auch das bei etablierten E-Learning oder Blended-Learning-Konzepten bekannte Problem der fehlenden Selbstmotivation und daraus resultierender hoher Ausfallquoten adressiert werden. OTH mind wird diese Themen unter Einbeziehung des Forschungsstandes auf die konkreten Angebote hin entwickeln. Im Fokus dieses Forschungskomplexes stehen allerdings weitere und besonders für die Zielgruppe dieses Projekts interessante Lehr- und Lernformen. Wir streben eine enge Verknüpfung der Bereiche Forschung & Entwicklung und Weiterbildung an. Innovative Lernformen an F&E-Projekten werden (besonders für berufsbegleitend Studierende) als neue didaktische Ansätze angedacht. Der Wissenstransfer neuer Forschungsergebnisse und Technologien in die berufliche Praxis soll dadurch entscheidend forciert werden.

Dabei rückt nicht nur die individuelle Weiterbildung der beruflich Qualifizierten in den Mittelpunkt, sondern auch neue Formen des Lernens und der Weiterbildung im betrieblichen Kontext. Denkbar sind hier F&E-Module, die außerhalb der Hochschule im "Lernort Unternehmen" angeboten werden. Dieses Angebot dient vor allem als schneller und kompetenter Lösungsansatz für differenzierte technische Probleme im Unternehmen ohne eigene F&E-Einrichtungen. Auf diese Weise wird Expertise aufgebaut, die wiederum in die Weiterbildung zurückfließen kann – Lehrmaterialien werden durch die Studierenden selbst unmittelbar durch die Anwendung vor Ort entwickelt. Die Form der Vernetzung zwischen Mitarbeitern/innen, Unternehmen und Hochschule ist in doppelter Hinsicht reizvoll: Neues Forschungswissen der Hochschulen erreicht umgehend die berufliche Praxis und aktuelle Problemlagen in der Praxis werden an die Hochschulen gespiegelt.

Ziele:

  • Entwurf eines "hands-on-Lernens" am Forschungsprojekt
  • Schnellere Integration von neuem Wissen in die berufliche Praxis
  • Lernort "Unternehmen"

Kontakt

Der Forschungsteilbereich „Spezifische Beratungs- und Betreuungsstrukturen, Gender Mainstreaming und Diversity Management“ ist als ein Querschnittsthema im Projekt angelegt.

Für die verschiedenen Zielgruppen des OTH mind Projektes stellt die work-life-education-balance eine der größten Herausforderungen bei der Teilnahme an einer Weiterbildung dar. Informations-, Beratungs- und Betreuungsangebote haben einen wichtigen Einfluss auf den Weiterbildungszugang, - verlauf und -abschluss und leisten einen großen Beitrag für die erfolgreiche Teilnahme.

Bislang sind die vorhandenen Beratungs- und Betreuungsangebote an Hochschulen vorrangig an die Bedarfe traditionell Studierender ausgerichtet. Die Heterogenität der Weiterbildungsteilnehmer/innen erfordert aber eine Anpassung der bestehenden Serviceleistungen an die zeitlichen und inhaltlichen Anforderungen dieser Zielgruppen.

Anhand von durchzuführenden Studien, sollen die unterschiedlichen Bedarfe der Zielgruppen herausgearbeitet und mögliche Barrieren für die Aufnahme einer akademischen Weiterbildung analysiert werden. Ausgehend von bestehenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten an den beiden Hochschulen OTH Amberg-Weiden und OTH Regensburg, sollen, in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern des Projektes, bestehende Strukturen zielgruppenspezifisch und bedarfsgerecht ausgebaut und/oder neu geschaffen werden.

Die Themen Gender Mainstreaming und Diversity Management werden in allen Forschungsteilbereichen verankert und durch Rückkoppelung mit den Forschungsreferent/innen sichergestellt werden.

Ziele:

  • Ausbau und Schaffung zielgruppenspezifischer und bedarfsgerechter Beratungs- und Betreuungsstrukturen
  • Berücksichtigung von Aspekten des Gender Mainstreamings und Diversity Managements bei der Erforschung und Umsetzung des Projektes OTH mind

Neben der Umsetzung neuer Konzepte in Hinblick auf die genannten Zielgruppen soll der projektinternen Qualitätssicherung besondere Beachtung geschenkt werden. An der OTH Regensburg ist seit mehreren Jahren ein Qualitätssicherungskonzept nach dem EFQM-Modell in Anwendung. Auch die OTH Amberg-Weiden arbeitet auf der Grundlage dieses Modells an einem umfassenden und ganzheitlichen Qualitätsmanagementsystem. Die an beiden Hochschulen eingeführten QM-Strukturen werden im Projekt genutzt, der Aufbau der Projektphasen ist grundsätzlich an einem Qualitätssicherungs-Regelkreis orientiert. Auch im Umkehrschluss wird das Projekt zur Weiterentwicklung des QM-Systems der Hochschulen beitragen, etwa durch die Entwicklung und Dokumentation von Prozessbeschreibungen für die Konzeption, Einrichtung und Vermarktung von neuen Studienangeboten. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die im Projekt entwickelte Best-practice in der späteren Implementierungsphase an der Hochschule nachhaltig verankert werden kann. Das Vorhaben dient auch dazu, in enger Kooperation mit der Projektkoordination ständig zu überprüfen, dass alle einzelnen Teilvorhaben dem Erreichen des Gesamtziels dienen. Gegebenenfalls können Anpassungen angeregt, vorgenommen und begleitet werden. Ein weiterer Aspekt ist die Begleitung der am Projekt beteiligten, hochschulexternen Partner bzgl. Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung.

Kooperationspartner

Nach oben