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Vorstellung KI-ProfessorInnen

1. Für welches Lehrgebiet sind Sie berufen?
Cyberphysische Systeme


2. Wie sieht Ihr Werdegang aus und wie kamen Sie dazu, mit KI zu arbeiten?
Ich habe Informationstechnik mit Schwerpunkt Hochfrequenztechnik in Mannheim und in Frankreich studiert. Nach dem Studium war ich mehr als 15 Jahre in der Forschung und Entwicklung medizinischer Geräte aktiv. Bei der senetics healthcare group, einem innovativen Dienstleistungsunternehmen in der Medizintechnikbranche, war ich in europäischen Forschungsprojekten aktiv, welche sich mit dem Einsatz von KI in vernetzten mobilen Systemen beschäftigt haben. Es ging unter anderem um die KI-unterstützte Auswertung verschiedener Biosignale zur Messung von Blutzucker.


3. Welche Vorlesungen halten Sie derzeit und was lernen die Studierenden darin?

  • Cyberphysische Systeme: Anwendungen, Entwurf und Modellierung cyberphysischer Systeme am Beispiel
  • Projektmanagement: Methoden für agiles Projektmanagement
  • Artificial Intelligence: Aufbau von Robotern und der Einsatz von Algorithmen für deren Steuerung
  • Webtechnologies & Technical Language: Entwurf von Webseiten und relevante Fachbegriffe und deren Bedeutung
  • Informatik: Aufbau von Rechnern, Entwurf von Programmen, Auszüge aus der theoretischen Informatik


4. Welche Bedeutung hat KI in diesem Bereich?
KI ist bei cyberphysischen Systemen eine Technologie. Roboter können autonom werden
und zudem lernen. Dabei ist es auch wichtig verschiedene KI-Techniken zu kennen, welche angepasst an die jeweilige Anwendung ausgewählt und eingesetzt werden müssen. Im Rahmen meiner Lehre wenden Studierende einfach zu verstehende KI-Methoden an und fügen diese in einen Systemkontext ein.


5. Wie schätzen Sie die Berufschancen von Studierenden in unseren KI-Studiengängen ein?
Ich schätze die Berufschancen als sehr gut ein. In der Industrie erscheint KI in allen
Branchen und nahezu alle klassisch ausgebildeten Ingenieure z.B. der Elektrotechnik oder
Maschinenbau, sind hier überfordert. KI-Methoden anzuwenden ist an sich nicht schwierig. Jedoch die richtigen Methoden effizient zu entwerfen und gewinnbringend in bestehende Software zu integrieren ist sehr komplex. Dies wird in Unternehmen immer deutlicher.


6. Neben der Lehre sind Sie auch forschend tätig. Auf welche(s) Forschungsgebiet(e) sind Sie spezialisiert?

Ich forsche im Bereich der Medizintechnik, vorwiegend dem Einsatz von Robotern bzw. der
vernetzten Datenerfassung und -auswertung. Zudem interessiere ich mich für Smart City-
Anwendungen z.B. die Erstellung eines digitalen Zwillings einer Stadt und die Verwendung von OpenData zu Optimierung der täglichen Prozesse einer Stadt.


7. Was fasziniert Sie an diesen Themen?
Antwort: Die Komplexität und die Möglichkeiten. Da alles ineinandergreift und funktionieren muss, ist es sehr komplex, allein ein System innerhalb einer Smart Factory oder einer Smart City auszulegen. Technische Herausforderungen, verschiedene Disziplinen, gesetzliche Vorgaben und offene bzw. definierte Schnittstellen sind erforderlich damit z.B. eine Smart City funktionieren kann. Hier kommen viele Disziplinen von Ingenieurwissenschaften zusammen. Wenn ein Team oder ein Projekt aber erfolgreich ist, dann sind die Möglichkeiten an dieser Stelle, vor allem in Verbindung mit KI, faszinierend.


8. Wie hat KI diese(s) Forschungsgebiet(e) beeinflusst und welche Rolle spielt sie?
Antwort: KI spielt heute dieselbe Rolle wie früher Mikrocontroller. In jeder Maschine tauchten sie plötzlich auf und übernahmen die Steuerung einer Anlage, eines Autos oder einer Kaffeemaschine. KI beeinflusst die Technik auf sehr ähnliche Weise, beeinflusst aber zudem auch reine Software-Systeme. KI ergänzt die Software auf PCs und Mikrocontroller innerhalb dieser Gebiete um Fähigkeiten zum Lernen und zur Prognose. In einer Smart Factory bedeutet dies, das Fahrzeuge alleine fahren können und nicht gesteuert werden müssen. In einer Smart City kann Software auf Basis von historischen und aktuellen Messdaten hunderter Sensoren die Wahrscheinlichkeit für einen Verkehrskollaps oder einer Naturkatastrophe vorhersagen.


9. Mit welchen Arten von KI beschäftigen Sie sich?
Antwort: Da ich KI stets im Systemkontext betrachte und selten für sich alleine untersuche oder auslege, werden in der Lehre vor allem Finite State Machines oder Decision Tree-Methoden angewendet. Diese haben den Vorteil, dass sie nicht von umfangreichen Messdaten abhängig sind. Damit können sie schnell entworfen und getestet werden. Zudem beschäftige ich mich mit dem Einsatz einfacher neuronaler Netze, die mit Machine Learning trainiert werden.


10. Welche konkreten Anwendungsfälle von KI finden Sie am beeindruckendsten?
Antwort: Autonomes Fahren und intelligente Roboter in verschiedenen Szenarien

1. Für welches Lehrgebiet sind Sie berufen?
Medieninformatik.

2. Wie sieht Ihr Werdegang aus und wie kamen Sie dazu, mit KI zu arbeiten?
Ich habe hat ein Diplom in Kommunikationsdesign sowie einen Master in Computer Science und einen Doktor in Informatik. Einige Jahre war ich als Mediendesigner, Softwareentwickler und als selbstständiger Unternehmer tätig. Seit 2008 bin ich Professor an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden und seit einiger Zeit Studiengangsleiter für Medienproduktion und Medientechnik. Im Rahmen von Industrieprojekten habe ich mich in Themen der Künstlichen Intelligenz hineingearbeitet. Zudem unterrichte ich im Bachelor-Studiengang Künstliche Intelligenz.


3. Welche Vorlesungen halten Sie derzeit und was lernen die Studierenden darin?
Ich halte die Fächer Informationsvisualisierung für die Medieninformatiker, Web-Engineering sowie Medienkunst für die Master Medientechnik und Medienproduktion. Zudem halte ich Grundlagenveranstaltungen (Programming und Web Technology) für die Studierenden im internationalen KI-Bachelorstudiengang.

4. Welche Bedeutung hat KI in diesem Bereich?
Programmiergrundlagen sind die Voraussetzung für das Verständnis der Methoden der Künstlichen Intelligenz. Informationsvisualisierung ist wichtig für das Verständnis der Daten, die für das Training der Algorithmen der Künstlichen Intelligenz dienen. Im Fach Computerkunst ist das diesjährige Thema die Künstliche Intelligenz sowie künstliches Leben.


5. Wie schätzen Sie die Berufschancen von Studierenden in unseren KI-Studiengängen ein?
Natürlich sehr gut, KI ist einer der Mega-Zukunftstrends. Aufgrund der geforderten mathematischen Fähigkeiten ist das Studium sehr anspruchsvoll und die Studienanfängerzahlen sind entsprechend gering, so dass man sich keine Sorgen um einen Arbeitsplatz machen muss.


6. Neben der Lehre sind Sie auch forschend tätig. Auf welche(s) Forschungsgebiet(e) sind Sie spezialisiert?
Informationsvisualisierung, Data Science, Machine Learning, Mensch-Maschine-Interaktion, Usability und Accessibility, Interaktionsdesign, Web-Technologien sowie Programmiersprachen für Medien und Computerkunst.


7. Was fasziniert Sie an diesen Themen?
Mich interessiert die Anwendung und Möglichkeiten der KI im Medien-Bereich.

8. Wie hat KI diese(s) Forschungsgebiet(e) beeinflusst und welche Rolle spielt sie?
Im Hinblick auf die Datenanalyse ist sehr viel möglich geworden. Personalisierte Anwendungen mit Sprachinteraktion und Bilderkennung sind ohne die KI nicht möglich.


9. Mit welchen Arten von KI beschäftigen Sie sich?
Mit Machine-Learning in verschiedenen Varianten.


10. Welche konkreten Anwendungsfälle von KI finden Sie am beeindruckendsten?
Generative Algorithmen.

11. Möchten Sie noch etwas sagen, wozu Sie bisher nicht die Gelegenheit hatten?
Wichtig ist auch der verantwortungsvolle Umgang mit KI. Persönliche Assistenten sollten nicht vorgeben, was man zu tun hat. Die Menschen müssen die KI als sinnvolles Werkzeug einsetzen und sich nicht von der KI bevormunden lassen.

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