Grenzüberschreitende KI-Sommerschule im Kloster Speinshart: Erfolgreicher Auftakt der „Bavarian Czech AI Summer School“
Das historische Kloster Speinshart, schon seit vielen Jahren auch innovativer Lernort (ILO) der OTH Amberg-Weiden, wurde in der ersten Septemberwoche zum Treffpunkt für bayerische und tschechische Studierende sowie Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz. Unter dem Motto „AI and Robotics“ fand dort die erste „Bavarian Czech AI Summer School“ statt – der Start einer auf drei Jahre angelegten bayerisch-tschechischen Sommerschule, die vom Bayerisch-Tschechischen Hochschulzentrum (BTHA) unterstützt wird. Die Organisation und inhaltliche Vorbereitung dieser Premierenveranstaltung lag dabei maßgeblich in den Händen von Prof. Dr. Tatyana Ivanovska (OTH Amberg-Weiden), die gemeinsam mit ihrem Team ein anspruchsvolles und vielseitiges Programm gestaltete.
Auftakt mit hochrangigen Gästen
Die Eröffnungsveranstaltung im historischen Musiksaal des Klosters wurde von zahlreichen Ehrengästen aus Politik und Wissenschaft begleitet. Begrüßt wurden unter anderem
- Martin Schöffel, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und Heimat und Vorsitzender des Beirats der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Tschechien,
- Tobias Reiss, Vizepräsident des Bayerischen Landtags,
- Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth,
- Prof. Dr. Udo Hebel, Präsident der Universität Regensburg,
- Prof. Dr. Clemens Bulitta, Präsident der OTH Amberg-Weiden,
- Prof. Dr. Ulrich Schäfer, Dekan der Fakultät Elektrotechnik, Medien und Informatik der OTH Amberg-Weiden,
- doc. Ing. Miloš Železný, Ph. D., Dekan der Fakultät für Angewandte Wissenschaften der Westböhmischen Universität Pilsen,
- sowie Lukáš Opatrný, Konsul für Politik und Handel des Generalkonsulats der Tschechischen Republik in München.
Sie alle würdigten die Sommerschule als bedeutendes Projekt für den wissenschaftlichen Austausch und die Förderung junger Talente in einem zukunftsweisenden Forschungsfeld.
Theorie, Praxis und internationale Teamarbeit
Rund 30 ausgewählte Studierende aus bayerischen und tschechischen Hochschulen und Universitäten erhielten eine Woche lang die Möglichkeit, sich intensiv mit Künstlicher Intelligenz und Robotik auseinanderzusetzen. Fachvorträge von renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gaben dabei Einblicke in aktuelle Forschungsthemen – von sozialer Robotik bis hin zu mathematischen Grundlagen der KI.
Besonderes Highlight waren die praktischen Einheiten mit Niryo-Robotern, die in mehreren Hackathons eingesetzt wurden. Gemischte Teams aus beiden Ländern entwickelten dabei kreative Lösungen und setzten theoretisches Wissen unmittelbar in die Praxis um.
Exkursionen in die Praxis
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch führender Unternehmen in der Oberpfalz, organisiert von der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim. Auf dem Programm standen unter anderem die BHS Corrugated Maschinen- und Anlagen GmbH sowie das TIKI – Technologisches Institut für angewandte Künstliche Intelligenz GmbH in Weiden. Die Studierenden erhielten hier spannende Einblicke in industrielle Anwendungen von Robotik, Digitalisierung und KI – und erlebten, wie moderne Technologien in der Praxis eingesetzt werden.
Preisgekrönte Projekte zum Abschluss
Am letzten Tag präsentierten die Hackathon-Teams ihre Ergebnisse einer Fachjury. Sechs Teams schafften es ins Finale, drei wurden prämiert. Den Hauptpreis sicherte sich das Team „Robo Sapiens“ (Patrik Holub, Timo Säckl, Anshu Raj) aus Pilsen, Amberg und Deggendorf, das zusätzlich den Publikumspreis gewann.
Ein starkes Signal für die Zukunft
Mit ihrem gelungenen Auftakt hat die „Bavarian Czech AI Summer School“ gezeigt, wie wertvoll grenzüberschreitender Austausch für Forschung, Lehre und Wirtschaft ist. Die Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz, praktischer Anwendung und internationaler Zusammenarbeit machte das Kloster Speinshart für eine Woche zu einem lebendigen Zentrum der Zukunftstechnologien.







