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„Unglaublich an den Aufgaben gewachsen“: Ich bin gerne Chefin! startet in das Sommersemester

| Hochschulkommunikation, Zentrum für Gender und Diversity | O/HUB

„Ich hätte mir 2014 nicht erträumen lassen, was ich hier 2021 stehen habe,“ zog Nicole Baierl am Ende ihres Vortrags als Fazit. Zuvor hatte sie bei „Ich bin gerne Chefin! Gründerinnen und Entscheiderinnen in der (Nord-)Oberpfalz!“ ihre Gründung Sinnwunder e.K. vorgestellt.

Chefin Sinnwunder.jpeg

Die Kalendereinlage HappySinn in Benutzung

Zuvor hatte Dr. Bastian Vergnon, Projektleiter des Oberpfalz Startup HUBs (O/HUB), die Anwesenden kurz begrüßt und sein Projekt, das „Ich bin gerne Chefin!“ organisierte, vorgestellt. Sinn des O/HUBs sei es, Hilfsangebote für Gründerinnen und Gründer auf allen Ebenen der Hochschule anzubieten. Egal, ob es sich bei den Projekten um noch wage Ideen oder schon konkrete Gründungen handelt.

Nicole Baierl hatte die Idee, sich mit selbstgemachten Kalendereinlagen eine eigene Nische zu schaffen, schon länger. Das Schlüsselereignis war eine Kalendereinlage, die sie für eine Freundin zu deren Geburtstag selbst gemacht hatte. Als sie sich während der Elternzeit beruflich verändern wollte, hatte sie die Idee noch im Kopf und machte sich an die Gründung.

Die Nische hatte den Vorteil, dass sie klein anfangen und quasi „risikofrei“ gründen konnte. Das ursprüngliche Budget reichte für die erste Arbeitszeit, ohne die finanziellen Reserven zu gefährden. Sie hatte als selbstständige Grafikerin lange ein zweites Standbein und konnte Sinnwunder daher 2014 „nebenher starten“.

Zu Beginn halfen ihr „viele Gespräche mit Freunden und anderen Selbstständigen,“ die Feedback gaben. Darunter natürlich auch die Frage, ob Kalender überhaupt noch in Papierform gekauft werden.

Doch als sie auf Online-Marktplätzen ab Oktober 2014 die ersten Produkte verkaufen konnte, merkte sie, dass „trotz geringer Bekanntheit eine Nachfrage da war“. Auch bekam sie sehr schnell viele Kommentare von Kunden. Diese nutze sie, um ihre Produkte weiter zu verbessern.

Durch den Erfolg konnte sie nicht nur in der Nische eine eigene Marke aufbauen, sondern sich auch bereits 2015 in Vollzeit dem Unternehmen widmen.

Natürlich hatte diese Gründung nicht nur positive Seiten, auch wenn es „nicht so viele negative Dinge gab“. So war für Nicole Baierl „am Anfang das Schwierigste, mal abzuschalten von Sinnwunder“.

Doch die positiven Seiten als Gründerin und Chefin „überwiegen absolut“. „Ich bin unglaublich an den Aufgaben gewachsen, was ich vorher nicht für möglich gehalten hätte.“ Auch könne sie ihre Zeit frei einteilen und von zu Hause aus arbeiten. Zudem sei die Arbeit „unheimlich abwechslungsreich“ und sie verdiene mehr als in einer möglichen Festanstellung als Mediengestalterin nach längerer Elternzeit.

Als Tipps für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatte sie vor allem, sich möglichst viel Feedback zu holen, „um Punkte zu sehen, an die man selbst zuerst nicht gedacht hat.“ Auch müsse man als Gründerin Fachleute für die Dinge holen, die man selbst nicht beherrsche.

In der folgenden Fragerunde betonte sie die Wichtigkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in kleinen Unternehmen. Diese sollen „gerne zur Arbeit kommen“, weshalb ihre Meinung wertgeschätzt werden muss. Denn gerade bei kleinen Firmen „reißen Mitarbeiter, die gehen, große Lücken.“

Der nächste Vortrag von „Ich bin gerne Chefin!“ ist am 20. April mit Dr. Veronika Fetzer von der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz (DGO). Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe bekommen Sie auf der Seite www.oth-aw.de/chefin oder über den Projektleiter Bastian Vergnon unter +49 (961) 382-1915 und b.vergnon@oth-aw.de.

Chefin Sinnwunder 2

Die Gründerin von Sinnwunder e.K Nicole Baierl (Quelle: Bildraumwest)

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