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„Ein absoluter Traumjob, für den ich 200 % renne.“ Dr. Veronika Fetzer erzählt über digitale Startups und Führung bei „Ich bin gerne Chefin!“

| Hochschulkommunikation, Zentrum für Gender und Diversity | Digitale Gründerinitiative OberpfalzO/HUB

„Mein Herz hat richtig dafür geschlagen, als ich den Job bekommen habe,“ beschrieb Dr. Veronika Fetzer ihren Start als Projektleiterin der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz (DGO) vor drei Jahren.

Bei „Ich bin gerne Chefin! Gründerinnen und Entscheiderinnen in der (Nord-)Oberpfalz“ referierte sie nicht nur über ihr Führungsprinzip „Prima inter Pares: Als Chefin Erste unter Gleichen“, sondern erzählte auch über ihren eigenen Weg bis zur Projektleitung bei einem der erfolgreichsten digitalen Gründerzentren Bayerns.

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Der zweite Online Vortrag im Sommersemester

Zuvor hatte Dr. Bastian Vergnon kurz die Anwesenden begrüßt und den Oberpfalz Startup HUB als „Begleiter in allen Phasen der Gründung vorgestellt.“ Zu diesem Projekt gehören neben Veranstaltungen wie „Ich bin gerne Chefin!“ auch weitere Unterstützung für Gründerinnen und Gründer in Form von Coachings oder Beratungen. Zuletzt gehe es dabei auch um die Zusammenarbeit mit Partnern im Gründungsökosystem der Oberpfalz.

Damit war die Online-Veranstaltung auch gleich bei der täglichen Arbeit von Dr. Veronika Fetzer: Sie verantwortet an der Techbase in Regensburg über die DGO den Bereich Startups und Gründungen.

Ihre Arbeit ist durchaus bedeutend, da Bayern eine treibende Kraft bei den Themen Digitalisierung und Gründung werden will und dazu unter anderem Gründerzentren in Regensburg, Amberg und Weiden eingerichtet hat.

„Das Projekt bringt auch Komplexität mit sich“, da es neben einem großen und vielfältigen Team auch viele Partner und Sponsoren umfasst.

Diese Betreuung von Startups ist ihr „absoluter Traumjob, für den ich 200 % renne.“ Sie hatte den Weg dahin „aber nicht geplant, sondern ist dahin gekommen.“

Nach einem dualen Studium der Betriebswirtschaft bei der Bayerischen Landesbank und einem Master an der Universität Regensburg, arbeitete sie dort an einer Doktorarbeit rund um das Thema Gründung und Entrepreneurship. Anschließend war sie in einer kleinen Strategieberatung im Bereich Automotive und IT tätig. Überall habe sie „wahnsinnig viel gearbeitet und gelernt“.

Dabei hatte sie das „Gründerökosystem in Regensburg weiter beobachtet“ und „sich richtig gefreut,“ als sie die Stelle als Projektleitung der DGO antrat.

Dies war für sie die „erste kleinere Führungsposition“ mit vielen Herausforderungen „von heute auf gleich“. Sie hatte damals noch keine Führungserfahrung und die komplexe Projektstruktur mit hohen Erwartungen unterschiedlicher Stakeholder waren zu Beginn herausfordernd. Gleichzeitig macht es „Spaß, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen“.

Dennoch „mag sie den Begriff Chefin für sich nicht“, da er häufig nur mit Weisungen an nachgeordnetes Personal verbunden ist. Sieht sich stattdessen als „Prima inter Pares“, das heißt als „leitendes Mitglied des Teams“. Konkret bedeutet es, dass sie zum Beispiel „Visionen, wo wir hinwollen“ definiert, Aufgaben delegiert und auch das Scheitern bei neuen Projekten zulässt.

Aus diesen Erfahrungen heraus gab sie am Ende des Vortrags Tipps für andere Frauen:

  • Netzwerk pflegen („Ganz viel Kaffee trinken, um das Netzwerk nicht nur zu kennen, sondern um sich auch damit auszutauschen.“)
  • MentorInnen suchen („Möglichst frühzeitig“)
  • Zuhören, auch wenn der Inhalt nicht gefällt („Wichtig, wenn man zum ersten Mal Chefin ist“).
  • Selbstbewusst und reflektiert sein („gerade für Frauen superwichtig selbstbewusst zu sein“)
  • Konfrontation nicht um jeden Preis scheuen. („Wichtig ist das nicht um jeden Preis.“)
  • Wertschätzung für die Arbeit anderer und dies auch „ehrlich“ kommunizieren
  • Bleib Du selbst und authentisch. („Auch mit Ecken und Kanten“.)

Am Ende standen nicht nur zahlreiche positive Kommentare der Anwesenden, sondern auch eine lange Fragerunde. So gab sie bei der Suche nach MentorInnen nicht nur den Hinweis auf entsprechende Programme der der OTH Amberg-Weiden oder der DGO. Sondern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten auch schauen, „wo sie arbeiten und ob es dort Personen gibt, die passen.“  Wichtig war ihr auch noch der Hinweis, dass man „krassen Perfektionismus in dieser Position nicht lange schafft“ und daher mit der Zeit ablegen müsse.

Der nächste Vortrag von „Ich bin gerne Chefin!“ ist am 25. Mai mit Elke Renner, der Gründerin und Geschäftsführerin der Renner Eventagentur. Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe bekommen Sie auf der Seite www.oth-aw.de/chefin oder über den Projektleiter Bastian Vergnon unter +49 (961) 382-1915 und b.vergnon@oth-aw.de.

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Der O/HUB fördert Gründerinnen und Gründer

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Dr. Veronika Fetzer referierte über Startups und Führung in Team

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Anschließend beantwortete sie zahlreiche Fragen

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