Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

„Auf das Team kommt es an“ – Zwei Vorträge zum Auftakt von „Ich bin gerne Chefin!“ im Wintersemester

| Hochschulkommunikation, Zentrum für Gender und Diversity | O/HUB

„Ideen kommen und gehen. Das Gründungsteam bleibt.“ So fasste Julia Kupke eine Lesson Learned aus ihrer Startup Zeit zusammen. Diese Lektion beziehungsweise dieser Rat zog sich durch den gesamten Abend, an dem „Ich bin gerne Chefin! Gründerinnen und Entscheiderinnen in der (Nord-)Oberpfalz“ mit zwei Vorträgen in das Wintersemester startete.

Die Referentinnen im virtuellen Veranstaltungsraum

„Ich bin gerne Chefin! Gründerinnen und Entscheiderinnen in der (Nord-)Oberpfalz“ startete mit zwei Vorträgen ins Wintersemester

In seiner Begrüßung stellte Dr. Bastian Vergnon, Projektleiter des Oberpfalz Startup HUB (O/HUB) kurz die Hilfestellungen vor, die die OTH Amberg-Weiden durch das Projekt für Gründungen bietet. So werden zum Beispiel nicht nur Masterarbeiten mit Gründungspotenzial gescoutet, sondern auch Lehre und Beratung immer mehr aufgebaut.

Danach startete auch schon Julia Kupke mit ihrem Vortrag. Die ehemalige Studentin der Medienproduktion und Medientechnik in Amberg hatte in München zuerst als Praktikantin bei Pro7 angefangen zu arbeiten. Dabei merkte sie allerdings schnell, dass für sie ein „großer Konzern nichts war“.

Stattdessen startete sie bei einem Startup, wo sie „als Neuling schnell Verantwortung bekommen hatte“. Deshalb gründete sie nach ihrem Studium ein eigenes Startup, was aber „mit dem Team nicht ganz geklappt hat.“

Danach ging sie in die Beratung und baut mittlerweile bei Stryber „Startups wie am Fließband auf“ für große Unternehmen, die sich breiter und neu aufstellen wollen. Dabei testet sie die Produktideen sehr schnell, bevor die neuen Firmen überhaupt gegründet werden.

Deshalb hatte sie viele Lessons Learned dabei. Neben dem bereits am Anfang erwähnten „Ideen kommen und gehen. Das Gründungsteam bleibt“ waren dies „Du als Gründer bist nicht der Kunde, also teste Ideen und Produkte objektiv mit Daten“, „Ideen kommen und gehen, also gehe sofort ins Protyping und Testen“ und „Chefs sind heute eher Role Model als Vorgesetzte“.

Den Fokus auf das Team betonte Tanja Sivoronov aus dem studentischen Projekt Coupido im zweiten Vortrag. Sie startete Coupido im Oktober 2020 mit einer Kommilitonin, hat aber mittlerweile ein größeres Team um sich herum ausgebaut.

Das hatte für beide den Vorteil, dass sie sich auf ihre Kernkompetenzen spezialisieren konnten und nicht alle Details selbst managen mussten.

Auch sie sah es als wichtig an, „alles Mögliche mit der Zielgruppe zu testen“, denn auch bei Coupido war nicht die erste Idee „gleich crazy durchgestartet.“

Ihre wichtigste Lesson Learned war aber das Thema Priorisierung, denn jeden Morgen müsse sie „abwägen, was wichtig ist und was warten kann.“ Dies betrifft nicht nur das Gründungsprojekt, sondern auch Ressourcen für die Familie, das Studium, den „Job für Wohnung und Unterhalt“ sowie zur Kindererziehung, da sie und ihre Kommilitonin bereits Mütter sind.

Trotz der Herausforderung mit Druck und Motivationsverlust nahm sie dabei vielen Erfahrungen mit, wie „Machen lohnt sich“, „Fairer Austausch tut gut“ und „Fehler sind unumgänglich und wertvoll“.

Gleiches galt für die Zuhörerinnen und Zuhörer, die nach den Vorträgen noch viele Fragen stellten.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe "Ich bin gerne Chefin!" bekommen Sie auf der Seite www.oth-aw.de/chefin oder über den Projektleiter Bastian Vergnon unter +49 (961) 382-1915 und b.vergnon@oth-aw.de.

Die erste Referentin

Julia Kupke hielt den ersten Vortrag der Veranstaltungsreihe in diesem Wintersemester

Die zweite Referentin

Tanja Sivoronov betonte bei ihrem Vortrag, welche wichtige Rolle des Themas Priorisierung einnimmt

Nach oben