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Von Selbstständigenpflanzen und Heimatliebe: „Ich bin gerne Chefin!“ im November

| Hochschulkommunikation, Zentrum für Gender und Diversity | O/HUB

„Es ist wichtig, zu klären, woher die eigenen Wurzeln kommen.“ Dieses Zitat von Katja Schäfer galt dieses Mal für beide Vorträge bei „Ich bin gerne Chefin! Gründerinnen und Entscheiderinnen in der (Nord-)Oberpfalz.

Teilnehmer einer Online-Konferenz

Die beiden Referentinnen Katja Schäfer und Verena Fitzgerald sowie Projektleiter Bastian Vergnon

Für Katja Schäfer, Gründerin von Mindstone Coaching und Autorin des Buches „Ab jetzt Chef:in!” bedeutete das Zitat, mitzudenken, wo die berufliche Laufbahn vor einer Selbstständigkeit oder Gründung stattgefunden hatte. Denn die dort gemachten Erfahrungen prägen auch später als Gründerin. Daher ist es aus ihrer Sicht nicht schlimm, „die eigene Selbstständigenpflanze erst langsam wachsen zu lassen.“

Für Verena Fitzgerald, City Managerin der Wirtschaftsförderung Amberg und Online Marketing Freelancerin, bedeutete die Aussage, dass sie mit ihren Erfahrungen aus beruflichen Stationen in München und Paris einfach in Amberg weitermachen konnte. Daher auch der Titel ihres Vortrags „Freelancing zwischen Digital Nomad und Heimatliebe”.

Im Zentrum des ersten Vortrags von Katja Schäfer standen die „Learnings einer Festangestelltenpflanze für die Selbstständigkeit”. Dabei ging sie auch offen mit den „Lieblingsfehlern“ ihrer Selbstständigkeit seit Juni 2019 um. Diese gingen von „einfach nur schnell losrennen“ und „Präsenz auf allen Social Media Kanälen“ über „zu viel nutzloses Equipment“ und „zu viele Zertifikate gemacht aus der Angst heraus, nicht gut genug zu sein“ bis hin zu „Umsätze nicht von Anfang an eingeplant“ und „selbst- und ständig ohne Pausen zu arbeiten“.

Entsprechend breit waren daher die Lessons Learned von Katja Schäfer. So begann sie „eigenen Stallgeruch“ aus früheren Tätigkeiten für gezieltes Netzwerken zu nutzen und für sich selbst ein Qualitätsmanagement einzuführen. Vor allem nutzte sie verstärkt verschiedene Tools. So empfahl sie zum Beispiel das „7 Minuten Tagebuch“ als Routine vor jedem Arbeitstag oder das „Stresssieb“, um die Prioritäten so zu ordnen, dass diese auf die eigene Vision einzahlen.

Vieles davon erkannte auch Verena Fitzgerald als nützlich für ihre eigene Arbeit. Die gebürtige Ambergerin begann schon in ihrem dualen Studium bei Witt Weiden „selbstständig zu denken und eigene Ideen einzubringen“. Danach wollte sie „noch selbstständiger arbeiten“ und ging nach München zu einem „klassischen Startup“, wo sie „wirklich alles machte“. Seit 2016 arbeitete sie dann als freiberufliche Online Marketing Managerin für kleine Unternehmen.

Diesen Weg setze sie auch fort, als sie aus persönlichen Gründen nach Amberg zurückkehrte. So begann sie „von Betrieben, die ihre Öffnungszeiten nicht auf Google hatten, einfach selbst die Daten zu sammeln und online zu stellen.“ Das brachte ihr nicht nur Aufmerksamkeit bei den Betrieben und der Stadt Amberg. Sogar Google lud sie zu einem Workshop ins Silicon Valley. So begann sie zwar „intuitiv, aber irgendwann baute alles aufeinander auf“. Zum Beispiel ist die „Wirtschaftsförderung Amberg“ mit Projekten wie dem „Amberg Blog“ inzwischen ihr größter Kunde.

Anschließend kam es noch zu einer kurzen Fragerunde, nach der sich Dr. Bastian Vergnon, Projektleiter des Oberpfalz Start-up HUBs (O/HUB) und Organisator von „Ich bin gerne Chefin!“ sehr zufrieden zeigte. Denn einmal mehr hatte das Online Format gezeigt, wie viele Role Models es für Gründerinnen und Entscheiderinnen in der (Nord-)Oberpfalz gibt.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe "Ich bin gerne Chefin!" und den nächsten Vorträgen am 08.12.2021 bekommen Sie auf der Seite www.oth-aw.de/chefin oder über den Projektleiter Bastian Vergnon unter +49 (961) 382-1915 und b.vergnon@oth-aw.de.

Die zwei Referentinnen der Veranstaltung

Katja Schäfer berichtete bei ihrem Vortrag unter anderem von ihren vielfältigen Lessons Learned und gab hilfreiche Tipps und Empfehlungen

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