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Viele Führungskräfte sind sich ihrer Aufgaben nicht bewusst

| Hochschulkommunikation, Weiden Business School, Alumni

Führungskräften fehlt oft das Bewusstsein und genaue Informationen über ihre Aufgaben und deshalb wünschen sie sich eine gesammelte Erfassung ihrer Aufgaben und Pflichten – dies war die Ausgangslage von Eva Renner, die ihre Masterarbeit „Rechte und Pflichten der klinischen Führung - Konzeption eines Web Based Trainings mit Fokus auf den Bereich der Personalentwicklung“ bei einer bayerischen Klinik verfasste.

zwei Frauen halten einen Online-Vortrag

Eva Renner stellte ihre Masterarbeit „Rechte und Pflichten der klinischen Führung - Konzeption eines Web Based Trainings mit Fokus auf den Bereich der Personalentwicklung“ vor

Zunächst begrüßte Prof. Dr. Gabriele Murry die virtuell anwesenden Gäste, die sich wieder zahlreich zur Veranstaltung research@WEIDEN BUSINESS SCHOOL eingefunden hatten und stellte die Referentin kurz vor. Eva Renner begann ihren Vortrag sogleich mit einer prägnanten Zusammenfassung ihrer Masterarbeit: „Ziel war es ein E-Learning Konzept zu verfassen, in welchem den Führungskräften des Klinikums ihre Aufgaben im Bereich Personalentwicklung der Mitarbeitenden vermittelt wird.“

Dafür wählte sie als Forschungsdesign einen Mixed-Method Ansatz, das heißt sie verband qualitative und quantitative Methoden, die wiederum aufeinander aufbauten. Dafür führte sie zunächst sieben Experteninterviews, mit dem Ziel der Erhebung der Aufgaben der Führungskräfte in Bildung sowie Personalentwicklung ihrer Mitarbeitenden. Mit der anschließenden Online-Umfrage unter Führungskräften und stellvertretenden Führungskräften des Unternehmens, wollte sie herausfinden wie und mit welchen Inhalten das Tool aufgebaut sein muss, damit Führungskräfte es gerne nutzen. „Inhaltlich war für die Führungskräfte sehr, sehr wichtig, dass sie einen Überblick bekommen über ihre Aufgaben“, interpretierte Renner die wichtigsten Ergebnisse und weiter „zum Aufbau ist den Führungskräften besonders wichtig, dass es strukturiert ist und verständlich.“

Individuelles E-Learning-Tool

Auf Grundlage dieser Erkenntnisse sowie der individuellen Beschaffenheit des Unternehmens, erstellte sie dann ein Konzept für ein E-Learning-Tool. Wichtig war ihr dabei die Integration einiger Tools, die sich aus den vorangegangen Untersuchungen ergeben hatten. Zum Beispiel ein Forum, damit die Führungskräfte sich auch mal gegenseitig austauschen können oder eine Notizfunktion, FAQs und ein Glossar.

Außerdem ergaben sich anhand des Forschungsvorgehens weitere Handlungsempfehlungen. Dazu gehört unter anderen ein/e für das Web-based Training verantwortlicher MitarbeiterIn, feste ExpertInnen für jeden Themenbereich und ein regelmäßiger Austausch zwischen diesen. Eine weitere Handlungsempfehlung von ihr ist, die Potenzialanalyse im Unternehmen zu verankern „ein Punkt der immer wieder sowohl in den theoretischen Erkenntnissen als auch in meinen Forschungsergebnissen vorkam.“

Kritische Betrachtung

Besonders interessant für Studierende und zukünftige Forschungsprojekte, war ihre anschließende kritische Betrachtung des methodischen Vorgehens. „Die Mixed-Method Studie und den Aufbau kann ich auf jeden Fall empfehlen, weil es die ganzheitliche Sicht bringt, dadurch hat man sowohl die Experten einbezogen als auch die Zielgruppe selbst“, resümierte Eva Renner, empfiehlt dabei aber einen Pretest durchzuführen, „um sicherzustellen, dass die Fragen richtig verstanden werden und damit man die ggf. nochmal anpassen kann.“ Zudem empfiehlt sie in Umfragen viele geschlossene Fragen zu verwenden, um die Abbruchquote niedrig zu halten. Bei der sich anschließenden regen Podiumsdiskussion, gab sie darüber hinaus noch den Tipp, bei Masterarbeiten in Unternehmen immer mehr Zeit einzuplanen, da man aufgrund verschiedener Ansprechpartner immer länger brauche als geplant.

Die nächste Veranstaltung von research@WEIDEN BUSINESS SCHOOL findet am 25. Januar um 18:00 Uhr statt. Nähere Informationen zu den Themen und den Referenten erhalten Sie in Kürze auf der Website unter www.oth-aw.de/research@webis.

Screenshot des Online-Vortrags

Dem Vortrag folgte eine ebenso interessante Podiumsdiskussion

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