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„Ich habe promoviert, eine Firma gegründet, für den Bundestag kandidiert und das Land verlassen.“ „Ich bin gerne Chefin!“ im Dezember

| Hochschulkommunikation, Zentrum für Gender und Diversity

„Warum machen wir ‚Ich bin gerne Chefin‘? Weil wir gesehen haben, wie wichtig die Erfahrungen von Gründerinnen und Chefinnen für zukünftige Gründerinnen und Chefinnen sind.“ Damit führte der Projektleiter des Oberpfalz Start-up HUB, Dr. Bastian Vergnon, in die Dezember-Vorträge von „Ich bin gerne Chefin! Gründerinnen und Entscheiderinnen in der (Nord-)Oberpfalz“ ein.

Drei Personen bei Online-Vortrag

Projektleiter Dr. Bastian Vergnon und die beiden Referentinnen Prof. Dr. Doris Aschenbrenner und Yvonne Schieder

An Erfahrungen mangelte es der ersten Referentin, Prof. Dr. Doris Aschenbrenner, sicher nicht. Live aus dem MakersSpace der Hochschule Aalen gab sie einen Einblick in die „digitale Zeitreise“ ihres Lebens. Geboren im ländlichen Raum bei Coburg, wo „lokales Fernsehen noch als Medien funktioniert“, fand sie bei Jugend forscht „Roboter ganz toll“. Daher blieb sie auch nach einem Informatikstudium in Würzburg dort bei einem Forschungszentrum und promovierte.

2017 ging es nochmal richtig los bei ihr: „Ich habe promoviert, eine Firma gegründet, für den Bundestag kandidiert und das Land verlassen.“ Prof. Dr. Aschenbrenner gründete nämlich in diesem Jahr neben der Doktorarbeit die „Awesome Technologies Innovationslabor GmbH“ mit und bewarb sich erfolgreich auf ein Post-Doc-Stipendium an der niederländischen TU Delft. Daher war zum Beispiel „die Einreichung der Druckfassung für die Promotion am gleichen Tag wie die Firmengründung.“ Anschließend folgten eine Tenure-Track-Professur in Delft und eine Berufung als W3-Professsorin an die Hochschule Aalen.

Vor allem der internationale Austausch brachte sie dabei sehr weiter. So blickt sie „auf Deutschland und die deutsche Gründerszene ganz anders.“ Sie empfahl zum Beispiel, sich nicht nur die USA zum Vorbild zu nehmen, sondern „sich auch an der einen oder anderen Stelle an den Niederlanden zu orientieren.“

Parallel dazu wuchs Awesome Technologies. War es „am Anfang ein kleines Unternehmen mit acht Gründerinnen und Gründern“ hat es inzwischen 30 MitarbeiterInnen. Aktuell beschäftigt es sich mit Medizintelematik, zum Beispiel beim Verlegen von Coronapatienten, Pflegeunterstützung, Mensch-Roboter-Kollaboration und Augmented-Virtual-Reality

Auch die zweite Referentin, Yvonne Schieder, konnte von vielen positiven wie negativen Erfahrungen berichten. Sie hatte viele Jahre als Gründungsberaterin bei der IHK gearbeitet und dort „viele Gründerinnen und Gründer begleitet“ sowie „viele verrückte Ideen kennengelernt.“

Diese Erfahrungen halfen ihr bei ihrer jetzigen Position als Chefin der IHK-Geschäftsstelle in Amberg-Sulzbach. Hier musste sie vieles „wie in der Gründerszene erst einmal ausprobieren“, vor allem, da sie die Stelle mitten im Lockdown antreten musste. Sie stelle dabei fest, dass „jung, weiblich, Mutter, in Teilzeit“ noch immer eine andere Lage war und zu anderen Fragen beim Gegenüber führten wie „jung, männlich, Vater, Vollzeit“.

Dabei geholfen hatten ihr neben der Unterstützung ihres Mannes auch die Möglichkeit, „sich mit anderen Gründerinnen und Chefinnen auszutauschen“. So stellte sie auch fest, dass „Scheitern nicht bedeutet, dass die gemachten Erfahrungen sinnlos sind“. Daher ermunterte sie am Ende ihres Vortrags die Anwesenden, die vielen kostenlosen Beratungsmöglichkeiten und Netzwerkveranstaltungen wie „Ich bin gerne Chefin!“ weiter zu nutzen.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe "Ich bin gerne Chefin!" bekommen Sie auf der Seite www.oth-aw.de/chefin oder über den Projektleiter Bastian Vergnon unter +49 (961) 382-1915 und b.vergnon@oth-aw.de.

Drei Personen bei Online-Vortrag

Prof. Dr. Doris Aschenbrenner gab einen Einblick in die „digitale Zeitreise“ ihres Lebens

Die zwei Referentinnen

Die beiden Referentinnen von „Ich bin gerne Chefin!“ im Dezember

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