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Zufällig genial? – Regionalwettbewerb „Jugend forscht und Schüler experimentieren” mit bewusst genialen Beiträgen

| Hochschulkommunikation, Junge Hochschule, Veranstaltungen

Nachhaltige Obst- und Gemüseverpackungen, ein Hightech-Fenster, das an heißen Sommertagen energiesparend für Abkühlung sorgt, ein von Iron Man inspirierter Helm für mehr Sicherheit auf der Baustelle – beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ haben 65 SchülerInnen aus der Region mit 37 Projekten gezeigt, dass sie ein sehr starkes Bewusstsein für brennende Zukunftsthemen haben.

Prof. Dr. Clemens Bulitta, Präsident der OTH Amberg-Weiden, und Prof. Dr. Werner Prell, der den Wettbewerb von Seiten der Hochschule betreut.

Zufällig genial? – Unter diesem Motto stand der Regionalwettbewerb, der auch in diesem Jahr online stattgefunden hat. Und so manch einem Forscher hat der Zufall bei seiner genialen Entdeckung geholfen. „Am Ende arbeiten alle Forscher an der Zukunft und das nicht zufällig“, betont Prof. Dr. Clemens Bulitta, Präsident der OTH Amberg-Weiden, bei seiner Begrüßung der NachwuchswissenschaftlerInnen. „Jugend forscht“ ermutigt alle jungen Forscherinnen und Forscher, sich der Herausforderung zu stellen, zu forschen und zu experimentieren, zu tüfteln und zu erfinden – und dem Zufall Raum zu geben. Die Vielfalt und Spannweite der eingereichten Arbeiten sind beeindruckend und sie zeigen, dass Jungforscherinnen und Jungforscher ein sehr starkes Bewusstsein für brennende Zukunftsthemen haben. „Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind Gewinner. Die Projekte haben es der Jury nicht leicht gemacht, sie hat lange und intensiv diskutiert“, betonte Prof. Dr. Werner Prell, der den Wettbewerb von Seiten der Hochschule betreut, bei der Siegerehrung.

Siegerprojekte der Fachbereiche

Im Fachbereich Arbeitswelt hat Oscar Lambrecht (13) vom Christoph-Jakob-Treu Gymnasium in Lauf an der Pegnitz den ersten Preis gewonnen. Er hat ein Hightech-Fenster mit dem Namen „Night Breeze“ entwickelt, das im Vergleich zu einer herkömmlichen Klimaanlage nur sehr wenig Energie verbraucht, aber zum Beispiel ein Schlafzimmer im Sommer dennoch angenehm kühlen kann. „Er hat bewiesen, dass auch mit einfachen Mitteln eine wunderbare Belüftung effizient und effektiv möglich ist“, so die Jury.
Den 2. Platz belegten Florian Hierl (14), Niklas Drescher, (14) und David Koberstein (14) vom Willibald-Gluck-Gymnasium in Neumarkt mit ihrem Projekt „Ampelanlage für Räume mit begrenzter Besucherzahl“. Der 3. Platz ging an Paulina Swoboda (12) vom Johann-Michael-Fischer-Gymnasium in Burglengenfeld mit ihrem wiederverwendbaren Pizzakarton.

Im Fachbereich Biologie überzeugten Lea Egger (10), Paul Simm (11) und Constantin Basta (11) vom Johann-Michael-Fischer-Gymnasium in Burglengenfeld die Jury. Das Team hat untersucht, ob sich an unterschiedlichen Körperstellen auf der Kleidung unterschiedlich viele Bakterien halten, ob die Bakterienbelastung auch vom Kleidungsmaterial abhängt und ob dadurch Krankheiten übertragen werden können. „Es gibt wenige Ereignisse wie die Coronapandemie, die unser Leben derart beeinflusst haben. Mit ihrem Projekt hat die Schülergruppe nicht nur einen kurzen Blick auf die Bakterienbelastung geworfen, sondern ist sehr strukturiert, umfassend und wissenschaftlich vorgegangen“, so die Jury. Den 2. Platz belegte Nathan Unold (18) von der Fachoberschule Schwandorf. Er ging der Frage nach, was wäre, wenn man nicht altern müsste. Der dritte Preis wurde an drei Projekte vergeben: Alicia Ermer (13) vom Christoph-Jacob-Treu-Gymnasium, mit ihrer Untersuchung des Futterverhaltens von Ameisen, Victoria Königsberger (12) und Maria Jäkel (12) vom Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach, die das Thema „Ein leckeres Kresse-Brot in der Wüste?“ präsentierten, und an Lea (15) und Jan (11) Dirnfeldner, die sich mit klimabeständigen Rasensorten auseinandergesetzt haben.

Die Kategorie Chemie hatte mit 15 Projekten das größte Teilnehmerfeld. Am Ende konnten sich Linus Eisenhut (13) und Niklas Bitter (13) vom Johann-Michael-Fischer-Gymnasium in Burglengenfeld durchsetzen. Sie waren auf der Suche nach alternativen Verpackungen für Obst und Gemüse, die leicht vom Produkt entfernt werden können, ohne dabei Müll zu produzieren. „Ihr habt mit eurem Projekt deutlich gezeigt, dass die Jugend die Zukunft selbst in die Hand nimmt. Durch die naturwissenschaftliche Herangehensweise habt ihr den ersten Platz verdient“, so der Jurykommentar.
Der zweite Preis ging an zwei Nachwuchsforscher: Sebestyen-Ciprian Magda (13) vom Christoph-Jakob-Treu Gymnasium für sein Untersuchung „Chitosan vs. andere Folien: was ist besser?“ und an Fabian Heidner (10) vom Willibald-Gluck-Gymnasium, der Flummi selbst gemacht hat.
Der 3. Platz ging an Taniya Zeitler (18) vom Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium in Amberg für ihr Projekt „Herstellung eines natürlichen Conditioners basierend auf einemChemischen“.

Der Fachbereich Mathematik/Informatik wurde in diesem Jahr mit dem Bereich Physik zusammengelegt. Maximilian Pfindel (17) vom Willibald-Gluck-Gymnasium belegte mit einem Experiment im Bereich der sogenannten dynamischen Hydrophobie (Dynamic Hydrophobicity) den 1. Platz. Dazu die Jury: „Jeder kennt den abperlenden Lotusblüten-Effekt. Der ist jedoch statisch ist. Maximilian Pfindel ging einen Schritt weiter und wollte wissen, wie das im Bewegten aussieht.“ Der zweite Preis wurde in dieser Kategorie viermal vergeben: Andrei Buzhyhayeu (15) vom Paul-Pfinzing-Gymnasium Hersbruck für sein Projekt „Zeitmanagement- und Lern-App mit Sprachsteuerung über Smart Speaker“, Barbara Schafbauer (11) und Hanna Siebold (12) vom Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach  für ihre Untersuchung der Dichte und Viskosität von Flüssigkeiten, Leona Kappl (13), Leonie Reil (13) und Anna-Lena Zitzmann (13) vom Ortenburg-Gymnasium, die Gummibärchen ins Visier genommen haben, und Katharina Schindler (14), Timo Zelter (14), Marie Lingauer (15) und Anna-Lena Zitzmann (13) vom Johann-Michael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld.
Der 3. Platz ging an Lukas Reil (16) vom Kepler-Gymnasium Weiden für sein Projekt „Herstellung und Untersuchung eines neuartigen Supraleiters“.

Im Fachbereich Technik wurde der erste Preis doppelt vergeben. Leonie Boog (12) vom Willibald-Gluck-Gymnasium in Neumarkt überraschte die Jury mit einem automatisierten Baustellenhelm, der von Iron Man inspiriert wurde. „Du hast nicht nur die notwendigen Teile selbst im 3D-Drucker erstellt und sie in den Helm implementiert, sondern du kennst dich in der Programmierung richtig gut aus. Dass du erst in der sechsten Klasse bist, macht das sogar noch toller“, betonte die Jury. Der zweite 1. Platz ging Ben Walter (17) und Benedikt Wolf (17) vom Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium in Nabburg. Sie haben ein Weckerbett inklusive Frühstücksroboter entwickelt, das sich in ein Smart-Home-Konzept integrieren lässt. Einen zweiten Platz gibt es dieser Kategorie nicht, und der 3. Platz wurde Matthias Süß (14) vom Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach für sein Projekt „Energie aus Haushaltsmitteln“ verliehen.

Über Jugend forscht

Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, Talente zu finden und zu fördern – das ist das Ziel des Wettbewerbs „Jugend forscht“. Und der Regionalwettbewerb hat gezeigt, in der nördlichen Oberpfalz schlummern viele Talente!

Die OTH Amberg-Weiden hat für die nördliche Oberpfalz die Patenschaft übernommen und richtet seit 2021 die Regionalwettbewerbe „Jugend forscht und Schüler experimentieren” aus.

Beschreibungen aller eingereichten Projekte und eine Übersicht der Siegerinnen und Sieger sind auf der Jugend forscht-Seite zu finden.

Virtuelle Preisverleihung

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