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Mobilität im ländlichen Raum – Wie autonome Mobilität die Lebensqualität steigern kann

| Hochschulkommunikation, Fakultät Elektrotechnik, Medien und Informatik

Digitalisierung, Autonome Mobilität und Vernetzung standen im Fokus des zweiten Teils der virtuellen Veranstaltungsreihe „Virtueller Treffpunkt Hochschule – Mobilität im ländlichen Raum“. Wissenschaftliche Impulse kamen bei der vom Hochschulverbund Transfer und Innovation Ostbayern (TRIO) in Kooperation mit der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim organisierten Veranstaltung u. a. von Prof. Dr.-Ing. Alfred Höß, Experte für Elektromobilität und automatisiertes bzw. autonomes Fahren an der OTH Amberg-Weiden.

Prof. Dr.-Ing. Alfred Höß bei seinem Vortrag „Autonome Mobilität – Wo stehen wir heute?“

Mit dem Vortrag „Autonome Mobilität – Wo stehen wir heute?“, brachte er die rund 50 Teilnehmenden auf den aktuellen Stand der Forschung und Praxis und skizzierte die Geschichte und insbesondere die Zukunft der autonomen Mobilität. In einem kurzen Rückblick beleuchtete er verschiedene Entwicklungsstufen und stellte autonome Konzeptfahrzeuge vor, die bereits in den 1990er-Jahren erste Testkilometer im öffentlichen Straßenverkehr absolvierten. Anhand der drei Bausteine für autonomes Fahren (Sense, Think, Act), stellte er die dafür notwendigen Hardware- und Softwarekomponenten kurz vor, zeigte die verschiedenen Sensoren zur Erfassung der Umwelt auf und erörterte das notwendige Zusammenspiel von Sensoren und Aktoren. Anschaulich erläuterte er auch die fünf Automatisierungsgrade, wie diese erreicht werden können und welche Rahmenbedingungen hierfür geschaffen werden müssen.

Potenzial im ländlichen Raum

Zum Abschluss erläuterte Prof. Dr.-Ing. Alfred Höß die Potenziale des autonomen Fahrens im ländlichen Raum: Hier fallen Vorzüge wie Stauvermeidung, Erhöhung der Sicherheit, Reduktion des Kraftstoffverbrauchs und Steigerung der Mobilität im Alter noch stärker ins Gewicht, da die Bewohner besonders auf das Auto angewiesen sind und der öffentliche Verkehr, v. a. wegen dem fehlenden Angebot, eine geringere Rolle spielt. Eine Möglichkeit, die Mobilität zu steigern, ist zum Beispiel ein autonom fahrender Rufbus für den ländlichen Raum.

Dieser wurde von den weiteren Referenten genauer beleuchtet. Thomas Wiesmüller, Project Manager Digitalization bei der AVL Software and Functions GmbH, betreut das Förderprojekt FLASHMOB KI zur Konzeption und Realisierung eines autonomen Rufbusses im ländlichen Raum um Roding. In diesem Projekt beschäftigt sich das Unternehmen gemeinsam mit Forschenden der OTH Regensburg mit der Frage, wie man den öffentlichen Nahverkehr im ländlichen Raum attraktiver gestalten kann. Prof. Dr. Jan Dünnweber, Professor an der OTH Regensburg, griff im letzten Vortrag die Ansätze von seinem Vorredner nochmals auf und erläuterte unter dem Titel „Wann kommt der Bus – und wohin? – Wie Rufbusanfragen intelligent verarbeitet werden“ insbesondere die mathematischen Hintergründe des gemeinsamen Projektes FLASHMOB KI.

Am Dienstag, den 21. Juni, findet der dritte und letzte Teil der Reihe „Virtueller Treffpunkt Hochschule – Mobilität“ statt. Dabei werden aktuelle Entwicklungen zum Thema intelligentes Energiemanagement im Bereich Elektromobilität aufgezeigt.

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