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„Was kann ich besser machen?“ – Meet the Entrepreneur zum ersten Mal an der OTH Amberg-Weiden

| Hochschulkommunikation | O/HUB

Gerade in der Medientechnik machen sich viele Studierende, auch an der OTH Amberg-Weiden, bereits während oder kurz nach dem Studium selbstständig. Viele haben aber bis dahin keine Erfahrung im Aufbau eines eigenen Unternehemns gemacht und stellen sich daher viele Fragen. Deshalb gab es für die Masterstudierenden in Medientechnik und Medienproduktion im Sommersemester zum ersten Mal das Format „Meet the Entrepreneur“.

 

„Oakstone Productions“: Moritz Hagenmüller und Lukas Buckel

Dabei stellten sich mit Jan Siebert von „tomorrow web“ sowie Moritz Hagenmüller und Lukas Buckel von „Oakstone Productions“ mehrere Gründer vor, berichteten von ihren Erfahrungen und stellten sich Fragen der Studierenden.

So startete Jan Siebert als Einzelunternehmer und hat mittlerweile ein Team von 12 Personen um sich geschart, das sechs Projekte betreut. Dabei lernte er vor allem, sich immer mehr zu spezialisieren und zu positionieren. „Man muss als Experte für sein Gebiet gelten und damit die Kundschaft genau eingrenzen.“ Denn ein „spitzer Markt bedeutet auch eine hohe Relevanz für eine spezialisierte Kundschaft.“ So sei sein Projekt „Hallopodcaster“ quasi ein „auf Podcasts spezialisiertes LinkedIn.“ Er riet den Studierenden zusätzlich, die Projekte immer eng an den Kunden weiterzuentwickeln und den Fokus auf die wichtigsten Projekte zu behalten.

Anschließend berichteten Moritz Hagenmüller und Lukas Buckel über ihre Erfahrungen bei der Gründung Filmproduktionsfirma für Werbevideos. Beide hatten an der OTH Amberg-Weiden Medientechnik studiert und gemerkt, dass es zusammen mit einem Kommilitonen bei Projekten „in dieser Kombination funktioniert“. Bei einer Studentenproduktion verwendeten sie auch das erste Mal den Namen „Oakstone Productions“ und begannen damit Projekte zu bearbeiten. Dabei stellten sie fest, dass „in der Branche ein Portfolio wichtiger ist als ein Abschluss oder eine Ausbildung“. Daher war es für sie von Vorteil, bereits während des Studiums Projekte dafür zu sammeln.

​Die Startphase des gemeinsamen Projektes verlief langsam, was aber wegen des Studiums kein Problem war. So war ein Imagefilm für die Amberger Feuerwehr einer der ersten Aufträge, mit denen sie überhaupt Equipment kaufen konnten. Erst ein Film für die Wasserwacht war ein entscheidender Durchbruch, denn er führte zu mehr Folgeaufträgen und sie „bekommen bis heute Anfragen dazu“.  Inzwischen ist „Oakstone Productions“ europaweit etabliert und zum Beispiel über einen Exklusivvertrag mit dem Deutschen Roten Kreuz verbunden.

Erst danach gründeten sie offiziell und mieteten erstmals Räume an. „Es macht viel mit einem selbst, wenn eigene Räume getrennt von Wohnung und Studium da sind“, so ihr Fazit. Inzwischen haben sie eine GmbH gegründet, was sie den Studierenden auch als Tipp mitgaben. Denn es zeigt potenziellen Kunden, „dass wir es mit der Firma ernst meinen“. Außerdem hat diese Unternehmensform Vorteile bei Versicherungen und Haftung, zum Beispiel im Fall von Unfällen während der Drehs.

Bei der anschließenden Fragerunde war vor allem die Kundenakquise für zuerst kleine Projekte ein Thema. Hier waren sich beide Gründungsteams einig: Am Anfang sind vor allem Mundpropaganda über eigene Kontakte und Social Media sehr nützlich. Den Durchbruch erreichten beide aber mit ihren Projekten über ein großes Portfolio an Referenzen und über eine gute Position in den Suchmaschinen.

Wenn Sie weitere Fragen zu den Themen Gründung und Selbstständigkeit haben wenden Sie sich einfach an den Projektleiter des Oberpfalz Start-up HUB, Dr. Bastian Vergnon, unter b.vergnon@oth-aw.de oder +49 (961) 382-1915.

Jan Siebert von „tomorrow web“

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