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Summeredition der Winterschule für Medizinische Physik der DGMP

| Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen und Gesundheit, Medizintechnik

Was im Mai 2018 mit der Planung begann, konnte nun im dritten Anlauf durchgeführt werden: die Winterschule der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP). Auf Anfrage von Dr. Gabriele Sroka-Perez, Vorsitzende des Kuratoriums der Winterschule der DGMP, organisierte Prof. Dr. Ralf Ringler im Rahmen der jährlich in Pichl bei Schladming, Österreich, stattfindenden Fortbildung für Medizinphysiker aus der Schweiz, Österreich und Deutschland einen einwöchigen Kurs zur „Medizinischen Physik in der Magnetresonanztomographie“.

Der Kurs sollte ursprünglich vom 15. bis 20. März 2020 stattfinden. Nach einjähriger Planungs- und Organisationsphase stand im Sommer 2019 das Programm mit 11 Referenten (aus Weiden, Würzburg, Erlangen, Halle (Saale), Linz und Wien) und vier Firmen aus Deutschland, USA und Niederlande für den einwöchigen Kurs zur Magnetresonanztomographie und die Anmeldungen liefen zahlreich bei der DGMP ein. Typischerweise kommen für die drei Kurse (Strahlentherapie, Audiologie und MRT), die von der DGMP angeboten werden, ca. 140 bis 160 Teilnehmer aus der D/A/CH-Region.  Aufgrund der Pandemielage bot sich der DGMP erst jetzt im Juli die Chance zu einer Summer-Edition der Winterschule, zu der rund 130 Medizinphysiker nach Österreich gekommen sind.

Den Teilnehmern wurde in dem Kurs von Prof. Dr. Ralf Ringler ein weitreichendes Spektrum der Magnetresonanztomografie (MRT) in einer Woche Fortbildung geboten – angefangen von Grundlagen und Physik zur MRT bis hin zur Bildgebung mittels der speziellen. Ebenfalls im wissenschaftlichen Programm stand die Sicherheit beim MRT, die besondere Vorsicht durch das sehr starke Magnetfeld (1,5 bis 3 Tesla) – entspricht mind. 150.000-fache des Erdmagnetfeldes – und die elektromagnetischen Felder im Hochfrequenzbereich erfordern. Zudem ist es auch notwendig, kritisch auf die immer größer werdende Anzahl und Vielfalt von medizinischen Implantaten zu achten, dass der Patient keinen Schaden durch die Untersuchung nimmt. Die weitere Woche war geprägt von klinischen Fragestellungen im MRT und dem Einsatz von NeuroMRT für Patienten. Zwei HandsOn Workshops mit den Softwareprogrammen Matlab™ von Mathworks inc. und Brainvoyager™ von Brain Innovation B.V. an zwei Nachmittagen ermöglichten den Teilnehmer ein aktives Mitwirken im Kursgeschehen. Abgerundet wurde der Kurs durch einen Kamin-Industrieabend, in dem die „Welt rund ums MRT“ von vier Firmen den Teilnehmern vorgestellt wurde. Prof. Dr. Ringler begleitete die Summer-Edition mit eigenen Vorträgen und der Organisation, die selbst in der laufenden Woche noch zu kurzfristigen Anpassungen auf Grund von erkrankten Referenten geprägt war. Am Ende des Kurses zur „Medizinischen Physik in der Magnetresonanztomographie“ waren die Medizinphysiker aus dem klinischen Umfeld sehr begeistert von dem Gesamtkonzept und konnten viel neues Wissen und neue Kontakte mit in ihren klinischen Alltag mitnehmen.

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