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Strom aus Abwärme: Wirtschaftsminister Martin Zeil übergibt Förderbescheid für zukunftsweisendes Forschungsprojekt

| Pressemeldungen

Das Potenzial zur Stromgewinnung aus industrieller Abwärme ist bekannt, doch eine technisch ausgereifte und wirtschaftliche Lösung ist bisher auf dem Markt nicht verfügbar. Diese Lösung soll in einem von der Bayerischen Forschungsstiftung geförderten Forschungsvorhaben des Lehrstuhls für Technische Thermodynamik und Transportprozesse an der Universität Bayreuth (Prof. Dr.-Ing. Dieter Brüggemann) erarbeitet werden, in Zusammenarbeit mit Prof. Dr.-Ing. Andreas Weiß (Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik der Hochschule Amberg-Weiden) und dem Unternehmen DEPRAG SCHULZ GmbH u. Co. in Amberg. Um den hohen Innovationsgrad und die Aktualität des Forschungsvorhabens zu unterstreichen, überreichte der Bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil an der Universität Bayreuth in der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften den Förderbescheid in Höhe von 325.000,00 Euro an die Projektpartner Prof. Dr. Dieter Brüggemann, Prof. Dr. Andreas Weiß und Dr. Rolf Pfeiffer (Geschäftsführender Gesellschafter der DEPRAG SCHULZ GmbH u. Co.).

Von links: Wirtschaftsminister Martin Zeil, Prof. Dr. Dieter Brüggemann, Prof. Dr. Andreas Weiß und Dr. Rolf Pfeiffer.

Das von der Bayerischen Forschungsstiftung (BFS) teilfinanzierte Projekt zielt darauf ab, auf Basis des Organic Rankine Cycles (ORC) ein Minikraftwerk zu entwickeln, das vorhandene Abwärmeströme effizient in elektrische Energie umwandelt. Durch den Einsatz einer völlig neuartigen Mikro-Expansionsturbine soll der Anlagenwirkungsgrad maximiert werden. Eine erste Demonstrationsanlage wird 2013 in Bayreuth errichtet. Angestoßen wurde das Projekt dadurch, dass die Anfragen nach marktgängigen Lösungen im Bereich der Verstromung industrieller Abwärme deutlich steigen. Es zeigt sich hierbei ein Trend zu dezentralen Lösungen im Leistungsbereich von 10 bis 50 kWel. Unternehmen sind auf Grund steigender Energiepreise zunehmend daran interessiert, auch Abwärmeströme mit geringen Wärmeleistungen auf einem Temperaturniveau kleiner als 400° C effizient nutzen zu können. Der Leistungsbereich der auf dem Markt verfügbaren Anlagen liegt jedoch in der Regel oberhalb von 50 kWel, so dass die genannten Potenziale in vielen Industrieprozessen bisher nicht genutzt werden können.

Die Hochschule Amberg-Weiden baut durch das Projekt ihr Know-how im Bereich der Mini-Expansionsaggregate weiter aus. Die DEPRAG SCHULZ GmbH u. Co. wird für sich einen neuen Markt im Bereich der Abwärmenutzung erschließen.

 

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