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Wirtschaftsethikforum der Metropolregion Nürnberg

| Hochschulkommunikation, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen

Am 4. Oktober 2011 fand – veranstaltet von der initiative Zeit für Ethik - in den Räumen der Datev e.G. unter der Schirmherrschaft der Industrie- und Handelskammer Nürnberg das 5. Wirtschaftsethikforum der Metropolregion Nürnberg statt. Motto der Veranstaltung war „Leitbild gut – alles gut?! Von proklamierten Werten zu einer gelebten Führungskultur“. Inhaltlich ging es um zentrale Fragen der wirksamen Umsetzung von Leitbildern im Unternehmensalltag.

Vortrag: Prof. Ralph Erik Hartleben

Von der HAW bestritten Prof. Ralph E. Hartleben (Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen), Lehrbeauftragter Dr. Harald Bolsinger und Bachelorstudent Johannes Lang (Sprachen, Management und Technologie) zusammen mit Dr. Dietzfelbinger, Institut persönlichkeit & ethik, und dem Vorstandsvorsitzenden der Evenord-Bank, Nürnberg, Horst Schneider, den am stärksten nachgefragten, gut einstündigen Workshop: „Zeit für Ethik konkret: Wertemanagement in Theorie und Praxis“. Vorgestellt und diskutiert wurden wesentliche Aspekte des Forschungsprojekts der HAW / Zeit für Ethik / Evenord-Bank zur Entwicklung einer Ethik-Scorecard, das Herr Lang im Rahmen seiner Bachelorarbeit für die Evenord-Bank begleitet und umsetzt. Dabei wurde verdeutlicht, dass Werte und Ethik nicht nur in einem Zusammenhang zu unternehmerischem Gewinnstreben stehen, sondern vielmehr zunehmend zum entscheidenden Eckpfeiler für Unternehmenserfolg überhaupt werden und – wie jeder kritische Erfolgsfaktor – dann auch professionell gemanagt werden müssen, was mit Hilfe eines passenden Instruments, der Balanced Scorecard, als etablierte Methode zum Performance-Management, auch konsequent umgesetzt werden kann.

„Wie können neu erstellte Leitbilder in einer Organisation operationalisiert werden? Bleiben definierte Unternehmenswerte Papiertiger oder werden sie lebendig und wirksam? Wodurch erreicht man Wirkung? Wie können sich Leitbilder, Strategie- und Werteformulierungen und gelebte Führungskultur wechselseitig inspirieren? Was ist wesentlich, um die vorhandene Kultur im Unternehmen zu verändern und eine ethische Kultur zu stärken? Wo und wie wird Führung und Haltung im Unternehmen gelernt? Welche Rolle spielen Regeln, welche Haltungen und welche Erfahrungen aus der Praxis? Sollen Wertemanagement und Leitbildethik controlled werden und wenn ja, wie kann das erfolgen?“: Fragen wie diese standen im Fokus der gut besuchten Veranstaltung und wurden mit Beispielen aus der Metropolregion konkretisiert und diskutiert. Im Mittelpunkt standen Workshops mit Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen und Institutionen der Region, die aus der Praxis für die Praxis berichteten.

 

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