Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

CARBOblaster im Labor Kunststofftechnik

| Hochschulkommunikation, Fakultät Maschinenbau / Umwelttechnik

Im Labor Kunststofftechnik (Prof. Dipl.-Ing. Joachim Hummich, Prof. Dr.-Ing. Tim Jüntgen) der Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik steht nun ein mobiles Gerät zur „sanften“ Schneestrahlreinigung - ein CARBOblaster der Firma CARBO Kohlensäurewerke GmbH & Co. KG (Bad Hönningen) zur Verfügung.


Das Reinigungsprinzip ähnelt zunächst dem des klassischen Hochdruckreinigers. Allerdings ist das Trockeneisstrahlen ein „trockener“ Reinigungsprozess, da das Strahlmittel CO2 in seiner festen Form als Trockeneis selbst kein Wasser enthält und diese Trockeneispellets bei Energiezuführung direkt vom festen in den gasförmigen Aggregatzustand übergehen (Sublimation). Der zugrunde liegende Reinigungseffekt beim Strahlen mit tiefkalten Trockeneispellets ist somit sowohl thermischer als auch mechanischer Natur. Auf diese Weise können unterschiedlichste Verschmutzungen, wie z. B. Werkzeug-/Formbeläge etc. ohne Beschädigung des Grundmaterials schonend entfernt werden. In ersten internen Versuchen hat sich der CARBOblaster unter anderem auch beim Reinigen von lasergesinterten Polyamid-Prototypingbauteilen bewährt, die so in kurzer Zeit von nicht aufgeschmolzenem Polyamid-Pulver befreit werden konnten. Da überdies keine aggressiven Reinigungs- oder Lösemittel verwendet werden, ist das Trockeneisstrahlen ein umweltfreundlicher Prozess, bei dem keine schädlichen Emissionen oder verunreinigtes Strahlgut anfallen. Das Trockeneis wird ausschließlich aus natürlich vorkommender Kohlensäure hergestellt und trägt somit im Gegensatz zu industriell erzeugtem CO2 nicht zur Erhöhung der globalen CO2-Emissionen bei.

Nach oben