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Medizintechnik: Vortrag zu Biofilm und Biomimetik

| Hochschulkommunikation, Medizintechnik

Im Rahmen der Ringvorlesung zu aktuellen Trends in der Medizintechnik referierte Dr. Stefan Ullrich (Zahnarzt und Spezialist für Implantologie) auf Einladung von Prof. Dr. Franz Magerl (Studiengangsleitung Medizintechnik) an der HAW in Weiden zum Thema „Biofilm und Biomimetik“.

Referent Dr. Stefan Ullrich

Der Referent erläuterte dem Auditorium zunächst den Begriff „Biofilm“. Dieser besteht aus einer dünnen Schleimschicht, in der Mikroorganismen, wie z.B. Bakterien, Pilze oder Algen integriert sind. Biofilme entstehen, wenn sich Mikroorganismen an Grenzflächen ansiedeln. So existieren Biofilme nicht nur auf Steinen in Flüssen oder Seen, in Rohrleitungen oder auf Schiffsrümpfen, sondern auch im Mundraum eines jeden Menschen. Gerade im Bereich der Zahnmedizin sind mikrobielle Biofilme oft die Ursache für Schäden an Zähnen und deren umgebende Strukturen. Dr. Ullrich zeigte die unterschiedlichen Entwicklungsstufen eines Biofilms auf und ging dabei im Speziellen auf die Entstehung von Parodontitis - eine durch Bakterien bedingte, entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates – die durch einen Biofilm ausgelöst werden kann, ein. Laut dem Experten lässt sich ein Biofilm am leichtesten auf dem mechanischen Wege durch die richtige Reinigung mit Zahnbürste und weiteren Hygienehilfen entfernen.

Ist an den Zähnen dennoch ein irreversibler Schaden entstanden, so erfolgt die Rekonstruktion des verloren gegangenen Gewebes. Der Referent erklärte dabei, basierend auf den neuartigen Erkenntnissen der Biomimetik, die speziellen Rekonstruktionsverfahren und veranschaulichte diese anhand von Praxisbeispielen. Abgerundet wurde der Vortrag mit einer interessanten und aktiven Diskussion.

Detaillierte Informationen zur Ringvorlesung erhalten Interessierte unter www.haw-aw.de/Medizintechnik

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