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Medizintechnik: Exkursion zur Siemens AG Kemnath

| Hochschulkommunikation, Medizintechnik

Die Bereiche Röntgendiagnostik und Onkologie bei der Siemens AG in Kemnath waren das Ziel einer Exkursion von Studierenden der Medizintechnik unter Leitung von Prof. Dr. Ralf Ringler und Lehrbeauftragtem Dipl.-Ing. Franz Beimler im Rahmen der Lehrveranstaltung „Radiologie und Nuklearmedizin“.

Die Exkursionsgruppe bei der Siemens AG

Wenn ein Patient mit einem Röntgensystem, einer Angiographieanlage, einem Computertomographen untersucht oder mit einem Beschleuniger in der Strahlentherapie behandelt wird, ist oft ein Teil der Technik, der sich in diesen Geräten befindet, von Siemens in Kemnath entwickelt worden. Effiziente Diagnostik und zielgerichtete Therapie sind maßgeblich für ein schlankes und wirtschaftliches Gesundheitssystem in den nächsten Jahrzehnten. Am Vormittag wurde die Gruppe von Herrn Knöfel und Herrn Schmid in der Fertigung der Linearbeschleuniger für die Strahlentherapie begrüßt. Die Gruppe wurde durch die Fertigung und Montage-Stationen geführt und dabei wurden die einzelnen Komponenten des Beschleunigers „Artiste“ erläutert. Die Fertigung der Multileaf-Kollimatoren und die komplette Endmontage der aktuellen Linearbeschleunigerserie „Artiste“ erfolgt am Standort Kemnath. Die Präzisionsbestrahlung eines Tumors erfordert dabei geringste Fertigungstoleranzen und mikrometergenaue Positionierung der 160 Blenden in der Kollimatoreinheit. Nach erfolgter Montage und ersten elektrischen Systemtests wird der fertige Beschleuniger in Testzellen, mit drei Meter dicken Betonwänden für den Strahlenschutz, auf seine Bestrahlungsleistung getestet und optimal eingestellt. Erst danach wird das Gerät zum Kunden ausgeliefert und dort installiert.

Am Nachmittag wurde der Exkursionsgruppe von Herrn Udo Steger der Bereich Fluroskopie, Projektionsradiographie und C-Bogen Systeme vorgestellt. Der Blick hinter das „Cover“ schult das Verständnis der verwendeten Komponenten in Röntgenanlagen. Die Kunden - Fachärzte aus dem Klinikum und den niedergelassenen Praxen- treten dabei an die Entwickler heran, deren Aufgabe darin besteht, eine effiziente und wirtschaftliche Lösung zu erarbeiten. Dabei dürfen gängige Normen, Strahlenschutz, Röntgenverordnung und Zulassungskriterien für Medizinprodukte nicht außer Acht gelassen werden. Ein herzliches Dankeschön an die engagierten Siemens-Mitarbeiter, die den Studierenden die Möglichkeit eröffnet haben, ein tieferes Verständnis für die Thematik zu erlangen.

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