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Vortrag in der Medizintechnik: „Operieren ohne Messer“

| Hochschulkommunikation, Medizintechnik

Im Rahmen der Ringvorlesung zu aktuellen Trends in der Medizintechnik referierte Prof. Dr. Florian Steinmeyer (Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg) auf Einladung von Prof. Dr. Franz Magerl (Studiengangsleitung Medizintechnik) zum Thema „Operieren ohne Messer: Magnetresonanz-gestützter therapeutischer Ultraschall zur Tumorabtragung“.

Referent: Prof. Dr. Florian Steinmeyer

In den letzten Jahren haben sich als Ergänzung der klassischen Chirurgie minimal-invasive Verfahren zur thermischen Zerstörung von Tumoren oder Gewebsteilen herausgebildet, mit denen sehr patientenschonend behandelt werden kann. Während die meisten Verfahren (Hochfrequenz- und Mikrowellenablation, Laserablation, Cryoverfahren) noch einer Nadel bedürfen, kommt fokussierter Ultraschall ganz ohne Eingriff aus.

Der Referent definierte zunächst den Begriff HIFU, der als Abkürzung für „High Intensity Focused Ultrasound“ steht. Es handelt sich hierbei um eine medizinische Anwendung von Ultraschall, bei der durch gezielte Bündelung der Schallwellen Gewebe erhitzt und zerstört wird. Dieses therapeutische Verfahren wird auch als Ultraschallablation, fokussierte Ultraschallchirurgie (FUS) oder Pyrotherapie bezeichnet. Ein wichtiges Anwendungsfeld ist die Behandlung von Prostatakrebs. Die Nutzung bei einer Vielzahl anderer Erkrankungen wurde in kleinen Studien erprobt. Nach Erläuterung der Grundlagen verschaffte Prof. Dr. Steinmeyer den Zuhörern einen Überblick über den aktuellen Stand der klinischen Anwendungen. Abgerundet wurde der Vortrag mit einer regen und interessanten Diskussion.

Detaillierte Informationen zur Ringvorlesung erhalten Interessierte unter www.haw-aw.de/Medizintechnik

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