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Expertentreffen: 6. Oberpfälzer Werkzeugseminar

| Hochschulkommunikation, Fakultät Maschinenbau / Umwelttechnik

An der HAW in Amberg fand das 6. Oberpfälzer Werkzeugseminar mit 90 Teilnehmern aus der Wirtschaft statt. Die Seminarreihe, die alle 3 Monate stattfindet, wurde auf Anregung regionaler Unternehmen von Prof. Dr. Wolfgang Blöchl (Fakultät Maschinenbau / Umwelttechnik) initiiert und von ihm erneut organisiert. Der Wettbewerbsdruck in Verbindung mit dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel zwingt zur Nutzung aller Verbesserungspotenziale.

6. Oberpfälzer Werkzeugseminar

Die gestiegene Produktivität durch neue Werkzeuge führt zu deutlich verkürzten Prozesszeiten. Prof. Dr. Blöchl hat als Defizit ausgemacht, dass es oft zu lange dauert, bis die Möglichkeiten neuer Werkzeuge in den Betrieben voll genutzt werden. Ziel war es daher, zu diesem Themenbereich Anregungen zu geben, um die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu verbessern.

Die Wohlhaupter GmbH ist ein innovationsführendes Unternehmen im Bereich der Ausdrehwerkzeuge. Die wesentlichen Innovationen liegen in der konsequenten, digital angezeigten Einstellung der Werkzeuge, wodurch laut Referentem Herrn Allgaier das Ziel verfolgt wird, die Rüstzeiten deutlich zu reduzieren und dabei die Ausschussquote zu senken. Daneben wurden selbstwuchtende Werkzeuge entwickelt und auf den Markt gebracht. Eine hohe Wuchtgüte sei aufgrund steigender Schnittgeschwindigkeiten von zunehmender Bedeutung.

Prof. Dr. Blöchl griff im Anschluß die aktuellen Entwicklungen auf, und erläuterte ein System zur Werkzeugauswahl und Prozessoptimierung, das an der Hochschule in Amberg entwickelt wurde. Die in der Praxis in den Fokus gestellte Standzeit von Werkzeugen spiele dabei wie der Anschaffungspreis des Werkzeuges eine untergeordnete Rolle. Herr Kluge von der Haimer GmbH zeigte Lösungen zum Wuchten von Werkzeugen außerhalb der Maschine auf. Durch den Einsatz dieser Technik kann die Oberflächenqualität der Bauteile bei höherem Standvolumen und längerer Spindellebensdauer verbessert werden. Die vorgestellten Geräte stellten einen guten Kompromiss zwischen Aufwand und Nutzen dar.

Die Lösungen wurden nach den Vorträgen im Labor Werkzeugmaschinen der HAW am neuen 5-Achs Bearbeitungszentrum vom Typ Grob G350 vorgeführt. Neben der Vermittlung von Informationen wurde ein Diskussionsforum zwischen industriellen Anwendern, Anbietern und Experten der Hochschule geboten. Die Teilnehmer der Veranstaltung kamen aus Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg.

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