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Bayerischer Energiepreis 2012 für das IfE

| Hochschulkommunikation, Fakultät Maschinenbau / Umwelttechnik

Das Projekt „Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Neubau des Gymnasiums in Wendelstein“ in Kooperation zwischen dem Landkreis Roth und dem Institut für Energietechnik IfE GmbH an der HAW (Leitung: Prof. Dr. Markus Brautsch) wurde am 18. Oktober 2012 durch den Bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, MdL Martin Zeil, in der Kategorie „Erneuerbare Energien“ mit dem Bayerischen Energiepreis 2012 ausgezeichnet.

Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen des Symposiums „Die Energiemärkte der Zukunft gestalten“, organisiert von der Bayern Innovativ GmbH und der Bayerischen Energieagentur „Energie Innovativ“ in Nürnberg. Das Konzept „Gymnasium Wendelstein“ ist Ausdruck einer konsequenten Weiterentwicklung der Energiepolitik des Landkreises Roth. Es gelang innerhalb von zehn Jahren, durch die Nutzung von regenerativen Energiequellen (Biomasse, Deponiegas, Sonne) und energetische Sanierungen den Ausstoß von Kohlendioxid landkreiseigener Liegenschaften um 86 Prozent zu senken. Auf dieser Basis gründete der Landkreis Roth im Jahr 1995 die bayernweit erste kommunale Energieagentur.

Der Landkreis Roth hat damit in enger Kooperation mit dem Institut für Energietechnik IfE an der Hochschule Amberg-Weiden den Neubau des Gymnasiums in Wendelstein realisiert. Eine vierjährige, kontinuierliche und erfolgreiche Zusammenarbeit beider Partner umfasste dabei die folgenden Phasen: Definition der energetischen Standards im Kreistag, Umsetzung eines Architektenwettbewerbs, Entwicklung eines hochinnovativen Gesamtenergiekonzeptes, Begleitung der Umsetzung sowie eine auch künftige wissenschaftliche Beratung im Bereich des Energiesystems. Auf diese Weise ist es gelungen, einen Gymnasiums-Neubau zu errichten, der sich durch ein Höchstmaß an Energieeffizienz, die Nutzung erneuerbarer Energien und Wirtschaftlichkeit auszeichnet. Der Lehrbetrieb im Gymnasium begann am 13. September 2012. Die hochinnovativen Energiesysteme (Wärmepumpe, Photovoltaik, Bauteilaktivierung, Wärmerückgewinnung) können aktiv in die Lehrpläne des Physik-, Natur- und Technikunterrichts eingebunden werden.

„Das Gymnasium Wendelstein steht im Sinne der Energiewende in Bayern für ein gelungenes Demonstrationsprojekt, wie durch die Zusammenarbeit von kommunaler Verwaltung und angewandter Wissenschaft Ökologie und Ökonomie im Neubau kommunaler Gebäude realisiert werden können“, so Prof. Dr. Markus Brautsch.

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