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Medizintechnik: Vortrag an der Volkshochschule Weiden

| Hochschulkommunikation, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen, Medizintechnik

Im Rahmen des „Studium Generale“ an der Volkshochschule Weiden referierte Prof Dr. Ralf Ringler (Studiengang Medizintechnik) auf Einladung von Frau Anastasia Poscharsky-Ziegler zum Thema „Medizin und Technik – eine Notwendigkeit?“.

Der Vortrag befasste sich mit dem hohen Grad der Technisierung von Medizinprodukten. Schwerpunkte in der Entwicklung sind dabei neben einem einfachen Workflow vor allem eine perfekt balancierte Schnittstelle zum Anwender. Über Software kann der Anwender auf einfache Weise sein Medizinprodukt steuern und der behandelnde Arzt über einen parallelen Zugang die Konfiguration einstellen und Messparameter auslesen. In einem kurzen Überblick stellte Prof. Ringler den Teilnehmern die Hochschule Amberg-Weiden sowie den wachsenden Pool an Ausbildungsmöglichkeiten vor. Der Studiengang Medizintechnik vermittelt die notwendige Fach- und Methodenkompetenz zur Entwicklung, Erprobung, Fertigung und Anwendung von medizintechnischen Produkten (Komponenten, Geräte, Systeme). Die Studierenden erwerben das erforderliche medizinische Fachwissen in direkter Verbindung mit praxisbezogenen Kenntnissen aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften.
Neben physiologischen Grundlagen des Auges stellte der Referent aktuelle Therapiemöglichkeiten mit Laser zur Korrektur der verschiedenen Formen einer Sehschwäche vor. Laser in der Nano-Medizin eröffnen völlig neue Behandlungsmöglichkeiten des Auges, ohne dabei die verbliebene Sehleistung zu gefährden. Okuläre Implantate auf der Retina ermöglichen Patienten mit intaktem Sehnerv, aber defekten Lichtrezeptoren auf dem Augenhintergrund stufenweise wieder Bilder zu erkennen und die Orientierung im Raum zu erlangen. Ein Laser, der auch in der Zahnheilkunde Anwendung findet, kann dabei wirkungsvoll in der Prophylaxe der Parodontitis eingesetzt werden. Dazu benötigt der Medizintechniker neben den profunden Kenntnissen der Laserphysik auch tiefgreifende Kenntnisse über die Physiologie und Biochemie der Zelle.
Ein weiteres Beispiel zeigte die rasanten Fortschritte auf dem Gebiet der Audiologie. Neben klassischen Hörgeräten werden Technologien von Cochlearimplantaten (Implantate, die unser Hörorgan direkt erregen) bis hin zu Stimulatoren, die den Anteil des Hörnervs (Nervus cochlearis) im Hirnstamm erregen, eingesetzt, um dem Patienten das Hören zu ermöglichen.

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