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Medizintechnik: Spende vom Klinikum St. Marien Amberg

| Hochschulkommunikation, Medizintechnik

Die Abteilung Medizintechnik des Klinikums St. Marien Amberg unterstützt die Lehrveranstaltung „Radiologie und Nuklearmedizin“ von Prof. Dr. Ralf Ringler (Studiengang Medizintechnik) mit einem Messplatz für die Nuklearmedizin. Der so genannte „Bohrloch-Messplatz“ kommt gewöhnlich in der Nuklearmedizin zur Bestimmung von geringsten Konzentrationen radioaktiver Stoffe und zur Detektion von unbekannten Stoffen zum Einsatz.

Der Messplatz für die Nuklearmedizin

Die Sachspende ermöglicht den Studierenden die praxisnahe Erforschung von Proben, die aus dem alltäglichen und natürlichen Umfeld kommen. Zudem werden praktische Hintergründe zum Aufbau und der Funktion von in-vitro-Messsystemen, die in der Nuklearmedizin eingesetzt werden, vertieft. Bohrloch-Szintillationszähler dienen zur Bestimmung von Aktivitätskonzentrationen in kleinen Substanzmengen mit geringer Aktivität. Dabei handelt es sich z. B. um Proben von Urin, Serum u. a. Stoffen, die im Reagenzglas gewonnen wurden. Im klinischen Alltag werden Bohrlochmessplätze beispielsweise für Nierenfunktionsanalysen eingesetzt. Das Messsystem besteht aus einem Na-J-Szintillatorkristall (Natrium-Jodid), der mit einer zentralen Bohrung für die Aufnahme von Messproben mit einem maximalen Volumen von ca. 20 ml versehen ist. Um äußere Störeinflüsse zu vermeiden, ist das Detektorsystem mit einer dicken Bleiabschirmung versehen. Mit Hilfe der Gamma-Spektroskopie können durch entsprechend lange Messzeiten unbekannte Substanzen mit statistisch hoher Signifikanz nachgewiesen werden.

Großer Dank für die Sachspende gilt dem Klinikum St. Marien Amberg, insbesondere Frau Melanie Schwabe, Leiterin der Abteilung Medizintechnik, und Herrn Dr. Richard Lösch für die technische Unterstützung mit Manuals zum System.

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