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„Tempo (Speed) um jeden Preis: Anreiz zur Grenzüberschreitung in der Beschleunigungsgesellschaft“

| Hochschulkommunikation

Unter diesem Titel referierte an der OTH Amberg-Weiden Professor Dr. Heiner Keupp, langjähriger Professor für Sozial- und Gemeindepsychologie an der LMU München und anerkannter Experte.

Fotograf: A. Beer

Die Geschichte der Menschheit ist immer auch eine Geschichte der Beschleunigung. Jeder Beschleunigungsschub, der mit technischen Innovationen verbunden war, hat Ängste und Befürchtungen erzeugt. In der Regel hat die Menschheit diese Veränderungen in ihr Normalitätsverständnis integriert. Werden die aktuellen Beobachtungen einer zunehmenden Beschleunigung in privatem wie beruflichem Alltag ebenfalls zu einer Normalisierung führen? Oder müssen Möglichkeiten der Entschleunigung entwickelt werden? Diese spannenden Fragen wurden in einem lockeren Vortrag beleuchtet, der mit vielen Anekdoten aus dem großen Erfahrungsschatz des Referenten bereichert war.
In der abschließenden Diskussion wurde spürbar, dass die Entwicklung von Entschleunigungs-Strategien von einer großen Mehrheit gewünscht wird. Auf keinen Fall darf der Druck der Speed-Gesellschaft dazu führen, den Markt illegaler Drogen zu beleben, die den Menschen mehr Leistung und Beschleunigung versprechen, aber mit dem Risiko, irgendwann ein Absturz zu erleiden.
Einen Akzent im Programm bildete der Auftritt einer jungen Rap-Gruppe von sechs Schülerinnen und Schülern der Weidener Mittelschulen. In zwei Songs brachten sie dem Publikum ihre Vorstellung vom richtigen Umgang mit Alltagsproblemen nahe. Impulsgeber für die Veranstaltung war die Drogenpräventions-Initiative „Need NO Speed“, als Mitveranstalter traten die OTH Amberg-Weiden und der Lions Club Weiden Goldene Straße auf.  

www.need-no-speed.de
www.lions-goldene-strasse.de

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