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Technik ohne Grenzen: Projekt in Tansania

| Hochschulkommunikation

Studierende des Vereins "Technik ohne Grenzen" erarbeiten für das Nkoaranga Lutheran Hospital ein Müllkonzept mit Müllverbrennungsofen in Tansania. Elena Michel, Felix Utoff und Benjamin Rohatsch, Studierende der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden, waren im Juni zur Vorerkundung in Ostafrika.

Das Nkoaranga Lutheran Hospital liegt etwa 10 km östlich von der 500.000 Einwohner Stadt Arusha im nordöstlichen Gebiet von Tansania. Es ermöglicht der lokalen Bevölkerung in einem Umkreis von 20 km eine stationäre und ambulante medizinischen Versorgung. Dabei liegt der Schwerpunkt neben der Geburtshilfe vor allem auf Innerer Medizin und Infektionskrankheiten. Das Krankenhaus besitzt bereits einen Müllverbrennungsofen, der hauptsächlich zur Beseitigung von Spritzen verwendet wird.  Die dabei zu erreichenden Temperaturen sind allerdings nicht  annähernd ausreichend, um die reichlich vorhandenen infektiösen Anteile unschädlich zu machen. Auch die starke Rauchentwicklung und Freisetzung schädlicher Rauchgase stellt eine erhebliche gesundheitliche Belastung für Anwohner, Personal und Patienten dar.
Im Rahmen der Vorerkundung konnten die Studierenden das Krankenhaus näher kennenlernen und Kontakte zum Krankenhauspersonal und ansässigen Handwerkern herstellen. Auch analysierten sie die Müllsituation vor Ort. Zur Freude des Teams konnte festgestellt werden, dass bereits einige Ansätze zur Mülltrennung vorhanden sind. So werden Spritzen und scharfe Gegenstände separat gesammelt. Plastik-, Infektiöser und Restmüll werden in verschiedenfarbige Behälter entsorgt. Gemeinsam mit den Partnern vor Ort konnte ein Lösungsansatz für die Müllproblematik entwickelt werden. Im Zuge der Vorerkundung konnte der zukünftige Standort für den Ofen festgelegt werden, sodass bis zum nächsten Besuch von Technik ohne Grenzen im Oktober dort bereits das Fundament steht. Neben dem Bau des Ofens sollen zusätzlich Schulungen für das Krankenauspersonal zum Thema Mülltrennung durchgeführt werden. Auch ist es geplant, dass die Studenten neben dem bestehenden (schriftlichen) Beschilderungssystem ein bildliches System für die analphabetische Bevölkerung anbringen. Der aktuelle Stand des Projektes kann hier verfolgt werden.

Der Verein Technik ohne Grenzen (TeoG) wurde 2010 in Erlangen-Nürnberg gegründet. Seit drei Jahren besteht in Amberg eine Regionalgruppe, die durch Studierende der OTH Amberg-Weiden initiiert wurde.  TeoG setzt sich für die Entwicklungszusammenarbeit in Afrika ein, wobei  den Menschen weder deutsche Ideen oktroyiert werden noch ihnen die Verantwortung genommen wird sich um ihre Projekte zu kümmern. Ansprechen soll der Verein jeden, der sich für Technik engagieren möchte (www.teog.ngo). Das Projektteam: Elena Michel, Felix Utoff, Benjamin Rohatsch, Claudia Matzke, Marcella Portain, Christoph Klaaßen, Leonhard Waldmüller, Thomas Kiupel, Patricia Künzig

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