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Wie können sich KMUs vor Wirtschaftsspionage schützen?

| Hochschulkommunikation, Fakultät Betriebswirtschaft

Auf Einladung der Professoren Dr. Günter Schicker und Dr. Johann Strassl erarbeiteten Studierende der Vertiefung „Industrielles Dienstleistungsmanagement“ im Studiengang Handels- und Dienstleistungsmanagement mit einem Mitarbeiter des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz Erkennungs- und Maßnahmen für den Know how-Schutz. Drei Kernthemen wurden deutlich: Nicht warten, bis der Spionagefall eingetreten ist, „Kronjuwelen“ identifizieren und „Sicherheit muss Chefsache sein“.

Prof. Dr. Günter Schicker und Prof. Dr. Johann Strassl

Mit unauffällig getragenen Kameras werden Anlagen abgefilmt und in einer anderen Produktionsstätte im Ausland fast identisch nachgebaut. Ein Einzelfall? - Nein, sagt ein Mitarbeiter des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz an der Fakultät Betriebswirtschaft. Viele Unternehmen sind zögerlich, wenn es um Maßnahmen in kleinen und mittelständischen Unternehmen gegen Wirtschaftsspionage und Piraterie geht. Es ist wohl eine der großen betrieblichen Debatten: Ist unser Unternehmen sicher?

Die deutsche Wirtschaft mit ihren Weltmarktführern, die sich auch in der Oberpfalz finden, steht für technologischen Fortschritt, hohe Qualität sowie Erfolg im internationalen Wettbewerb. Dadurch sind sie für ausländische Wettbewerber und Länder ein interessantes Ausforschungsziel. Nachrichtendienste der Länder Russland oder China haben u. a. die Aufgabe einer weltweiten Auslandsaufklärung der Wirtschaft, Wissenschaft und Technik. Zu beobachten ist, dass die Methoden der Wirtschaftsspionage vielfältiger werden und durch die fortschreitende Entwicklung der Informationstechnologie immer vielseitiger. Dennoch sind die offene Beschaffung vertraulicher Informationen auf Messen oder die konspirative Beschaffung durch Bestechung, Beobachtung oder Einbruchdiebstahl oft unabhängig von der Technik. So belegen Studien, dass eigenen Mitarbeiter beim Verlassen sensibler Informationen häufig die größte Rolle spielen. Die Kosten durch Wirtschaftsspionage werden in Deutschland auf über vier Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

Weitere Informationen bei: Prof. Dr. Johann Strassl (j.strassl@oth-aw.de).

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