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OTH-Industrieprojekt: Welche Zukunft hat Biogas?

| Hochschulkommunikation, Fakultät Betriebswirtschaft

Kann man mit Biogasanlagen noch Geld verdienen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Industrieprojektes der OTH in der Studienvertiefung „Industrielles Dienstleistungsmanagement“ mit der Firma Fickert+Winterling aus Marktredwitz. Aufgrund der EEG-Reform (Erneuerbare Energien Gesetz) ist der Markt für Biogasanlagen in Deutschland in den vergangenen Monaten eingebrochen. Umso spannender war daher die Aufgabe für Studierende, gerade für diese schwierige Branche interessante Vermarktungsszenarien zu entwerfen und zu bewerten.

Abschlusspräsentation mit Firmenvertretern

Der Projektpartner, die Firma Fickert + Winterling, entwickelt und produziert am Standort Marktredwitz Maschinen für Handwerk und Industrie. Zu den Kunden gehören Kleinunternehmer ebenso wie große international tätige Konzerne der Glasindustrie (u.a. Walzglasfertigung für die Photovoltaik-Branche).

Im Zuge eines groß angelegten Forschungsprojektes wurde in den letzten Jahren ein neues Geschäftsfeld untersucht. In diesem Zusammenhang wurde eine modulare Biogasanlage (der sog. „Biogastiger“) mit einem Leistungsumfang von 75 KW mit Fokus auf Reststoffverwertung als Versuchsanlage in Bergnersreuth bei Arzberg entwickelt, projektiert und in Betrieb genommen.

Unter der Leitung der Professoren Dr. Johann Strassl und Dr. Günter Schicker sowie der Koordination von Herrn Pierre Haider von der Firma Fickert+Winterling erarbeiteten Studierende gemeinsam Antworten auf folgenden Fragen: Wie kann das Unternehmen mit der entwickelten Biogas-Kompetenz zukünftig Geld verdienen? Welche Zielgruppen sind besonders attraktiv und welche Gründe sind für potenzielle Kunden überzeugend, auch zukünftig in Biogaslösungen zu investieren? Gibt es spannende Alternativen zu EEG-fokussierten Lösungs- und Finanzierungskonzepten?

In vier Teams wurden Vermarktungsszenarien für die Zielgruppen im deutschen Markt herausgearbeitet. Bedarfsträger wurden beschrieben, Handlungsmotivation und Marktpotenzial abgeschätzt sowie Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen durchgeführt. Durch Interviews mit Vertretern potenzieller Kunden aus den untersuchten Zielgruppensegmenten wurden die recherchierten Ergebnisse mit der Praxis abgeglichen und vertieft. Die Projektergebnisse wurden am 21. Januar 2015 den Firmenvertretern sowie beteiligten Projektpartnern vorgestellt.

Weitere Informationen erhalten Sie von Prof. Dr. Günter Schicker (g.schicker@oth-aw.de).

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