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Arbeitstreffen: Herkunftssprachen

| Hochschulkommunikation, Sprachenzentrum

Egal, wo man lebt und wie viele Sprachen man spricht – in keiner Sprache fühlt man sich so Zuhause wie in der Muttersprache. Das gilt für Deutsche ebenso wie für Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund oder aus dem Ausland. Für die OTH Amberg-Weiden stellt sich deshalb die Frage: Wie kann sie Studierende unterstützen, ihre Mutter- oder Herkunftssprache auch in der Hochschule zu vervollkommnen? Antworten darauf fanden Experten am 25. April 2015 – beim Arbeitstreffen „Herkunftssprachen“ an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) in Weiden.

 An der Veranstaltung nahmen 25 Lehrende und Leiterinnen von Sprachenzentren aus Hochschulen der angewandten Wissenschaften und Universitäten aus ganz Deutschland teil. In ihrer Begrüßung betonte Vizepräsidentin Prof. Dr. Andrea Klug die Relevanz des Sprachunterrichts an der OTH Amberg-Weiden. Darauf sprach Dr. Astrid Reich, Leiterin des Sprachenzentrums der Ruhr-Universität Bochum, über die wichtigsten Aspekte, die bei der Einführung von Kursen für Herkunftssprecher zu beachten sind. Hierbei betonte Dr. Astrid Reich, dass Herkunftssprecher in Deutschland eine soziale und politische Realität sind, und an den Hochschulen laut der 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks ca. 23% der Studierenden in diese Gruppe fallen. Während aber Herkunftssprachen in vielen Bundesländern im Bereich der schulischen Ausbildung bereits gefördert werden, mangelt es an den Hochschulen noch an ausreichend differenzierten Kursangeboten. Unter Federführung von PaedDr. Ladislava Holubová konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich zu den bisherigen Erfahrungen im Bereich „Herkunftssprachen“ sowie über die gezielte Förderung von Studierenden mit herkunftssprachlichen Sprachkenntnissen (z. B. in Russisch und Tschechisch) in Fachvorträgen und Erfahrungsberichten austauschen. An der OTH Amberg-Weiden wird bereits ein Pilotprojekt „Herkunftssprache“ im Russischen erfolgreich durchgeführt. Dieses wird auf weitere Sprachen übertragen. Mehr erfahren: Interview mit Dr. Bernd Meyer von der Universität Hamburg zu „Herkunftssprachen“ Programm zum Arbeitstreffen Herkunftssprachen

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