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Masterstudiengang Medizintechnik: dezentrale Diagnostik im Krankenhaus

| Hochschulkommunikation, Medizintechnik

Blutzuckermessgeräte gehören zum Alltag von Diabetikern. Aus einem Tropfen Blut generieren sie in wenigen Sekunden einen Messwert, auf den Diabetiker ihre Therapie abstimmen können. Diese „Patientenselbsttestung“ ist das bekannteste Beispiel der dezentralen Diagnostik, dem Point of Care Testing (POCT). In professionellem Umfeld wie in einem Krankenhaus ergänzt POCT die zentrale Diagnostik aus dem Labor. Dr. Alexander von Meyer, Chefarzt für Laboratoriumsmedizin der Kliniken Nordoberpfalz AG, berichtete darüber im Masterstudiengang Medizintechnik.

Die Studierenden erhielten detaillierte Informationen über Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen der POCT im Krankenhaus. Dr. von Meyer gab einen Überblick der wichtigsten POCT-Anwendungen (Blutglukose und Blutgase) und erläuterte das Für und Wider einer flächendeckenden MRSA-Testung mit POCT. Darüber hinaus wurde auch die Thematik Qualitätskontrolle, Mitarbeiterschulung und Datenanbindung der POCT-Systeme im Krankenhaus vertieft besprochen und die Notwendigkeit nach einheitlichen Standards abgeleitet. Der Vortrag von Dr. von Meyer rundete die Veranstaltungsreihe „Point of Care und Molekulare Diagnostik“ ab, in der aus der Praxis des Mediziners und Anwenders berichtet wurde. Das Verständnis für die Anforderungen des Kunden sowie die medizinischen und organisatorischen Zusammenhänge in einem Gesundheitszentrum ermöglichen den Ingenieuren, zukünftige Entwicklungen noch besser auf die Marktbedürfnisse abzustimmen. Die Veranstaltungsreihe wurde von Prof. Burkhard Stolz, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen, organisiert.

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