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Studientag: „Verantwortungsvolle Unternehmensführung – zwischen ethischen Ansprüchen und ökonomischer Rationalität“

| Hochschulkommunikation

Das OTH-Forschungscluster „Ethik, Technologiefolgenforschung und Nachhaltige Unternehmensführung“ hat rund 100 Studierende der Ostbayerischen Technischen Hochschulen Amberg-Weiden und Regensburg zum Studientag „Verantwortungsvolle Unternehmensführung – zwischen ethischen Ansprüchen und ökonomischer Rationalität“ an die OTH in Regensburg geladen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Austausch über unternehmensethische Fragen.

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, Prof. Christiane Hellbach, Vizepräsidentin der OTH Amberg-Weiden und Clustersprecherin Prof. Dr. Sonja Haug standen vier Impulsvorträge auf dem Programm.

CSR steht für Corporate Social Responsibility – Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen. Prof. Dr. Dr. Michael Aßländer von der TU Dresden (IHI Zittau) kritisierte die oft rhetorische Verwendung des CSR-Begriffs und die Tatsache, dass die gelebte CSR-Praxis nicht zu einem Überdenken der ökonomischen Entscheidungslogik in Unternehmen führt. Der entstandene Beratungsmarkt verstärke die Tendenz, dass CSR-Entscheidungen ausschließlich auf Basis von Gewinnabsichten getroffen werde, was an der Idee der Unternehmensethik vorbeiführe.
Die Vorträge der beiden Unternehmensvertreter Georg Hoffmann (Nachhaltigkeitsmanager bei Ritter Sport) und Silvia Ohms (Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Neumarkter Lammsbräu) machten anschaulich klar, wie gelebte unternehmerische Verantwortung in der Praxis aussehen kann. Im vierten Vortrag wurde eine Studie zum ethischen Verhalten präsentiert. Prof. Dr. Patrick Saßmanshausen (OTH Regensburg) stellte hierzu Ergebnisse seiner Studie vor, bei der ethisches Verhalten von Unternehmern und Managern verglichen wurde. Personen in verantwortungsvollen Positionen bräuchten Leitplanken und Richtlinien, daher sei es wichtig ethische Aspekte bereits in der Managementausbildung zu vermitteln.

Im Anschluss an die Vorträge wurde in einer Podiumsdiskussion, an der die Referenten und Dr. Jürgen Helmes (IHK Regensburg) teilnahmen, über die Frage diskutiert, wie die Sustainable Development Goals (United Nation) in unternehmerisches Handeln integriert werden können. Dr. Jürgen Helmes betonte dabei den wichtigen Auftrag der IHKs, den ehrbaren Kaufmann als Leitbild verantwortungsvollen Unternehmertums zu wahren (§1 IHK Gesetz).
Am informativen Studientag nahmen 100 Studierende der Ostbayerischen Technischen Hochschulen Amberg-Weiden und Regensburg aus den Studiengängen Betriebswirtschaft, Handelsmanagement Angewandter Informatik Soziale Arbeit und Elektromobilität und Energienetze teil. Dies zeigt die interdisziplinäre Ausrichtung des Studientages, die auch schon im vergangen Jahr beim Studientag mit dem Titel „Mensch, Medizin und Technik – soziale und ethische Aspekte von Technik in Klinik und Praxis“ erfolgreich verwirklicht wurde. Auch Im Jahr 2016 ist wieder ein Studientag geplant.

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