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Generalkonsul Dr. Milan Čoupek an der OTH Amberg-Weiden

| Sprachenzentrum, Hochschulkommunikation

Wer die Perspektive ändert, sieht die Welt in einem anderen Licht – diese Lebensweisheit geht auf. Das bewies Dr. Milan Čoupek, Generalkonsul der Tschechischen Republik in München. In seinem Gastvortrag an der OTH in Weiden unternahm er einen Perspektivwechsel und betrachtete Bayern aus Sicht eines tschechischen Diplomaten – mit aufschlussreichen, überraschenden und manchmal amüsanten Erkenntnissen für die überwiegend bayerischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Vizepräsidentin Prof. Christiane Hellbach und Prof. Dr. Magnus Jaeger, Prodekan der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen, eröffneten den Abend mit kurzen Begrüßungsreden. Im anschließenden Impulsreferat zeichnete Dr. Milan Čoupek die Geschichte der deutsch-tschechischen Beziehungen nach – vom schwierigen Verhältnis nach dem zweiten Weltkrieg bis zum deutsch-tschechoslowakischen Vertrag im Jahr 1992, der den Weg zur Freundschaft geebnet hat. Heute ist die Beziehung so gut wie nie, so der Generalkonsul. Beide Staaten arbeiten in vielen Bereichen wie Forschung, Wirtschaft oder Kultur erfolgreich zusammen.

Doch wie sehen Bayern und Deutschland aus der Perspektive des Generalkonsuls aus? Und wie nehmen die Bayern Tschechien wahr? Antworten darauf fanden Dr. Milan Čoupek und Moderator Prof. Ralph Hartleben, Studiendekan der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen, in der Podiumsdiskussion – gemeinsam mit einem Publikum, das sich mit großem Engagement einbrachte. Viele große und kleine Themen wurden dabei erörtert, von komplexen wirtschaftlichen Fragestellungen bis zur, übrigens sehr guten, Qualität der Fahrradwege in Tschechien.

Dr. Milan Čoupek antwortete sehr offen und wich auch unangenehmen Fragen nicht aus, unter anderem zur Drogenkriminalität in der deutsch-tschechischen Grenzregion oder zur Haltung der tschechischen Regierung gegenüber Flüchtlingen. Hier lobte er die Bereitschaft der Deutschen zu helfen. Die Haltung der Tschechen gegenüber muslimischen Einwanderern sei dagegen ablehnend und die Regierung artikuliere die Ängste der Bevölkerung.

Genau so offen wie der Generalkonsul schilderten auch viele Gäste aus dem Publikum ihre Eindrücke von und Erlebnisse in Tschechien. So entspann sich ein Dialog, der es allen Beteiligten erlaubte, den deutschen oder tschechischen Nachbarn mit einem anderen Blick zu sehen. Perspektivwechsel gelungen!

Den Gastvortrag mit Podiumsdiskussion organisierte der Studiengang „Internationales Technologiemanagement“ gemeinsam mit dem Zentrum für Sprachen, Mittel- und Osteuropa. Etwa 70 Besucher besuchten die Veranstaltung an der OTH Amberg-Weiden in Weiden.

 

 

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