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Doppelpack: Prof. Ralph Erik Hartleben bei zwei VDMA-Veranstaltungen

| Hochschulkommunikation, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) lud Prof. Ralph Erik Hartleben von der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen der OTH Amberg-Weiden gleich im Doppelpack ein. In zwei Vorträgen sprach er über seine Erkenntnisse und Überlegungen in seinem Forschungsgebiet „Qualität und Wirksamkeit von B2B-Messeauftritten“.

In Frankfurt stellte Prof. Hartleben am 30. November unter dem Titel „Mitarbeiterbezogene Schwächen bei der Lead-Gewinnung“ den ca. 50 Industrie- und Verbandsteilnehmern empirische Ergebnisse aus ca. 700 Stand-Evaluationen und mehr als 1.500 Besucherinterviews vor. Darüber hinaus gab er konkrete Empfehlungen, wie das in der Regel für Unternehmen beträchtliche Investment bei Messebeteiligungen besser genutzt und die Performance des Standdienstes deutlich verbessert werden könnte.

Bei der Tagung der Arbeitsgruppe Antriebstechnik und Fluidtechnik des VDMA in Hannover am 1. Dezember referierte Prof. Hartleben  zum Thema „Industry 4.0. Big Data. Social Media. Brauchen wir neue Messekonzepte? Brauchen wir Messe 4.0?“ Klare Aussage: die  vorhandenen Formate und Möglichkeiten einer Messebeteiligung können alles leisten, was der Messebesucher von einer Messe erwartet.  Allerdings gehen die Messeauftritte der Aussteller bis heute oft deutlich an diesen Erwartungen und Besucherinteressen vorbei. So weist nur jeder 5. Aussteller explizit auf Neuheiten hin und rund jeder zweite Besucher verlässt einen Stand wieder, ohne von einem Standdienstmitarbeiter überhaupt angesprochen worden zu sein. Zudem zeigen und sprechen die Aussteller hauptsächlich darüber, was sie herstellen und über die (technischen) Merkmale ihrer Produkte, zu selten aber davon, warum man sie bei ihnen kaufen sollte (Kundennutzen).

Resümee: Die ausstellenden Unternehmen sollten weniger auf – ohnehin unwahrscheinliche – Innovationen von Messekonzepten hoffen, sondern die vorhandenen Möglichkeiten inklusive neuer Medien deutlich besser nutzen und erst einmal die  „Messe 3.0“ vernünftig bespielen.

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