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Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen: Innovationstag 2015

| Hochschulkommunikation

Ist Innovation planbar? Welche Trends beeinflussen das Käuferverhalten in Zukunft und wie werden sie identifiziert? Auf welche Weise realisieren Unternehmen schnellere Innovationszyklen? Spannende Fragen, die Referenten aus drei Unternehmen der Region am Innovationstag der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen beantworteten. Damit boten sie ihren Zuhörern einen umfassenden Einblick in die Unternehmenspraxis rund um das Leitthema Innovation.

Sultan Haider, Gründer und Leiter des Innovation Think Tank der Siemens Health Care GmbH, referierte über die Einbindung von Studierenden in die Entwicklung von innovativen Lösungen im Unternehmen. „Im Gegensatz zu den langjährigen Mitarbeitern sind Studierende (noch) nicht in einem Denkmuster und festen Strukturen verhaftet und können somit ihre Kreativität besser nutzen“. Die Tauglichkeit solcher Lösungen wird anschließend mit internen und externen Experten diskutiert. Die Ergebnisse führen zu einer hohen Anzahl kontinuierlicher Verbesserungen, die sich dann in den Produkten wiederfinden. Sultan Haider hat die Idee des Innovation Think Tank innerhalb des Unternehmens in den vergangenen sieben Jahren etabliert und weltweit an sechs weiteren Standorten erfolgreich weiterentwickelt.

Matthis Loehlein, Leiter Innovationsmangement der Krones AG, zeigte im Rahmen seines Vortrages auf, wie Trends und die Wahrnehmung von Trendbrüchen die Innovationspipeline des Neutraublinger Herstellers von Getränkeabfüllanlagen beeinflussen. Eine Quelle für neue Impulse in der Anlagenentwicklung sind neben den Kunden, speziell den Key Accounts, zunehmend die eigenen Mitarbeiter, auf deren Ideen das Unternehmen konsequent zurückgreift.  Auch Krones wird zukünftig noch stärker mit Universitäten und Hochschulen zusammenarbeiten, um das Potential der Studierenden direkt für die Ideenfindung und Gestaltung von Zukunftsszenarien zu nutzen.

„Praxisbericht aus einem mittelständischen Unternehmen“ betitelte Dr. Berthold Aumüller, Manager Innovation Management & Research bei der BHS Corrugated Maschinen- und Anlagenbau GmbH aus Weiherhammer, seinen Vortrag. Darin zeigte er auf, dass die Umsetzung nach Lehrbuch und die betriebliche Praxis sehr unterschiedliche Punkte sein können. „Sie müssen die reine Lehre an das Unternehmen anpassen, nur dann können Sie erfolgreich sein“. Das Innovationsmanagement hat beim Markführer für Wellpappe-Anlagen noch keine lange Historie, daher sind noch nicht alle Prozesse optimiert. „Es braucht Disziplin und Geduld sowie den Mut zur Korrektur“, um ein erfolgreiches Innovationsmanagement zu etablieren und etablierte Prozesse neu aufzusetzen.

Die Veranstaltung richtete sich an die Studierenden der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen in den Masterstudiengängen „Interkulturelles Unternehmens- und Technologiemanagment“ und „Medizintechnik“ sowie im Bachelorstudiengang „Internationales Technologiemanagement“. Die Organisation lag bei Prof. Burkhard Stolz, Leiter des Masterstudiengangs „Medizintechnik“. Der Dank für die gute Unterstützung gilt Kathrin Obendorfer und Frank Guggenmos.

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