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Institut für Energietechnik an der OTH Amberg-Weiden ist eines von bundesweit sechs Lernenden Energieeffizienznetzwerken (LEEN)

| Pressemeldungen

Das „Energieeffizienz-Netzwerk für Unternehmen in Bayern“, dessen Netzwerkträger das Institut für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (IfE) ist, ist im September als eines von bundesweit sechs Lernenden Energieeffizienznetzwerken (LEEN) und einziges Netzwerk in Bayern durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) ausgezeichnet worden. Mit einem ersten Netzwerktreffen der 19 teilnehmenden Unternehmen wurde der Start eingeläutet.

Das Ziel von LEEN ist, die Energiekosten durch die Steigerung von Energieeffizienz zu senken. Am Netzwerk nehmen insgesamt 19 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen teil: Stadtwerke, Kliniken, industrielle Betriebe – die beteiligten Firmen sind sehr heterogen aufgebaut, ihnen gemeinsam ist, dass sie sehr energieintensiven Branchen zuzuordnen sind. Der Gesamtenergieverbrauch aller 19 Unternehmen ist höher als alle Haushalte der Stadt Amberg. In den kommenden vier Jahren soll der Energieverbrauch um mindesten zehn Prozent gesenkt werden. Das Gesamtbudget beläuft sich auf 400.000 €, davon wird rund 1/4 vom Bundesminis­terium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert, 1/3 tragen die beteiligten Firmen selbst. Die Unternehmen tragen die Kosten gerne, denn durch das LEEN erhoffen sie sich längerfristig eine Senkung des Energieverbrauchs und somit eine Reduzierung der Energiekosten.

Das Institut für Energietechnik IfE an der OTH Amberg-Weiden arbeitet und forscht mit einem interdisziplinären Team von 20 Ingenieuren und Wissenschaftlern in den Bereichen rationelle Energiewandlung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die Beteiligung an den Lernenden Energieeffizienznetzwerken (LEEN) initiiert hat M.Eng.Thomas Gollwitzer, der am IfE zuständig ist für Innovation und innovative Technologie und industrielle Energieprojekte und -konzepte leitet. „Wir betreiben keine reine Grundlagenforschung, sondern mit dem Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung und dem Institut für Energietechnik sind wir am Puls der Zeit. In den letzten drei Jahren haben wir rund 100 Betriebe betreut. Dadurch hatten wir für die Ausschreibung des BMUB die Grundvoraussetzung und entsprechend viele Firmen.“ Mit 19 Unternehmen ist das „Energieeffizienz-Netzwerk für Unternehmen in Bayern“ das größte Netzwerk in Deutschland. „Wir haben das technische Know-how im Haus und können die Wünsche und Erwartungshaltungen praktisch abdecken durch das Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung und das IfE“, sagt Prof. Dr. Markus Brautsch, Leiter des IfE und zugleich Netzwerkorganisator.          

Das besondere an LEEN ist der lernende Charakter: Die Netzwerkteilnehmer treffen sich vierteljährlich, immer bei einem anderen beteiligten Unternehmen. Dabei offenbaren sich die Teilnehmer gegenseitig und berichten, was gut und was weniger gut funktioniert hat. Noch steht LEEN aber am Anfang. Energieaudits, bei denen eine Bestandsaufnahme des Energieverbrauchs erfolgt, steht in allen Unternehmen an. Bei den Netzwerktreffen werden dann die Ziele definiert und in vier Jahren wird evaluiert. Teilnehmende Unternehmen sind die Bayerische Milch Industrie eG (Landshut), die BHS Corrugated GmbH (Weiherhammer), die Burkhardt Energie und Gebäudetechnik GmbH (Mühlhausen), die Fluorchemie Stulln GmbH (Stulln), die Grammer AG (Amberg), die Haßberg-Kliniken und die Stadtwerke Haßfurt (Haßfurt), die Klingele Papierwerke GmbH & Co. KG (Hilpoltstein), die Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim, die Kliniken Nordoberpfalz AG (Weiden), die Ponnath DIE MEISTERMETZGER GmbH (Kemnath), die REWAG GmbH & Co KG (Regensburg), die REWAG Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG & Co KG (Regensburg), die Siemens AG (Amberg), die Stadtwerke Amberg Versorgungs GmbH, die Stadtwerke Kelheim GmbH & Co KG, die Stadtwerke Pfarrkirchen, die Stadtwerke Weiden i. d. OPf., die UVEX Winter Holding GmbH & Co. KG (Fürth) und die W. Markgraf GmbH & Co. KG (Bayreuth).

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