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Besuch der Kooperationsschule Erasmus-Gymnasium Amberg

| Fakultät Maschinenbau / Umwelttechnik, Hochschulkommunikation

Die Theorie lernten sie im Chemieunterricht, der Praxisbezug wurde an der OTH Amberg-Weiden hergestellt: Rund 25 SchülerInnen der Jahrgangsstufen 11+12 des benachbarten Erasmus-Gymnasiums Amberg haben zusammen mit ihrer Chemielehrerin OStRin Andrea Renner und ihrem Schulleiter OStD Peter Seidl das Labor Kunststofftechnik besucht.

Bevor es aber in die Welt der Kunststofferzeugung und Kunststoffverarbeitung ging, stellten Studierende des Campus-Teams (Sarah Kerling, Lena Großer und Harald Jung) in Kurzvorträgen den SchülerInnnen zunächst einmal die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden und ausgewählte Studiengänge der Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik vor. So erfuhren die BesucherInnen aus erster Hand, warum sich die Studierenden für ihren Studiengang entschieden haben, was sie in ihrem jeweiligen Fach eigentlich lernen und welches Berufsziel sie dabei verfolgen. Dies sind schließlich die wichtigen Kernfragen, die sich in Kürze auch die angehenden AbiturientInnen bei ihrer Studien- und Berufswegplanung stellen müssen.

Nach dem theoretischen Teil demonstrierte Prof. Dr.-Ing. Tim Jüntgen in einem kurzen populärwissenschaftlichen Experiment, wie aus Polyol und Isocyanat ein Kunststoff-Weihnachtsbaum aus Polyurethanschaum entsteht. Standesgemäß bekam der Weihnachtsbaum eine Sternspitze aus Polystyrol sowie Lametta aus schmalen Polypropylen-Folienstreifen verpasst. Spritzgegossene silberne Stehaufkreisel wurden kurzerhand zu Christbaumkugeln umfunktioniert.

In den anschließenden Laborbesichtigungen erläuterte Prof. Dr.-Ing. Werner Prell den SchülerInnen die Herstellung von Biopolymeren am Beispiel des Celluloseacetats. Hier wurde die gesamte Prozesskette ausgehend von der Cellulose bis hin zum Celluloseacetat in vorbereiteten Versuchen nachgestellt und anschaulich erklärt.
Im kunststofftechnischen Labor vertieften die SchülerInnen die Verarbeitung von Kunststoffen. Mittels Spritzgießen wurden Kunststoffgranulate aufgeschmolzen und zu Prüfkörpern verarbeitet. Beim Thermoformen durften die SchülerInnen selbst aktiv werden und aus plattenförmigem Kunststoffhalbzeug einen Schraubensortierkasten mittels Warmumformung herstellen. Auch das Veredeln von Kunststoffen wurde thematisiert: Die SchülerInnen konnten das OTH-Logo auf zuvor spritzgegossene Geodreiecke selbst aufdrucken.

Nach Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Erasmus Gymnasium Amberg und der OTH Amberg-Weiden im Frühjahr des Jahres wurde dem Schulleiter OStD Peter Seidl eine Glasplatte überreicht, die das Gymnasium nun ganz offiziell als Kooperationsschule der Hochschule ausweist. Der heutige Besuch unterstreicht, dass die Kooperation auch tatsächlich mit Leben gefüllt wird.

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