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Medizintechnik: 150.000 Euro für Forschungsprojekt zur Strahlendosis bei aktiven Implantaten

| Hochschulkommunikation, Medizintechnik

Wo liegt die kritische Grenze der Strahlendosis bei Patienten mit Herzschrittmachern?

Damit beschäftigt sich ab Juli ein Projekt mit dem Titel „Testmethodenentwicklung zur Funktionskontrolle aktiver Implantate unter dem Einfluss ionisierender Strahlung. Grundlegende theoretische und experimentelle Untersuchungen eines miniaturisierten Dosimeters zur Bestimmung der Implantatdosis“ mit Projektleitung durch Prof. Dr. Ralf Ringler (Studiengang Medizintechnik). Das Besondere am diesem Forschungsprojekt: Es ist anwendungsorientiert, es hat aktuelle Fragestellungen im Blick und Studierende der Medizintechnik können erste Forschungserfahrungen sammeln.

 

Prof. Dr. Ralf Ringler, Manuel Stich und Prof. Dr. Andrea Klug

Das Forschungsprojekt, das in Kooperation mit MR:comp beantragt wurde, wird im Rahmen des Programms „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ mit 146.546 Euro gefördert.

Das Forschungsprojekt steht vor dem Hintergrund des Demografischen Wandels. Die steigende Lebenserwartung führt dazu, dass langfristig Implantate im menschlichen Körper verstärkt zum Einsatz kommen. Auch wird die Patientengruppe mit Tumoren größer werden. Ionisierende Strahlung wie sie in vielen medizinischen Bereichen der Diagnostik und Therapie eingesetzt wird, kann durch Wechselwirkung mit aktiven Implantaten im Patienten (z.B. Herzschrittmacher, Insulinpumpe u.a.) einen Funktionsausfall der Geräte bewirken. Hier setzt das Forschungsprojekt an: Es werden Prüf- und Testmethoden entwickelt, um Fehlfunktionen der Implantate  auszuschließen.
„Dieses Forschungsprojekt ist ein Beispiel, der für den Forschungsansatz und Forschungsauftrag unserer Hochschule steht. Wir sehen uns in der Verantwortung, unseren Beitrag für eine positive gesellschaftliche, ökologische und auch ökonomische Entwicklung zu leisten. Dazu gehört auch das Aufzeigen von Lösungsansätzen mit Blick auf aktuelle Fragestellungen, die z.B. mit dem demografischen Wandel einhergehen“, sagte Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden. Zudem fließen die Forschungsergebnisse direkt in die Entwicklung und Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen ein, und sie fließen direkt in die Lehre. Auch ermöglicht dieses Forschungsprojekt von Prof. Dr. Ralf Ringler, dass Studierende der Medizintechnik in die Forschung hineingeführt werden. An diesem Projekt werden eine studentische Hilfskraft, ein/e Bachelorabsolvent/in und ein/e Masterstudent/in mitarbeiten.

Die Masterstelle wird Manuel Stich besetzen. „Er ist einer unserer Topabsolventen im Masterstudiengang Medizintechnik. Das Forschungsprojekt führt Manuel Stich in die nächste Qualifizierungsstufe, die Promotion“,  sagte Prof. Dr. Ralf Ringler. Am 1. Juli 2016 wird das Projekt starten und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

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