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Mit dem Zweiten sieht man Besser – davon haben sich am vergangenen Mittwoch 19 Studierende des Studiengangs Medienproduktion und Medientechnik der OTH Amberg-Weiden überzeugt. Die Studierenden bekamen im Rahmen des Projekts „123campus“ eine speziell auf Medientechniker zugeschnittene Führung durch das Sendezentrum des ZDF. Dabei rückte besonders die eingesetzte Studiotechnik, des in Mainz ansässigen TV-Senders, in den Fokus des Rundgangs.

Die „grüne Hölle“: Arbeitsplatz von Claus Kleber und Gundula Gause

Geschäftsbereichsleiter Produktions- und Sendebetrieb, Wolfgang Flothow, begrüßte die Amberger Studentinnen und Studenten im Studio 3 des ZDF und beschrieb ihnen Berufsmöglichkeiten für Medientechniker bei dem Mainzer Sender. Im Anschluss führte der Leiter Studiobetrieb, Karsten Hammer, die Studierenden durch Produktionsstudios und zugehörigen Regieräumen von „drehscheibe“, den 3sat Sendungen „Kulturzeit“ und „nano“ sowie dem „aktuellen Sportstudio“. Das Highlight der Führung war der Besuch in der „grünen Hölle“, dem virtuellen Nachrichtenstudio des ZDF. Seit 2009 produziert der Sender dort Nachrichtenmagazine wie heute, heute journal oder heute plus. Durch moderne Computertechnik wird die grüne Farbe einer Hintergrundwand durch eine virtuelle Grafik ersetzt. Zwei speziell für dieses Studio entwickelte Kameraroboter erlauben automatisierte Kamerafahrten, die über Tracking-Sensoren mit der virtuellen Welt verbunden werden. Diese spezielle Technik macht es möglich, dreidimensionale Grafikelemente mit dem Realbild zu verbinden und darin Kamerabewegung durchzuführen.

Nach einem Besuch in der hauseigenen Kantine und dem Mainzelmännchen-Fanshop führte der Weg zur Tochterfirma ZDF digital. Die Studierenden erwartete dort ein Rundumschlag durch die Medienwelt: Von Videotext und Social Media, über Untertitelung und Audiodeskription beschäftigt sich ZDF Digital mit 360°-Produktionen. Dabei verbinden die Mainzer Animation mit realen Videoaufnahmen, erstellen 360°-Audio und bewerben ihre Produktion durch eigene Kampagnen. So entstehen Produktionen von der ersten Idee bis zur finalen Veröffentlichung unter einem Dach. Die Studierenden erhielten einen exklusiven Einblick in das Projekt „History 360°“, das im Dezember veröffentlicht wird. Dafür erstellte das Team der ZDF-Tochter 360°-Dokumentationsvideos, die Nutzerinnen und Nutzer über VR-Brillen, am Computer oder ihre mobilen Endgeräte abrufen und genießen können. Begleitet werden die Videos durch ein VR-Spiel, das ebenso ab Dezember verfügbar sein wird.

Nicht nur dieser Bereich war für die angehenden Medienmacher aus Amberg ein interessanter Blick über den Tellerrand. Die Exkursion, die unter Leitung der Projektverantwortlichen Sonja Wiesel und Stefan Breunig durchgeführt wurde, zeigte den Studierenden von „123campus“ wie „großes“ Fernsehen gemacht wird. Darüber hinaus bekamen sie einen Eindruck, wie verschiedene Disziplinen der Medienproduktion und Medientechnik zeitgemäß miteinander verknüpft werden.

Viel Platz für Fernsehen: Ein Modell des Gelände gibt einen Überblick

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