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Klimawandel, Nachhaltigkeit oder Digitalisierung sind grenzüberschreitende Themen. Deshalb darf auch Forschung keine Grenzen kennen, und kennt sie auch nicht an der OTH Amberg-Weiden Die Hochschule arbeitet mit Partnerhochschulen auf der ganzen Welt zusammen, eine besonders erfolgreiche Beziehung verbindet sie mit der Staatlichen Technischen Universität Tambow (TSTU) in Russland. Gemeinsam feierten VertreterInnen beider Standorte jetzt ein kleines Jubiläum – an dem Empfang nahm auch Attaché Ivan Baltin als Vertreter des Generalkonsulats der Russischen Föderation teil.

Gruppenbild am Weidener Campus

„Unsere Partnerschaft kann auf fünf Jahre der Zusammenarbeit zurückblicken“, sagte Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden. „Fünf Jahre, die geprägt waren von einem engen und kontinuierlichen Austausch von Studierenden, von Dozierenden und von gemeinsamen Projekten. Fünf Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit sowie gegenseitiges Kennenlernen und Wertschätzen.“

Ein Highlight der fünfjährigen Kooperation sind die Russian-German Summer Schools, bei der Studierende aus beiden Ländern zusammenkommen, um gemeinsam zum Thema „Energie- und Ressourceneffizienz“ zu arbeiten und zu forschen. In diesem Jahr stehen „High Performance Materials – Applications“ auf dem Programm. Außerdem lernen die russischen Gäste in ihrer Freizeit Land und Leute kennen. Sie besuchen unter anderem Nürnberg und nehmen am Sonntag mit ihren deutschen KommilitonInnen am Seifenkisten-Rennen in Weiden teil. „Zero Emission“ heißt das Team, und der Name ist Programm. Der Hochleistungsbeton, aus dem der Bolide gebaut wurde, ist CO2-ärmer als Normalbeton.

Prof. Dr. Elena Mishchenko, Vizepräsidentin der TSTU, und Prof. Dr. Magnus Jaeger, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen, riefen die Summer School 2014 ins Leben und leiten sie bis heute. Gemeinsam warfen sie einen Blick zurück. Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags fiel ins Entstehungsjahr der Krimkrise. Wenn die Politik sprachlos ist, muss wenigstens die Wissenschaft miteinander sprechen, so die Motivation beim Start der Zusammenarbeit.

Nach ersten Gesprächen im Sommer 2014 besuchte durch Prof. Dr. Magnus Jaeger Anfang November Tambov. Dort zeigte sich schnell: Die beiden Hochschulen stimmten bei den Zielsetzungen für die angestrebte Kooperation überein, die AnsprechpartnerInnen waren sich sympathisch.  Im Dezember 2014 reisten Rektor Prof. Dr. Michael Krasniyanskij und die für Internationalisierung zuständige Vize-Rektorin Prof. Dr. Elena Mishchenko für die Vertragsunterzeichnung nach Weiden.

Begleitet wurde die Hochschulleitung der TSTU von einer Gruppe russischer Studierender, für die ein drei-tägiges Programm zum Thema Energie- und Ressourceneffizienz veranstaltet wurde. Basisinhalte und Erkenntnisse aus diesem ersten Programm dienten als Blaupause für die Entwicklung der in den Folgejahren mindestens zwei Mal pro Jahr durchgeführten, etwa zehn-tägigen Summer Schools mit Studierenden beider Hochschulen.

Schon im Folgejahr 2015 wurde diese erfolgreich gestartete deutsch-russische Kooperation mit dem Kontakt zu der Siberian Federal University (SFU), Krasnojarsk, ausgeweitet. Für die Studierenden an der OTH und den in Tambov (400 km südöstlich von Moskau gelegen) sowie in Kransnojarsk (östlich des Urals in Zentralsibirien gelegen) eingeschriebenen Studierenden besteht somit seit 2015 die Möglichkeit zur Teilnahme an internationalen Summer Schools.

Die TeilnehmerInnen feierten beim gestrigen Empfang ein doppeltes Jubiläum: Die Kooperation zwischen OTH Amberg-Weiden und der TSTU wird fünf, die  Hochschule 25 Jahre alt. Happy birthday Summer School, happy birthday OTH Amberg-Weiden.

Prof. Dr. Magnus Jaeger, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen, und Prof. Dr. Elena Mishchenko, Vizepräsidentin der TSTU, riefen die Summer School ins Leben.

Prof. Dr. Magnus Jaeger mit Attaché Ivan Baltin vom Generalkonsulat der Russischen Föderation

Prof. Dr. Elena Mishchenko und Prof. Dr. Andrea Klug

Gastgeschenke für Jens Meyer, Bürgermeister Weiden (rechts im Bild)

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