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Nachhaltigkeit im bayerisch-tschechischen Grenzraum

| Hochschulkommunikation | Institut für Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft

Wettbewerbsfähigkeit 4.0 im ländlichen Raum bedarf nachhaltiger Konzepte in Wirtschaft und Gesellschaft. Deshalb machten sich Studierende der OTH Amberg-Weiden, der Technischen Hochschule Deggendorf, der FHWS Würzburg sowie der Westböhmischen Universität Pilsen in einer gemeinsamen Studienreise „Auf die Spuren der nachhaltigen Entwicklung im bayerisch-tschechischen Grenzraum“.

Die TeilnehmerInnen der Exkursion

Die Studierenden beider Länder gingen auf Entdeckungsreise durch die Oberpfalz. Den Anfang machten das Kloster Speinshart, ILO der OTH Weiden, die OTH Amberg-Weiden und die Jugendbildungsstätte in Waldmünchen. Die Orte boten nicht nur abwechslungsreiche Umgebungen, sondern auch die Möglichkeit, sich über die Herausforderungen einer nachhaltigen Zukunft auszutauschen.

Umwelt und Wirtschaft – wie passt das zusammen?

Diskussionsgrundlage boten die Impulse von Adidas, Neumarkter Lammsbräu und der Digitalen Gründerinitiative Oberpfalz (DGO). Adidas arbeitet mit externen Partnern an Ideen für zirkuläre Geschäftsmodelle, in denen die Rohstoffe ihrer Produkte mehrmals verwendet werden können. Klar ist auch, je mittelständischer das Unternehmen, desto einfacher ist das Thema Nachhaltigkeit in den Wertschöpfungsketten zu integrieren. So ist die Neumarkter Lammsbräu generationsübergreifend nachhaltig. Eindrucksvoll wurde gezeigt, wie die Werte von Lammsbräu strategisch ganzheitlich umgesetzt werden. Die Impulse wurden in Workshops vertieft, die Alexander Herzner und Dita Hommerova begleiteten.

Nachhaltig Gründen – von Anfang an!

Nachhaltigkeit fängt bei den Führungskräften an – egal ob ManagerInnen oder GründerInnen. „Das Thema Nachhaltigkeit sollte daher bereits bei Neugründungen eine entscheidende Rolle spielen“, sagt Alexander Herzner vom Institut für Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft der OTH Amberg-Weiden. Auch bei der Gründung eines Start-ups ist es von Vorteil, Themen wie Umweltschutz und soziale Aspekte von Beginn an mitzudenken. Nicht ohne Grund lernten die TeilnehmerInnen der Studienreise daher die „10 Prinzipien für verantwortungsvolle Start-ups“ kennen. Welchen Einfluss GründerInnen auf eine nachhaltige Entwicklung haben, zeigte Philipp Hermannsdörfer von der DGO, der Influencer aus der Szene vorstellte. Mit den richtigen Geschäftsmodellen könne Impact geschaffen werden – denn GründerInnen, die gezielt Potential aus den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN schöpfen, sind noch rar.

Nicht nur wurde den Teilnehmenden der grenzüberschreitenden Studienreise hilfreiches Handwerkszeug rund um das Thema „Nachhaltigkeit“ an die Hand gegeben – ganz nebenbei traten Studierende aus Bayern und Tschechien miteinander in Kontakt und hatten die Gelegenheit, die Kultur des Nachbarlandes näher kennenzulernen. Die Exkursion, unterstützt durch die Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur und der Europaregion Donau-Moldau, ist Teil des Weiterbildungsprogramms „Zertifikat Ethik und Nachhaltigkeitsmanagement“ des Instituts für Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft.

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