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Digitaler Austausch über die digitale Lehre

| Hochschulkommunikation, Pressemeldungen

Chancen und Herausforderungen – die Coronapandemie erforderte ein schnelles Umdenken. Wie die coronabedingte digitale Lehre bislang an der OTH Amberg-Weiden läuft, darüber informierten sich MdB Albert Rupprecht und MdL Stephan Oetzinger. Passend zum Thema im Format einer Web-Konferenz standen die aktuellen Herausforderungen der Coronapandemie mit Blick auf Hochschullehre und laufende Projekte an der OTH Amberg-Weiden im Fokus.

Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug und ihr Team berichteten, dass der Wechsel auf die digitale Lehre sehr gut geklappt habe. Bereits seit Beginn des Semesters und mit Einstellung der Präsenzlehrveranstaltungen nutzen die Dozierenden und die Studierenden das seit Jahren etablierte Lernmanagementsystem Moodle sowie ein großes Portfolio an digitalen Tools. Online-Vorlesungen, die in eingebetteten virtuellen Hörsälen stattfinden, ersetzen die nicht möglichen Präsenzveranstaltungen und es werden Inverted Classrooms in Form von Online-Sprechstunden genutzt. Darüber hinaus erhalten die Studierenden über Moodle die notwendigen Lernmaterialien und können über das hochschuleigene Systems auf Lehrvideos zugreifen. Praktika werden aktuell  onlinebasiert, beispielsweise in Form von Simulationen oder Demonstrationen, durchgeführt. Dozierende und Studierende halten über interne Kommunikationswege wie Chats Kontakt.

Studierende bewerten Umstieg auf digitale Lehre positiv

Besonders interessierte die beiden Abgeordneten, wie von Seiten der Studierenden die Umsetzung der digitalen Lehre gesehen wird. „Von Seiten der Studierenden und im Austausch mit dem Studentischen Konvent bekommen wir überwiegend positives Feedback. Sie sehen es sehr positiv, dass wir so schnell Angebote geschaffen haben und so flexibel und bedacht auf eine Vermeidung von Nachteilen für die Studierenden Regelungen geschaffen haben wie z.B. die Ermöglichung eines Freischusses und einer Wiederholungsprüfung zur Notenverbesserung“, berichtet Prof. Dr. Andrea Klug. Herausforderungen würden teilweise in der IT-Infrastruktur vor Ort liegen, so können die Studierenden nicht in allen Heimatregionen auf eine stabile Netzversorgung zurückgreifen.     

Einigkeit bestand, dass die Coronapandemie für die digitale Lehre einen Innovationsschub darstellt. Bei den Dozierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist eine Aufbruchsstimmung ins Digitale spürbar und der Wunsch, die Formate nachhaltig zu verankern und zu nutzen.

Qualität der digitalen Lehre

Rupprecht interessierte in seiner Funktion als bildungspolitischer Sprecher der Unionsfraktion vor allem auch die Frage nach der Qualität der Lehre, die unter den aktuellen Umständen ins Digitale verlegt wurde. Er freute sich zu hören, dass die Qualitätsunterschiede als gering eingeschätzt wurden. „Um die Folgen der Coronapandemie für die Studierenden und die Lehre gut abfedern zu können und die bestmöglichen Entscheidungen auch für unsere Heimat zu treffen, ist mir die Einschätzung unserer OTH für meine Arbeit im Ausschuss für Bildung und Forschung im Deutschen Bundestag besonders wichtig.“

Bedeutung der IT-Sicherheit

Welchen Nutzen digitale Formate gerade in Zeiten haben, in denen Homeoffice zur Regel geworden ist und sich damit auch neue Fragestellungen mit Blick auf IT-Sicherheit stellen, berichtete Prof. Dr. Daniel Loebenberger vom an der OTH in Weiden angesiedelten Fraunhofer Lernlabor Cybersicherheit gemeinsam mit Martin Priester von der Fraunhofer Zentrale München. So wurde dargelegt, dass Innovationen in der IT-Sicherheit gerade in Zeiten von Corona als wesentliche Basis für den Wettbewerbsvorteil der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaats Bayern zu sehen sind. Da derartige Technologien alle relevante Branchen durchziehen, bilden derartige Innovationen somit eine wesentliche Säule zukünftiger, erfolgreicher Entwicklungen, sowohl in Forschung wie auch in Lehre.

Als Beispiel erläuterten Loebenberger und sein Team die im Lernlabor Cybersicherheit aufgesetzten digitalen Webinar-Angebote und die fruchtbare Kollaboration mit den an der Hochschule laufenden Aktivitäten. Diese führten zu einer raschen Ergänzung des bestehenden Präsenz-Angebots durch vier neue Online-Formate, welche auch in Zukunft im Portfolio des Lernlabors angeboten werden sollen.

Rupprecht bedankte sich für den ausführlichen Einblick, wie die OTH Amberg-Weiden auf die Coronapandemie reagiert hat und wird viele der genannten Punkte mitnehmen und in die weiteren Gespräche im Deutschen Bundestag einbringen.

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