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Lehre und Forschung am Puls der Zeit: Aus „Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen“ wird die „Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen und Gesundheit“

| Hochschulkommunikation, Pressemeldungen, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen und Gesundheit, Alumni

Einzigartige Studiengänge wie „Physician Assistance – Arztassistenz“, bedeutsame Forschungsprojekte mit Fördermitteln in Millionenhöhe auf Bundesebene wie „5G4Healthcare“ und internationale Konferenzen wie „Hospital Engineering Trends“ sind nur einige Beispiele für die hohe und in den letzten 10 Jahren engagiert ausgebaute Bedeutung der Themen Gesundheit und Medizintechnik an der OTH Amberg-Weiden in Weiden. Forschungs- und Netzwerkeinrichtungen wie das Institut für Medizintechnik, das Medical Valley Center der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) Weiden, der Gesundheits- und Medizintechnik–Campus Oberpfalz in Weiden und die Einbindung der Hochschule in die Gesundheitsregion Nordoberpfalz plus unterstreichen diese Aktivitäten zusätzlich und überregional sichtbar.

Einzigartige Laborbedingungen ermöglichen eine praxisnahe Ausbildung und eine aktive Forschung.

Verankert sind diese Initiativen unter dem Dach der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen an der OTH in Weiden, die nun folgerichtig in „Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen und Gesundheit“ umbenannt wurde. Prof. Dr. med. Clemens Bulitta, Dekan der Fakultät und an vielen Medizinprojekten beteiligt, freut sich darüber und erläutert: „Im Lauf der Jahre haben wir den Bereich Medizintechnik und Gesundheit immer stärker ausgebaut, sowohl in der Lehre als auch in der Forschung. Die Umbenennung ist ein konsequenter Schritt, um diese Entwicklung zu würdigen und den Bereich deutlich nach innen und außen zu präsentieren.“ Das unterstreicht auch der Eintrag des Forschungsschwerpunktes Medizintechnik- und Gesundheitswirtschaft auf der Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Einzigartige Studiengänge

Bereits 2010 startete der Bachelorstudiengang „Medizintechnik“ am Weidener Campus und seit 2014 können AbsolventInnen auch den zugehörigen Masterstudiengang „Medizintechnik“ in Weiden belegen. 2019 nahmen mit „Digital Healthcare Management“ und „Physician Assistance – Arztassistenz“ zusätzlich zwei einzigartige Bachelorstudiengänge den Lehrbetrieb auf. Auf dieser Basis eines innovativen und die gesellschaftlichen Trends aufgreifenden Portfolios von Studiengängen sind aktuell fast 700 Studierende an der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen und Gesundheit eingeschrieben, die von 19 Professorinnen und Professoren unterrichtet und in ihrem Studienverlauf optimal betreut werden.

Praxisorientierung wird im Studium wie auch in der Forschung sowie im Wissens- und Technologietransfer großgeschrieben. So arbeitet die Hochschule mit Partnerunternehmen und Innovativen Lernorten (ILO) wie den Kliniken Nordoberpfalz AG (z. B. in Weiden oder Neustadt) oder dem Medizintechnik-Unternehmen Gerresheimer in Wackersdorf und Pfreimd eng zusammen. Regelmäßige Exkursionen stehen ebenfalls auf dem Lehrplan sowie die Einbindung zahlreicher weiterer ILOs mit ausgewählten Industrie- und Projektpartnern in der Region. Im Weidener Technologie-Campus (WTC) finden Studierende auf über 1.000 Quadratmetern außerdem einzigartige Laborbedingungen vor: Forschungs-OPs, Reinräume, Radiologie- und Personalized Medicine Labore und, und, und. So verwundert es nicht, dass hier nicht nur gelehrt und gelernt, sondern auch aktiv geforscht wird.

Forschung in der Region für die Region

„Besonders hervorzuheben ist unser Modellprojekt 5G4Healthcare“, sagt Prof. Bulitta und führt aus: „Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum durch 5G zu verbessern, dafür erproben wir die Möglichkeiten, die Machbarkeit, aber auch die Grenzen der Technologie und der Digitalisierung, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen und Lösungen abzuleiten.“ Das Projekt ist auf insgesamt drei Jahre ausgelegt und wird im Rahmen des 5G-Innovationsprogramms des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. 5G4Healthcare ist dabei Teil einer großangelegten Initiative und eingebunden in ein umfassendes Netzwerk, um die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum durch Innovationen und technische Neuerungen zu verbessern und damit letztendlich auch die Attraktivität der Region als Lebensraum zu behalten.

„Auch wenn 5G4Healthcare besonders herauszustellen ist, gibt es eine Vielzahl weiterer Forschungsprojekte, die ebenso Bedeutung im Zukunftsfeld Gesundheit und Medizin haben und Anerkennung verdienen,“ so Prof. Dr. Andrea Klug, die Präsidentin der OTH Amberg-Weiden. „Wir haben sehr forschungsstarke ProfessorInnen und MitarbeiterInnen, die sich hier in verschieden Bereichen äußerst engagiert einbringen.“ Zum Beispiel in Projekten zur Langzeitbeständigkeit antimikrobieller Oberflächen, Barrierefreiheit an Krankenhäusern oder zur Sicherheit von Implantaten bei MR-Untersuchungen.

Außerdem erläutert die Präsidentin, dass sich in dieser Umbenennung auch die Strategie und die Weiterentwicklung der gesamten Hochschule widerspiegele. „Unsere Studienangebote werden vielfältiger und internationaler, genauso wie die gesamte Hochschule, eine sehr erfreuliche Entwicklung, die unter anderem auch durch die Hightech Agenda unserer bayerischen Regierung gefördert wird.“

Nicht nur Gesundheit

„Natürlich kommen die Wirtschaftsingenieure an unserer Fakultät auch weiterhin nicht zu kurz und finden ebenso beste Bedingungen vor“, fügt Dekan Bulitta an. Konkret handelt es sich dabei um die Bachelorstudiengänge „Wirtschaftsingenieurwesen“, „Internationales Technologiemanagement“ sowie die Masterstudiengänge „Interkulturelles Unternehmens- und Technologiemanagement“ und „Wirtschaftsingenieurwesen“, der sich aktuell in der Planung befindet. Darüber hinaus bietet die Fakultät vielfältige Weiterbildungs- und Zertifizierungsangebote für Studierende und Berufstätige gleichermaßen: zum Beispiel SAP-Zertifizierungskurse oder die studienbegleitende Ausbildung zum MTM Junior Industrial Engineer, in der die Studierenden lernen, über die gesamte Wertschöpfungskette der Produkt und Prozessplanung hocheffiziente Prozesse zu etablieren.

Mehr Informationen auf der Fakultätsseite

Praxisorientierte Lehre: Studierende können an modernster Technologie lernen, zum Beispiel am Operationsroboter „da Vinci“.

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