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Kaminabend Medizintechnik: Pervasive Computing Systeme

| Hochschulkommunikation, Medizintechnik, Veranstaltungen

Die schnellwachsenden Kosten für die Akutversorgung bringen die Gesundheitssysteme weltweit an ihre Grenzen. Nicht zuletzt bedingt durch den demographischen Wandel lässt sich feststellen, dass ein uneingeschränktes Angebot an Dienstleistungen im Gesundheitswesen nicht möglich ist. Prävention in allen Lebensphasen erhält dadurch eine zunehmende Bedeutung. Dieser Paradigmenwechsel in den Gesundheitssystemen erfordert den Ausbau der Forschung im Bereich innovativer, sensorgestützter und assistiver Technologien, die einen Krankenhausaufenthalt erst gar nicht notwendig machen. Hierauf basierend existiert ein schnell wachsendes Interesse an pervasiven Computing Systemen und umgebungsunterstützenden Technologien, die auf eine allgegenwärtige Gesundheitsförderung von Individuen abzielen.

Prof. Dr. med. Clemens Bulitta und Prof. Dr. Björn Eskofier

Der 6. Kaminabend Medizimtechnik beschäftigte sich mit dem spannenden Thema „Gesundheit ist allgegenwärtig: Pervasive Computing Systeme, die eine gesunde Lebensweise fördern und das Gesundheitswesen verändern“. Organisator der Veranstaltung, Prof. Dr. med. Clemens Bulitta (Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen), begrüßte als Referenten Prof. Dr. Björn Eskofier, Juniorprofessor für Sportinformatik und Leiter der Gruppe Digitaler Sport am Lehrstuhl für Mustererkennung der FAU Erlangen-Nürnberg.

Prof. Eskofier zeigte in seinem Vortrag anhand mehrerer Praxisbeispiele in den Bereichen Sport und Medizin auf, welche verschiedenen Technologien und Ansätze für maschinelles Lernen und Simulationsmodelle eingesetzt werden, um bei Sportlern, Patienten und Betreuungspersonen in zahlreichen Anwendungen ein gesundes Leben zu fördern und die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Der Referent informierte das Auditorium auch über die verschiedenen Herausforderungen in der gegenwärtigen Forschung und gab einen Ausblick auf zukünftige Fragestellungen, die unter Berücksichtigung des bereits genannten Paradigmenwechsels in den globalen Gesundheitssystemen anhand des Einsatzes von pervasiven Computing-Systemen für eine umfassende ubiquitäre Gesundheitsförderung auftreten können.  

Abgerundet wurde der Abend mit einem Get-together im Weidener Technologie Campus. Hier bot sich die Gelegenheit, sich auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und die Labore im Bereich Medizintechnik zu besichtigen.

Über den Kaminabend Medizintechnik:
Im Rahmen des Studiengangs Medizintechnik und in Kooperation mit Medical Valley EMN e.V. findet regelmäßig der Kaminabend an der OTH Amberg-Weiden statt. Die Veranstaltung informiert über aktuelle wissenschaftliche Themenstellungen und soll zur stärkeren Vernetzung von Hochschule und Industrie beitragen. Die Referenten/innen sind versierte Praktiker und Wissenschaftler mit entsprechender Branchen- und Berufserfahrung. Der Kaminabend Medizintechnik richtet sich an Geschäftsführer, Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Medizintechnik tätig sind. 

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