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ILO Siemens Kemnath: Studierende erforschen Arbeitsplatz 4.0

| Hochschulkommunikation, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen

Die OTH Amberg-Weiden ist ein wichtiger Innovationsmotor in der Region. Die Hochschule verbindet Wirtschaft und Wissenschaft, Industrie und Lehre. So kooperiert sie mit Unternehmen bei der Entwicklung neuer Produkte, Technologien oder Dienstleistungen. Bestes Beispiel: ein Projekt, dass Vizepräsident Prof. Ulrich Müller, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen, im Wahlfach Industrial Engineering durchgeführt hat. Studierende untersuchten bei Siemens in Kemnath Lösungen für eine nachhaltige Arbeitsplatzgestaltung in der Montage. In der vergangenen Woche präsentierten sie ihre Ergebnisse vor Ort.

Studierende bei der Präsentation

OTH-Vizepräsident Prof. Ulrich Müller führte das Projekt durch

Gruppenbild: Siemens-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit den Studierenden

Siemens Kemnath ist ein Innovativer LernOrt (ILO) der OTH Amberg-Weiden. Und innovativ ist auch, was die 19 Studierenden in diesem Semester dort auf die Beine gestellt haben. Sie besuchten die Vorlesungen im Wahlfach Industrial Engineering an der Hochschule, parallel dazu arbeiteten sie vor Ort an ihren Projekten bei Siemens. In vier Teams erforschten sie technische Möglichkeiten, um die Potentiale der Industrie 4.0 auszuschöpfen: Sie untersuchten Konzepte für Montage-Arbeitsplätze der Zukunft, an denen Monteurinnen und Monteure gesünder und effektiver arbeiten können.

Dafür recherchierten die Studierenden den aktuellen Stand der Technik und Wissenschaft. Sie führten u.a. Labormessungen durch oder erforschten Störgrößen und Einflussfaktoren. Zudem entwarfen sie Studien zu Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Dabei wurden sie von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Siemens Kemnath unterstützt. „Die Zusammenarbeit mit Siemens war hervorragend“, sagt Prof. Ulrich Müller. „Die Studierenden erhielten Einblicke in die Produktionsabläufe des Technologiekonzerns. Siemens-Fachkräfte standen den vier Teams mit Rat und Tat zur Seite. So konnten Versuche an Testarbeitsplätzen durchgeführt oder Modelle erstellt werden.“

Ganz im Sinne von Industrie 4.0 wuchsen dabei die reale und virtuelle Fertigungswelt zusammen – die Studierenden verbesserten mit digitaler Technik die Arbeitsplätze in den Bereichen: Automatisierte optische Qualitätskontrolle, Visualisierung von Montageanweisungen, Low Cost Automation und intelligente Schraubtechnik in der manuellen Montage.

„Die Studierenden haben Lösungen gefunden, die Arbeitsplätze unter anderem ergonomischer, sicherer und effizienter machen“, sagt Prof. Ulrich Müller. „Ganz wichtig ist dabei: Sie haben nicht für den Papierkorb gearbeitet. Siemens will die Ideen aufgreifen und weiterentwickeln. Das freut mich! So konnten wir uns für das große Engagement der Siemens-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch gelebten Wissenstransfer revanchieren.“

 

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