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Erfolgreiche Ingenieurinnen: „Nutze Deine Chancen – für Funktion und Familie“

| Hochschulkommunikation, Fakultät Maschinenbau / Umwelttechnik, Zentrum für Gender und Diversity, Veranstaltungen

Was zeichnet eine erfolgreiche Ingenieurin aus? „Erfolgreich“ bedeutet für jeden Menschen etwas anderes und ist nicht immer mit „Karriere machen“ gleichzusetzen. „Karriere machen“ wiederum bedeutet nicht, auf Familie und Kinder zu verzichten. Familie und nicht nur Beruf, sondern auch Karriere in Einklang gebracht hat Dr.-Ing. Sabine Ardey. Gemeinsam mit ihrer 18-jährigen Tochter Marie hat sie bei der neuen Vortragsreihe „Erfolgreiche Ingenieurinnen“ ihren Weg beschrieben.

Dr.-Ing. Sabine Ardey und Tochter Marie

Für Dr.-Ing. Sabine Ardey ist das Ausnutzen von Chancen ein wesentliches Erfolgskiterium

Dr.-Ing. Sabine Ardey (Senior Vice President Development, Product Division Dish Care, BSH Hausgeräte GmbH/Dillingen) ist überzeugt, dass das Ausnutzen von Chancen ein wesentliches Erfolgskriterium ist. Durch ihren wechselvollen beruflichen Lebenslauf – von der Luftfahrt zu den Hausgeräten, von Teilzeit und Home Office bis zur 60-Stunden-Woche im Betrieb, von der Forschung über Sachbearbeitung und Projektleitung bis ins hohe Management, fachlich zu Hause in den Themengebieten Aerodynamik, Thermodynamik, Software und Qualitätsmanagement – zeigt sie an Hand der Stationen ihres Berufswegs, dass es oft ungewöhnliche Herausforderungen gibt, die immer wieder spannende Entwicklungsmöglichkeiten bieten, wenn man(n)/frau sich nur mit Begeisterung und Energie darauf einlässt.
Ein rein beruflicher Erfolg stellt viele, vor allem Frauen, nicht zufrieden; ein wesentlicher Baustein ist immer auch die Verankerung in der eigenen Familie. Aber wie passen beruflicher Anspruch und Familienleben zusammen? „Auch hierfür gibt es letztlich kein Patentrezept, sondern nur individuelle Chancen-Verwertung”, sagt Sabine Ardey.

Die Bedürfnisse der Familienmitglieder sind höchst unterschiedlich und wechseln stark mit dem Lebensalter. Das Leben mit Kindern ist einfach nicht nach Schema planbar. Wenn man(n)/frau gemeinsam mit der Familie genauso offen und undogmatisch über die jeweils bestmögliche Umsetzung der Lebenssituation entscheidet wie über den eigentlichen Berufsweg, wird auch das Familienleben zum Erfolg.

Zur Bestätigung dieser These berichtete ihre inzwischen 18-jährige Tochter Marie im Vortrag über ihre Erfahrungen mit „Mamas Karriere“. Dabei spürt man, dass sie hinter ihrer Mutter und ihrer Karriere steht. „Sie ist keine Rabenmutter! Ich habe mich nie alleingelassen gefühlt“, so Marie. Der Vortrag machte Mut, sich einfach auf das Abenteuer anspruchsvoller Beruf plus Familie einzulassen – auch wenn Stolpersteine auf der Straße liegen, wartet hinter der nächsten Wegbiegung schon wieder ein neues positives Erlebnis, das man(n)/frau ohne den Mut zum Wagnis verpasst hätte.

Die neue Vortragsreihe hat das Zentrum für Gender und Diversity der OTH Amberg-Weiden mit Unterstützung der VDI Bezirksgruppe Amberg-Weiden und Prof. Dr. Andreas Weiß, Frauenbeauftragter Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik, ins Leben gerufen. Ziel ist es, mindestens einmal im Semester einen Vortrag anzubieten und beispielhaft aufzuzeigen, dass Ingenieurberuf und Familie vereinbar ist.  

 

 

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