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OTHealthy: Suchtprävention und Drogen

| Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen, Medizintechnik, Hochschulkommunikation

„A apple a day keeps the doctor away“, heißt es in einem englischen Sprichwort. Aber man kann eine Menge mehr tun, um gesund zu bleiben. Was genau erfuhren Interessierte gestern bei OTHealthy an der OTH Amberg-Weiden am Standort Weiden — eine Veranstaltungsreihe, die Studierende unter der Leitung von Prof. Dr. Clemens Bulitta, Studiengangsleiter Medizintechnik, durchführen. Der erste Aktionstag war dem Thema „Suchtprävention und Drogen“ gewidmet.

Studierende informieren sich am OTHealthy-Stand.

Mit der "Rauschbrille" werden einfachste Wege zum Hindernislauf.

Die Tremor-Handschuhe simulieren das Zittern, zum Beispiel bei einem Alkoholentzug.

Studierende haben den Aktionstag gemeinsam mit Prof. Dr. Clemens Bulitta, Studiengangsleiter Medizintechnik, organisiert.

Gerhard Krones und Agnes Schametzky von der örtlichen Anti‐Drogen‐Kampagne „Need no Speed“ in der Diskussionsrunde.

Im Hörsaalgebäude holten sich die Besucherinnen und Besucher geballtes Wissen über Gesundheitsförderung und Prävention. Vertreterinnen und Vertreter des Landratsamt Neustadt und der AOK wiesen auf die Gefahren von Drogen, Alkohol und Tabak hin. Dabei galt: Informieren ist gut, aber Erleben ist eindringlicher und nachhaltiger.

Deshalb konnten Interessierte am Stand der AOK eine sogenannte Rauschbrille aufsetzen und damit einen Parcours absolvieren. Diese Brille simuliert die Auswirkungen von Alkohol oder illegalen Substanzen: Die Sicht verschwimmt, der Träger verliert den Orientierungssinn und das Gleichgewichtsgefühl. Selbst kürzeste Strecken werden zum Hindernislauf, vor allem, wenn man dabei einen Tennisball auf einem Kochlöffel balancieren muss.

Die Studierenden der OTH Amberg-Weiden boten an ihrem Stand – neben Informationen – Tee, Vitaminspritzen und elektrische Handschuhe an. Wer diese überstülpte, konnte erfahren, wie sich Tremor anfühlt, also das Zittern der Hände, zum Beispiel bei einem Alkoholentzug. Die Handschuhe simulieren den Tremor mittels EMS-Impulse – das Schreiben des Namens oder das Halten einer Kaffeetasse werden dadurch zur Herausforderung.

Gute Fragen, gute Antworten: In der Diskussionsrunde hatten Studierende die Gelegenheit, mit Gerhard Krones und Agnes Schametzky von der örtlichen Anti‐Drogen‐Kampagne „Need no Speed“ zu sprechen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stiegen mit Fragen zur Cannabis-Legalisierung  oder Promillegrenze ein und arbeiteten sich schnell zum Kern des Problems vor. Sucht, erklärte Gerhard Krones, hat immer Bezug zum Leben des Süchtigen und geht mit dem Kontaktverlust zur Umwelt einher. Die Folge kann dann ein Abdriften in die Welt der Abhängigkeit sein, zu der nicht nur Alkohol oder Drogen gehören. Auch Internet, Computerspiele oder Arbeit können süchtig machen.

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